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FIA-Präsident: Sulayem schlägt Ende der Amtszeitbegrenzung vor

Eigentlich dürfte Mohammed bin Sulayem nur noch ein weiteres Mal zum FIA-Präsidenten gewählt werden - Nun möchte er diese Regelung abschaffen

FIA-Präsident: Sulayem schlägt Ende der Amtszeitbegrenzung vor

Kimi Antonelli und FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem

Foto: LAT Images

FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem hat vorgeschlagen, dass der Motorsport-Weltverband (FIA) den derzeitigen Artikel aufhebt, der eine Begrenzung der Amtszeiten für Präsidenten vorsieht.

Sulayem, der sich derzeit in seiner zweiten Amtszeit befindet, nachdem er bei der Wahl im vergangenen Jahr ohne Gegenkandidaten angetreten war, unterliegt aktuell Artikel 20.10 der FIA-Statuten.

Dieser besagt, dass "der Präsident der FIA nicht mehr als drei Amtszeiten absolvieren darf, unabhängig davon, ob diese aufeinanderfolgend sind oder nicht, das heißt eine maximale Dauer von 12 Jahren".

Die BBC berichtete zuerst, dass Sulayem diese Regelung abschaffen möchte, was von Motorsport-Total.com bestätigt wurde. Dies würde es ihm ermöglichen, weiterhin zu kandidieren, bis er sich selbst zum Rücktritt entscheidet.

Der Emirati war bei den Wahlen im vergangenen Jahr der einzige zugelassene Kandidat. Keiner der anderen Bewerber konnte die sieben Vizepräsidenten nominieren - zwei aus Europa und jeweils einen aus den übrigen von der FIA definierten Weltregionen -, die erforderlich sind, um offiziell anzutreten.

Fabiana Ecclestone war die einzige verfügbare Vertreterin aus Südamerika und hatte sich Sulayems Kampagne angeschlossen.

Die Begrenzung der Amtszeiten wurde unter der Präsidentschaft von Jean Todt in die Regularien aufgenommen. Vor der zwölfjährigen Amtszeit des Franzosen war Max Mosley 16 Jahre lang Präsident, während Jean-Marie Balestre nach zwei Amtszeiten von jeweils vier Jahren zurücktrat.

Motorsport-Total.com bat die FIA um eine Stellungnahme, und ein Sprecher des Verbandes erklärte, dass dies im Einklang mit den übrigen gewählten Positionen in den FIA-Welträten und im Senat stehe.

"Es wurde ein Vorschlag eingebracht, um eine einheitliche Regelung der Amtszeiten für alle FIA-Gremien zu schaffen, ähnlich wie sie derzeit für die Welträte und den Senat gilt", heißt es in der Stellungnahme.

"Der Vorschlag bedarf der Zustimmung der Welträte und der Generalversammlung. Die FIA-Gremien behalten die volle Befugnis, Amtsträger demokratisch zu wählen."

Laut den Statuten der FIA unterliegen auch Senatoren und Ratsmitglieder vierjährigen Amtszeiten, können jedoch ohne Begrenzung beliebig oft erneut kandidieren.

Die vorgeschlagenen Änderungen der FIA-Statuten, einschließlich der Abschaffung der Amtszeitbegrenzung, sollen bei der nächsten Generalversammlung zur Abstimmung gestellt werden.

Sulayems Präsidentschaft wurde bei den vergangenen Wahlen von Tim Mayer, einem ehemaligen FIA-Kommissar, der Rennfahrerin Laura Villars und der Journalistin Virginie Philippot herausgefordert, doch keiner von ihnen war für die Stichwahl um das Präsidentenamt zugelassen.

Villars hat inzwischen rechtliche Schritte gegen die FIA wegen des Wahlverfahrens eingeleitet.

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