FIA-Präsident Jean Todt: Ohne neue Geldverteilung keine neuen F1-Teams

Als Präsident des Automobil-Weltverbands nimmt Jean Todt die neuen Formel-1-Besitzer Liberty Media in die Pflicht, die Verteilung der Gelder für die Teams anzupassen.

Bei Liberty Media, den neuen Besitzern der Formel 1, hat man bereits erkannt, dass es hinsichtlich des Wettbewerbs eine große Hürde ist, wie viel mehr Geld die Topteams im Vergleich zu den kleinen Teams aus dem FOM-Topf erhalten. Eine Anpassung der einst unter Bernie Ecclestone festgesetzten Geldverteilung ist für die Zukunft nicht auszuschließen. Nun fordert auch FIA-Präsident Jean Todt genau das.

"Wir sollten ganz klar in der Lage sein, die leeren Plätze zu füllen", so Todt mit Blick auf die Tatsache, dass die Obergrenze für zum Rennen zugelassene Formel-1-Autos laut Reglement bei 26 liegt. Derzeit sind aber nur 10 Teams und somit nur 20 Autos für die Formel 1 eingeschrieben.

Das bislang letzte neu in die Formel 1 eingestiegene Team ist Haas F1, das zur Saison 2016 an Bord kam. Im Gegenzug haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Teams die Formel 1 verlassen, zuletzt Manor im Winter 2016/2017.

"Der einzige Weg, die leeren Plätze zu füllen, ist wahrscheinlich eine andere Geldverteilung. Das ist aber kein Problem der FIA. Es ist ein Problem, aber wir sind nicht involviert", nimmt Todt die Liberty-Mannen Chase Carey, Ross Brawn und Co. in die Pflicht.

Da die aktuell gültigen kommerziellen Verträge noch bis einschließlich der Saison 2020 laufen, ist bis dahin nicht mit weitreichenden Veränderungen der Geldverteilung zu rechnen. Ab 2021 soll es aber soweit sein.

Bis es soweit ist, ist Todts Standpunkt klar. "Ich habe schon oft betont, dass die Formel 1 die Königsklasse des Motorsports ist. Sie liefert eine tolle Show, aber die Kosten sind zu hoch. Wir müssen einen Weg finden, den Sport erschwinglicher zu machen", so der FIA-Präsident aus Frankreich, der sich gut vorstellen kann, für eine 3. Amtszeit zu kandidieren.

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