FIA reagiert auf heftigen Bearman-Unfall und kündigt mögliche Maßnahmen an
Der heftige Unfall von Oliver Bearman hat für Kritik am aktuellen Reglement der Formel 1 gesorgt: Jetzt reagiert der Automobil-Weltverband FIA in einem Statement
Oliver Bearman jagt Franco Colapinto beim Großen Preis von Japan 2026
Foto: Getty Getty
Der Unfall von Oliver Bearman beim Großen Preis von Japan hat die Probleme des aktuellen Formel-1-Reglements aufgezeigt: Die großen Unterschiede bei der Geschwindigkeit können zu gefährlichen Vorfällen und sogar schweren Unfällen führen, was erneut für heftige Kritik der Fahrer gesorgt hat.
Nach der Szene zwischen Bearman und Alpine-Pilot Franco Colapinto, die sich in der 22. Runde des Rennens ereignet hat, meldet sich nun auch der Automobil-Weltverband FIA zu Wort. Die Verantwortlichen möchten mit einem Statement für Klarheit sorgen und das weitere Vorgehen in den kommenden Wochen erklären.
"Seit der Einführung sind die Regeln für 2026 der Gegenstand fortlaufender Diskussionen zwischen der FIA, den Teams, den Herstellern von Antriebseinheiten, den Fahrern und der FOM", heißt es. "Die Regeln enthalten von vornherein eine Reihe einstellbarer Parameter, insbesondere im Hinblick auf das Energiemanagement, die eine Optimierung auf Basis realer Daten ermöglichen."
"Alle Beteiligten waren sich einig, dass nach der Anfangsphase der Saison eine strukturierte Überprüfung stattfinden würde, um genügend Daten zu sammeln und zu analysieren", betont die FIA und erinnert daran, dass für die rennfreie Zeit im April bereits "mehrere Treffen" und verschiedene Gespräche geplant sind.
Mögliche Änderungen werden im April diskutiert
Die Treffen seien bereits vor dem Japan-Wochenende vereinbart worden, "um den Betrieb der neuen Regelungen zu bewerten und festzustellen, ob Anpassungen erforderlich sind", heißt es im Statement. "Mögliche Änderungen, insbesondere im Bereich Energiemanagement, erfordern sorgfältige Simulationen und detaillierte Analysen."
Der Automobil-Weltverband FIA arbeite "weiterhin in enger und konstruktiver Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, um das bestmögliche Ergebnis für den Sport sicherzustellen, wobei Sicherheit stets ein zentrales Element der Mission der FIA bleibt."
Direkt nach dem Rennen am Sonntag könnten allerdings noch keine möglichen Änderungen für die kommenden Rennen verkündet werden. "Zu diesem Zeitpunkt wäre jede Spekulation über die Art möglicher Änderungen verfrüht", schreibt die FIA. "Weitere Updates werden zu gegebener Zeit kommuniziert."
Nach Informationen von Motorsport-Total.com hat der Unfall von Oliver Bearman den Fokus dieser Treffen verschoben: Während ursprünglich das Qualifying im Mittelpunkt gestanden haben soll, werden nun vor allem mögliche Anpassungen für das Rennen diskutiert, um gefährliche Situationen wie in Japan künftig zu vermeiden.
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