Gefährlicher Jubel: FIA verwarnt Max Verstappen

Weil er unmittelbar nach der Ziellinie stark verlangsamt hat, wurde Max Verstappen von der Rennleitung gewarnt - Ein ähnlicher Vorfall ging 2015 mächtig schief

Gefährlicher Jubel: FIA verwarnt Max Verstappen

Max Verstappen geriet nach seinem Sieg in Spielberg noch einmal in das Visier der Rennkommissare. Grund war der Jubel, den der Niederländer nach der Zieldurchfahrt beim Steiermark-Grand-Prix praktizierte. Der Red-Bull-Pilot hatte kurz nach der Ziellinie stark verlangsamt und war mit einem Burnout wieder angefahren - dabei hinterließ er auch eindeutige Spuren auf dem Asphalt.

Das hat der Rennleitung aber überhaupt nicht gefallen. "Das war keine ideale Situation. Darum habe ich gleich darauf mit dem Team gesprochen und ihnen mitgeteilt, dass wir so etwas in Zukunft nicht tolerieren werden", sagt Rennleiter Michael Masi. Eine Strafe muss Verstappen für seine Aktion aber nicht befürchten.

Die Kommissare empfanden den Jubel als potenziell gefährlich, denn kurz hinter Verstappen fuhr Williams-Pilot Nicholas Latifi über die Ziellinie.

Der Vorfall erinnerte dabei an eine Szene aus der Formel Renault 3.5 aus dem Jahr 2015. Damals hatte der ehemalige Formel-1-Pilot Roberto Merhi an genau der gleichen Stelle nach der Ziellinie verlangsamt. Der hinter ihm fahrende Pilot erkannte die Gefahr zu spät, krachte mit vollem Tempo in Merhis Auto und überschlug sich.

 

Kurios: Es handelte sich damals um Nicholas Latifi, der heute ebenfalls in unmittelbarer Nähe zum Geschehen war. Merhi wurde damals von beiden Rennen am Red-Bull-Ring ausgeschlossen.

In Artikel 43.3 des Sportlichen Reglements ist festgelegt, wie ein Fahrer nach der Zieldurchfahrt feiern darf. Dabei darf er a) keinen anderen Fahrer oder Offiziellen gefährden, b) die Legalität seines Autos nicht infrage stellen und c) die Podestzeremonie nicht herauszögern.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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