FIA will Motoren für 11 Millionen Euro – oder neue Motorenlieferanten

Entweder billige Motoren oder neue Motorenlieferanten: Der Automobil-Weltverband (FIA) setzt den Automobilherstellern die Pistole auf die Brust.

Denn für den Fall, dass die aktuellen Formel-1-Motorenhersteller Ferrari, Mercedes und Renault ihre Aggregate zu einem wesentlich günstigeren Preis anbieten würden, würde die FIA von ihrem Plan abrücken, einen unabhängigen Motorenlieferanten in die Formel 1 zu holen.

Dem Automobil-Weltverband schwebt vor, zur Formel-1-Saison 2017 einen neuen Player in die Rennserie zu bringen, der seine Motoren – ohne Hybridsystem – für etwa fünf bis sieben Millionen Euro zur Verfügung stellt.

Die Hersteller wehren sich gegen dieses Vorhaben. Zum einen, weil sie Umsatzeinbußen befürchten, zum anderen, weil sie die Einführung eines zweiten Motorenkonzepts für unklug halten.

Jean Todt wirft eine Zahl in den Raum

Doch FIA-Präsident Jean Todt lässt sich nicht beirren. Er fordert ein Entgegenkommen von den Automobilherstellern, andernfalls will er seinen Plan in die Tat umsetzen.

„Ich denke, elf Millionen Euro wären eine angemessene Summe [für einen Kundenmotor]“, sagt Todt und fügt hinzu: „Das ist noch immer sehr viel Geld.“

„Ich bin nicht für die Budgets der Hersteller verantwortlich. Aber ich halte diese Zahl für fair und akzeptabel für die Kunden.“

Ferrari tut das offenbar nicht: Das italienische Traditionsteam legte dieser Tage sein Veto gegen diesen Preisvorschlag ein. Vielleicht mit der Konsequenz, dass die FIA alsbald für mehr Konkurrenz auf dem Motorenmarkt sorgt.

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