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FIA will Q2-Reifenregel schon 2020 abschaffen

Der Weltverband hat den Teams einen Entwurf des Sportlichen Reglements 2020 vorgelegt, in dem die Reifenregel fehlt - Startübungen sollen eingeschränkt werden

FIA will Q2-Reifenregel schon 2020 abschaffen

Der Weltverband FIA plant, die Q2-Reifenregel zu verwerfen. Bisher müssen die Top 10 im Rennen auf jenem Reifensatz starten, auf dem sie sich auf der schnellsten Runde in Q2 für das Q3 qualifizieren konnten. Wenn alle Teams zustimmen, könnte die Regel schon im kommenden Jahr gestrichen werden.

Die Regel wurde im neuesten Entwurf der Sportlichen Regularien für die Saison 2020 gestrichen. Die Teams müssen sich einstimmig dafür aussprechen, damit diese Änderung vollzogen werden kann, da die ursprüngliche Deadline für Regeländerungen mit 30. April bereits lange überschritten wurde.

Zumindest ein Team soll angedeutet haben, gegen die Änderung zu stimmen. Dann würde sich an der Regel nichts ändern und die Top 10 müssten weiterhin auf den Q2-Reifen starten. Ursprünglich wurde diese Idee eingeführt, um für mehr Spannung im Rennen zu sorgen.

Der Grundgedanke dahinter ist simpel: Die Top 10 starten auf einem weicheren Reifen, der weniger haltbar ist, während ab Rang elf die Mittelfeldfahrer einen Reifenvorteil genießen. In der Realität konnten die Topteams diesen Gedankengang jedoch bereits mehrfach umgehen.

Durch ihren großen Pacevorteil gegenüber den anderen sieben Teams, schafften Mercedes, Ferrari und Red Bull die Qualifikation für Q3 oftmals auf dem mittleren Reifen. Dadurch verschwindet der Reifenvorteil der Mittelfeldteams.

Eine weitere Änderung ist für 2020 außerdem geplant: Die FIA möchte Startübungen an Wochenenden beschränken, damit die Rennstarts noch spannender werden. Die Fahrer sollen keine Startübungen mehr am Ausgang der Boxengasse machen dürfen.

Der Plan sieht vor, dass sie nur noch auf dem Grid am Ende von FT1 und FT3 trainieren dürfen. Ein solches Vorgehen wird bereits seit mehreren Jahren in Monaco umgesetzt, wo die Boxengasse für Startübungen zu eng ist. Auch diese Änderung muss erst von den Teams abgesegnet werden.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Urheber Maria Reyer