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FIFA-Turnier & Tyrrell-Modellauto: Das Ersatzprogramm der Formel-1-Fahrer

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FIFA-Turnier & Tyrrell-Modellauto: Das Ersatzprogramm der Formel-1-Fahrer
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper
11.10.2019, 13:26

Was machen die Formel-1-Fahrer am freien Samstag in Japan? Hamilton will Delfine retten, Ricciardo Jetski fahren und Verstappen ruft das große FIFA-Turnier aus

Die Formel 1 wird am Samstag in Japan eine Zwangspause einlegen, das haben die FIA und das Formel-1-Management beschlossen. Taifun "Hagibis" sorgt für den Stillstand. Das Qualifying wurde aufgrund zu erwartender Regenfälle und Windböen bis zu 100 km/h auf Sonntagmorgen verschoben. Die Formel-1-Piloten haben dadurch einen freien Tag gewonnen. Ihre Alternativpläne könnten unterschiedlicher nicht sein.

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"Vielleicht gehe ich bowlen", überrascht Williams-Rookie George Russell mit seinem Plan. "Wir waren bereits gestern bowlen, das hat sehr großen Spaß gemacht." Hintergrund: In seinem Hotel befindet sich eine Bowling-Anlage. Die Bowlingbahn wird laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' jedoch zum Evakuierungszentrum umgestaltet.

"Ich denke, wir dürfen das Hotel wohl nicht verlassen?", fragt sich der Brite. Sollte die Bowlingbahn gesperrt sein, hat er noch Alternativen parat: "Vielleicht ein wenig Karaoke oder Netflix." Auch bei den Racing-Point-Piloten Sergio Perez und Lance Stroll steht der Streamingdienst hoch im Kurs.

Ricciardo: Kein Internet für die Jungen ein Problem

Außerdem haben manchen Fahrer Spielekonsolen in weiser Voraussicht nach Japan mitgebracht. "Sergio und Max haben ihre mitgebracht, vielleicht hänge ich dann ein wenig mit ihnen rum." Schon am Donnerstag in der Pressekonferenz wurde von Max Verstappen und Carlos Sainz ein FIFA-Turnier angekündigt. "Wir werden wohl ein Turnier veranstalten", bestätigt der Niederländer auf Nachfrage schmunzelnd.

Einziges Problem könnte die Internetverbindung werden, denn die könnte bei dem heftigen Wirbelsturm ausfallen. "Vielleicht können wir online spielen, wenn wir eine Internetverbindung haben." Renault-Pilot Daniel Ricciardo sieht die Millennials auf die Probe gestellt.

"Ich habe gehört, dass es kein WiFi geben soll. Wir Millennials werden damit Schwierigkeiten haben", befürchtet er und hat eine bessere Idee: "Ich werde mir wohl irgendwo eine Bar suchen." Obwohl er schon angekündigt hatte, keinen Sake zu mögen.

Deshalb hat der Sonnyboy eine noch bessere Idee: "Ich gehe zum Strand, vielleicht borge ich mir einen Jetski aus", scherzt der Australier. "Nein, ich denke, alles wird geschlossen sein. Das wäre die beste Möglichkeit, um mal einen Tag lang von all der Technologie wegzukommen und uns Geschichten zu erzählen."

Sebastian Vettel zählt sich nicht mehr wirklich zur jungen Generation. FIFA will er jedenfalls nicht spielen: "Nein, aus dem Alter bin ich raus. Ich habe noch keinen Plan." Der Heppenheimer setzt eher auf Datenanalyse, Sport und Regeneration.

Dieselbe Taktik wird auch Teamkollege Charles Leclerc verfolgen: "Ich werde ausschlafen, da ich ein wenig Schwierigkeiten habe mit dem Jetlag. Danach werden wir die Daten durchgehen und uns ansehen, wo ich noch besser fahren kann."

Hamilton will Delfin-Bucht besuchen - Grosjean bastelt

Weniger Arbeit haben die Mercedes-Fahrer nach dem starken Freitag vor sich. Lewis Hamilton sieht der Situation ganz entspannt entgegen. Er will Suzuka sogar Freitagabend noch Richtung Tokio verlassen. "Vielleicht werde ich nach Tokio fahren, dort einen schönen Abend mit gutem Essen verbringen."

"Dann könnte ich morgen zurückfahren." Wobei - ob der Wetterwarnung - Hamilton von diesem Trip wohl eher abzuraten ist. Er hat noch eine andere Idee: "Es gibt zirka drei Stunden von hier entfernt eine Bucht, wo sie Delphine abschlachten", weiß der Brite, der sich sehr für Tierschutz einsetzt.

Laut dem Film "Die Bucht" werden in Taiji jährlich rund 23.000 Delphine getötet. "Ich würde mir das gerne anschauen, denn es wäre gut, darauf aufmerksam zu machen. Ich weiß aber nicht, wie lange man dorthin fährt. Das ist nicht gerade der schönste Teil der japanischen Kultur", wirkt Hamilton nachdenklich.

Tyrrell P34

Der Tyrrell P34 kam 1976 und 1977 zum Einsatz

Foto: LAT

Haas-Oldie Romain Grosjean hat sich etwas ganz Besonderes vorgenommen. Er will ein Modellauto basteln. "Ich habe mir einen Tyrrell-Sechsräder gekauft als kleines Modell zum Zusammenbauen", strahlt er. "Ich habe auch Klebstoff in dem Shop in Shiroko gekauft. Dort haben sie ganz tolle Autos mit Fernsteuerung."

Doch die waren dann doch zu groß, außerdem fehlt dem Franzosen das passende Equipment. "Daher habe ich mich für das kleine Modell aus Plastik entschieden, das werde ich zusammenkleben. Leider habe ich keine Farbe, aber ich werde die Sticker draufkleben." Auch für die Wartezeit, bis der Klebstoff getrocknet ist, hat er schon ein Programm: "Da werde ich die Spielkonsole anwerfen."

"Ich werde ein wenig Golf spielen", schmunzelt hingegen Toro-Rosso-Pilot Daniil Kwjat auf seine Pläne angesprochen. Der Russe wird sich ein paar Filme anschauen und wohl die Sauna aufsuchen. Auch er sei bereits zu alt für Videospiele, scherzt der Jungvater.

Hülkenberg: "Das ist mit Monaco nicht vergleichbar"

"Da weiß ich auch interessantere Dinge zu tun", witzelt auch Routinier Robert Kubica über die Videospiel-Pläne so mancher Kollegen. Der Pole war bereits 2010 Zeuge einer wetterbedingten Verschiebung. Auch damals wurde das Qualifying aufgrund heftiger Regenfälle erst Sonntagmorgen ausgetragen.

"Bereits als ich zuletzt 2010 hier gefahren bin, wurde das Qualifying verschoben. Da warteten wir allerdings auf der Strecke ab, ob sich die Bedingungen bessern würden." Im Gegensatz zu Kubica haben die Rookies im Feld diese Erfahrung noch nie gemacht.

Zuletzt wurde ein Qualifying 2015 in Austin, Texas, verschoben. Damals waren weder Alex Albon, noch Lando Norris am Start. "Ich weiß nicht, was wir machen dürfen. Wir müssen wohl im Hotel bleiben und dürfen nicht raus. Das Wichtigste ist wohl, dass ich sicherstelle, dass ich am Sonntag noch hier bin", grinst der Brite.

Der Red-Bull-Fahrer merkt an, dass es wohl so ähnlich werden wird wie auch in Monaco, wo ebenso am Freitag nicht gefahren wird. Dem widerspricht Nico Hülkenberg. "Das kann man mit Monaco nicht vergleichen! Dort haben wir freitags ja trotzdem viel um die Ohren, PR-Termine und so weiter. Morgen können wir nicht mal an die Strecke. Das ist für alle eine neue Situation." Er will ebenso am FIFA-Turnier in Verstappens Hotelzimmer teilnehmen.

Weitere Artikel zur Verschiebung:

Weiterer Co-Autor: Scott Mitchell, Jonathan Noble. Mit Bildmaterial von LAT.

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