Fittipaldi über Strafen gegen Hamilton und Verstappen: "Regeln sind Regeln"

Das harte Durchgreifen der FIA in Brasilien kommt bei Emerson Fittipaldi gut an: Er hält die Strafen gegen Lewis Hamilton und Max Verstappen für absolut gerechtfertigt

Fittipaldi über Strafen gegen Hamilton und Verstappen: "Regeln sind Regeln"

Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Emerson Fittipaldi findet, dass die Stewards am Brasilien-Wochenende richtig gehandelt haben, indem sie sich streng an die Regeln hielten. Sowohl die Disqualifikation von Lewis Hamilton als auch die Strafe für Max Verstappen waren aus seiner Sicht gerechtfertigt.

So führte in Sao Paulo ein um zwei Millimeter zu großer DRS-Abstand am Heckflügel von Hamiltons Mercedes dazu, dass er vom Qualifying nachträglich ausgeschlossen wurde. Laut Teamchef Toto Wolff sei solch minimaler Unterschied normalerweise kein Problem. Er kritisierte die FIA daraufhin scharf.

Fittipaldi stärkt den Stewards jedoch den Rücken. "Zwei plus zwei ist vier. Nicht dreieinhalb und auch nicht viereinhalb", sagt der Botschafter von Wettfreunde.net im Gespräch mit den Kollegen von 'Motorsport.com'. Im Reglement seien die erlaubten Abmessungen nun mal genau festgelegt - und für jeden gleich.

Fittipaldi: "Das lernen sie von klein auf"

"Wenn eine dieser Messungen nicht korrekt ist, dann kann es leider passieren, dass man disqualifiziert wird. Wenn der Unterschied so gering war, glaube ich nicht, dass es einen technischen Vorteil gab. Aber noch einmal: Fünf plus fünf ist zehn und eben nicht neun", beharrt der 74-Jährige auf den Regeln.

"Ich selbst habe etwas Ähnliches mit meinem Sohn Emmo erlebt. Bei einem seiner ersten Rennen wurde er disqualifiziert, weil sein Kart ein paar Gramm zu leicht war. Es war ein sehr kleiner Unterschied. Sie hatten das Kart mehrmals auf die Waage gestellt und das Gewicht war einfach zu niedrig. Das mussten wir akzeptieren. Die Regeln sind nun mal die Regeln, das lernen sie von klein auf."

Auch, dass man die Ausrüstung des Konkurrenten nicht anfassen darf, wie es Verstappen nach dem Qualifying mit dem Heckflügel seines Titelrivalen getan hat, lernt man laut Fittipaldi schon im Kartsport: "Da weiß jeder, dass man im Parc Ferme niemals das Kart eines anderen berühren darf."

Höhe der Geldstrafe "ein wenig übertrieben"

"Man lernt also von Anfang an, dass sich im Parc Ferme nur der Mechaniker und dem Fahrer neben dem Kart aufhalten dürfen, und niemand sonst darf es berühren." Sprich: Wenn Verstappen das Auto berührt hat, gehört er für Fittipaldi auch bestraft.

Allerdings räumt der zweimalige Weltmeister ein: "Mit der Höhe der Geldstrafe bin ich nicht einverstanden. Meiner Meinung nach ist es ein wenig übertrieben. Aber das ist eine andere Diskussion. Er hätte es nie berühren dürfen. Das ist die Regel." Verstappen war mit einer Geldstrafe von 50.000 Euro belegt worden.

Ein gewisses Verständnis für den Fauxpas des Red-Bull-Piloten kann Fittipaldi durchaus aufbringen. "Ich will Max nicht entschuldigen, aber die Fahrer kommen mit Adrenalin aus dem Auto und es ist sein Instinkt", sagt der 74-Jährige. "Es war sicher keine Absicht, es ist sein Instinkt, der ihn dazu gebracht hat, zu schauen und möglicherweise auch zu berühren. Aus Versehen. Das kann passieren."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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