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Formel 1 2017: McLaren wird keinen eigenen Motor einsetzen
McLaren wird trotz der Schwierigkeiten, die der Honda-Motor dem Team bereitet, keinen eigenen Motor bauen und in der Formel 1 einsetzen.
Ben Anderson
Bearbeitet: 04.04.2017, 11:06
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Das britische Team hoffte, nach 2 enttäuschenden Saisons, endlich den Wendepunkt erreicht zu haben. Der Test vor der Saison stellte sich jedoch als Desaster heraus. Auch wenn das 1. Rennen in Melbourne sicher nicht so schlecht verlief, wie viele es geglaubt hatten, hatte das Team mit einigen Problemen zu kämpfen.
McLaren soll bereits bei Mercedes angefragt haben, ob das Unternehmen als Motorenlieferant einspringen würde, wenn die Zusammenarbeit mit Honda beendet werden würde. Eine andere Alternative wäre es, einen eigenen Motor zu bauen und diesen dann einzusetzen.
McLaren-Geschäftsführer Zak Brown betonte jedoch, dass McLaren Automotive nicht beim Bau eines Motors helfen würde.
"McLaren Automotive ist ein anderes Unternehmen, mit einigen ähnlichen Anteilseignern, mit denen wir eng zusammenarbeiten", fügte er hinzu.
"Sie haben einen McLaren-Motor, aber das Formel-1-Team verfolgt ganz andere ökonomische Ziele. Es geht auch mit dem Motorsport an sich ganz anders um, weshalb sich die Motorenfrage nicht stellt."
"Was wir in 10 Jahren schaffen können, wissen wir nicht. Aber heute ist es für uns kein relevantes Thema. Wir sind kein Motorenhersteller, wir sind ein Rennteam und Rennwagenkonstrukteur."
Trotz der Gespräche mit Mercedes, würde McLaren alles dafür geben, um mit Honda auf einen grünen Zweig zu gelangen, verriet Brown.
Bildergalerie: Fernando Alonso in Melbourne
"Wir sind Honda gegenüber sehr offen. Wir arbeiten mit ihnen zusammen, um schnellstmöglich wettbewerbsfähig zu werden. Danach wollen wir uns auf unser großes, gemeinsames Ziel, die Weltmeisterschaft zu gewinnen, konzentrieren. In der Beziehung gab es also keine großen Spannungen."
"Alle Gespräche, die wir mit Honda geführt haben, hatten nur ein Thema: Wie gelangen wir aus der aktuellen Situation wieder heraus?"
Alonso ist frustriert
Seit Fernando Alonso bei McLaren im Jahr 2015 unterschrieben hat, war der ehemalige Formel-1-Weltmeister nicht mehr auf dem Podium. Daher ist es nachvollziehbar, dass der Spanier mit der Leistung von McLaren und Honda nicht zufrieden ist.
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Brown sagte: "Fernando möchte wettbewerbsfähig sein. Wenn man sich einen ehemaligen Formel-1-Weltmeister anschaut, stellt man schnell fest, dass er nur mit dem Sieg zufrieden ist. Aber deshalb haben wir ihn auch in unser Team geholt."
"Es war zu erwarten, dass er die Wettbewerbsfähigkeit anspricht. Ich halte das nicht für überraschend oder gar schädlich."
"Wir stehen unter Druck, denn wir werden oft interviewt. Natürlich kommen dann immer mal wieder Emotionen zum Vorschein. Das Gesagte wird dann oftmals aus dem Zusammenhang gerissen. Die Beziehungen in unserem Team sind alle intakt."
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