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Stoffel Vandoorne, McLaren MCL32
McLaren MCL32: Nase
Stoffel Vandoorne, McLaren MCL32
Eric Boullier, McLaren, Rennleiter
Fernando Alonso, McLaren MCL32
Stoffel Vandoorne, McLaren MCL32
Eric Boullier, McLaren, Rennleiter
McLaren MCL32: Monkey-Seat
Stoffel Vandoorne, McLaren MCL32
McLaren MCL32: Frontflügel
Stoffel Vandoorne, McLaren MCL32, mit Messgeräten

Denn bei den Formel-1-Testfahrten in Barcelona blieb McLaren-Honda deutlich hinter dem Runden-Soll zurück. Der neue McLaren MCL32 für die Formel 1 2017 stand oft und lange in der Box, während die Konkurrenz fleißig Kilometer um Kilometer abspulte.

Und so geht das britische Traditionsteam mit einem erheblichen Defizit in die Saison 2017.

Der Ton wird daher immer rauer und die Worte werden deutlicher. So auch bei McLaren-Rennleiter Eric Boullier, der Honda im Gespräch mit Motorsport.com zu einem Kurswechsel riet.

"Es gibt eine Sache, die sie verstehen und umsetzen müssen", meint er. "Das ist die Formel-1-Kultur."

"Was ich damit meine: Im Motorsport und in der Formel 1 sind wir durch den Kalender getrieben. Es gibt fixe Ziele, fixe Termine und angepeilte Verbesserungen. Wir versuchen stets, möglichst schnell möglichst große Fortschritte zu machen."

"Ein Autohersteller wiederum kann es sich leisten, bei einem Projekt ein paar Wochen in Verzug zu geraten. Das ändert nichts am Produkt und das ändert auch nichts am Geschäftsmodell."

"Im Rennsport aber bist du im 1. Rennen im Nirgendwo, wenn du nicht gleich beim 1. Rennen ein Update dabei hast", erklärt Boullier und fügt hinzu: "Das ist die Motorsport-Mentalität."

"Deshalb verlangen wir auch von unseren Lieferanten, dass sie, wenn sie ein Bauteil in einem Monat hergestellt haben, es beim nächsten Mal in 3 Wochen und dann in 2 Wochen schaffen."

"Priorität hat für uns der Zeitgewinn, nicht das ausgegebene Geld. Das unterscheidet unsere Herangehensweise von dem der restlichen Welt."

Konzentration auf Japan

Außerdem sei Hondas Formel-1-Projekt zu sehr auf Japan konzentriert, moniert Boullier. Der asiatische Hersteller hat zwar inzwischen eine Zweigstelle in Großbritannien aufgebaut, leitet das Motorenprogramm aber noch immer aus der Zentrale in Japan.

Damit könne Honda nur langsam reagieren und hinke deshalb immer einen Schritt hinterher.

"Deshalb hat Mercedes seinen Sitz in England. Sie profitieren von kurzen Lieferwegen und natürlich auch von der Formel-1-Erfahrung des Personals", sagt Boullier.

"Unsere Lieferanten kosten vielleicht doppelt so viel [wie die von Honda], aber sie sind 3, 4 oder 5 Mal so schnell. Und so kommen wir an den Punkt, an dem wir erkennen: Der Einfluss eines Großkonzerns ist keine Hilfe dabei, effizient vorzugehen."

"Je mehr du dich wie ein Großkonzern verhältst, umso mehr Prozesse übernimmst du von einem Großkonzern – und umso langsamer und weniger agil bist du. Und das passt leider gar nicht zu unserer Motorsport-Kultur."

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