Trainingsbericht
Formel 1 Monza
Formel 1 Monza 2018: Technische Probleme bei Sebastian Vettel
Sergio Perez nutzt die verregnete Strecke in Monza mit perfektem Timing und fährt Bestzeit im ersten Freien Training zum Grand Prix von Italien
Christian Nimmervoll
Bearbeitet: 31.08.2018, 11:06
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Sergio Perez (Racing Point) hat im ersten Freien Training zum Grand Prix von Italien in Monza überraschend Bestzeit erzielt. Die Nachricht des Vormittags war aber nicht das überraschende Ergebnis, sondern ein technisches Problem bei Sebastian Vettel.
Das Training in Zahlen:
Der Ferrari-Lokalmatador drehte zu Beginn der Session vier Runden, ging danach aber nicht mehr auf die Strecke. An der Box wurde zunächst - unter Beobachtung von Technikchef Mattia Binotto - sein Unterboden abmontiert, was eine ungeplante Reparatur vermuten ließ. Später stellte sich heraus: Ferrari musste einen Getriebewechsel vornehmen.
Vettel droht deswegen allerdings keine Strafe, weil er ohnehin ein bereits gebrauchtes Freitagsgetriebe eingebaut hatte. Letztendlich belegte er mit 3,867 Sekunden Rückstand den 17. Platz.
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Perez' Bestzeit kam in letzter Minute zustande, als die Streckenverhältnisse am besten waren. Denn wie vorhergesagt hatte es vor der Session geregnet, und die Fahrbahn trocknete in den eineinhalb Stunden nicht wirklich ab. Trotzdem fanden die Fahrer ganz zum Schluss den meisten Grip vor - und das nutzten einige aus.
"Wir waren draußen, als es trocken war", weiß Racing-Point-Teamchef Otmar Szafnauer. "Aber wir sind sowieso schnell auf dieser Strecke. Auch im Trockenen." Und das noch ohne das Aero-Update, das für Singapur geplant ist und "ein paar Zehntel" pro Runden bringen soll.
Neben Perez (1:34.000 Minuten) überraschten auch Esteban Ocon (3./Racing Point/+0,593), Brendon Hartley (4./+1,024) und Pierre Gasly (6./beide Toro Rosso/+1,438). Kimi Räikkönen (Ferrari) schmiss eine mögliche Bestzeit mit einem Fahrfehler weg. Er wurde mit 0,550 Sekunden Zweiter, Daniel Ricciardo (+1,207) Fünfter und Max Verstappen (beide Red Bull/+1,665) Siebter.
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Für Red Bull hatte das Wochenende mit einem Schock begonnen, als Ricciardo auf seiner Installation-Lap funkte: "Ich habe ein Problem. Keine Power." Und an die Box zurückrollte. Inzwischen steht fest: "Es war kein mechanisches Problem. Der Motor ging nur in ein Notfallprogramm", gibt Teamchef Christian Horner Entwarnung. Ein Fall für Red Bulls Software-Ingenieure.
Ricciardo brachte es danach noch auf 13 Runden, und die waren besonders wichtig, weil er als einziger Renault-Pilot mit der neuen Spec-C-Ausbaustufe testet, die pro Runde 0,3 Sekunden bringen soll. "Daniel fährt die C-Spec, Max die B-Spec", bestätigt Horner. "Wenn wir am Ende des Tages alle Daten haben, werden wir entscheiden, ob es Sinn macht, beide Fahrer mit der C-Spec fahren zu lassen."
Wegen des Wechsels der kompletten Antriebseinheit muss Ricciardo am Sonntag "in Bologna" starten, wie Horner scherzt. Auch Nico Hülkenberg (Renault) droht aus dem gleichen Grund eine saftige Grid-Strafe. Interessant: Das Werksteam hat bei Hülkenberg trotz des Wechsels keinen Spec-C-, sondern einen frischen Spec-B-Motor eingebaut.
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Der Deutsche belegte im ersten Training den neunten Platz, 0,112 Sekunden hinter Teamkollege Carlos Sainz. Aber das Ergebnis einzuordnen, ist erstens unmöglich, weil die Bedingungen zu stark variiert haben, und zweitens sinnlos, weil Qualifying und Rennen laut aktueller Wetterprognose trocken bleiben werden.
Renault hätte liebend gern Daten mit dem neuen Front- und Heckflügel gesammelt, Spezialentwicklungen für Monza. Aufgrund des Regens hat sich das Team jedoch dagegen entschieden. Und am Ende gingen die beiden nicht mehr auf die Strecke. Weil man mit den Intermediates ohnehin nichts mehr lernen konnte.
Die Mercedes-Stars Valtteri Bottas und Lewis Hamilton absolvierten lediglich acht beziehungsweise sechs Runden. Sie sahen keinen Sinn darin, ihre Motoren unnötig zu belasten. Hamilton belegte den elften Platz, mit zweieinhalb Sekunden Rückstand. Nachdem er am Donnerstag aus persönlichen Gründen alle Termine abgesagt hatte, war er heute Morgen aber pünktlich in der Mercedes-Box.
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Erwähnenswert ansonsten noch, dass Lando Norris zum zweiten Mal hintereinander für McLaren trainieren durfte. Der Formel-2-Fahrer drehte neun Runden, ging zum Schluss nicht mehr auf die Strecke und wurde Neunter. Kurz vor Schluss war er noch bis auf drei Zehntelsekunden an Fernando Alonso (14./+3,426) dran. Am Ende waren es dann 0,856 Sekunden.
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