Formel 1
Formel 1
12 März
-
15 März
1. Training in
24 Tagen
19 März
-
22 März
Nächstes Event in
30 Tagen
02 Apr.
-
05 Apr.
Nächstes Event in
44 Tagen
30 Apr.
-
03 Mai
Nächstes Event in
72 Tagen
07 Mai
-
10 Mai
Nächstes Event in
79 Tagen
R
Monte Carlo
21 Mai
-
24 Mai
Nächstes Event in
93 Tagen
04 Juni
-
07 Juni
Nächstes Event in
107 Tagen
11 Juni
-
14 Juni
Nächstes Event in
114 Tagen
25 Juni
-
28 Juni
Nächstes Event in
128 Tagen
02 Juli
-
05 Juli
Nächstes Event in
135 Tagen
R
Silverstone
16 Juli
-
19 Juli
Nächstes Event in
149 Tagen
30 Juli
-
02 Aug.
Nächstes Event in
163 Tagen
27 Aug.
-
30 Aug.
Nächstes Event in
191 Tagen
03 Sept.
-
06 Sept.
Nächstes Event in
198 Tagen
17 Sept.
-
20 Sept.
Nächstes Event in
212 Tagen
24 Sept.
-
27 Sept.
Nächstes Event in
219 Tagen
08 Okt.
-
11 Okt.
Nächstes Event in
233 Tagen
22 Okt.
-
25 Okt.
Nächstes Event in
247 Tagen
R
Mexiko-Stadt
29 Okt.
-
01 Nov.
Nächstes Event in
254 Tagen
12 Nov.
-
15 Nov.
Nächstes Event in
268 Tagen
26 Nov.
-
29 Nov.
Nächstes Event in
282 Tagen
Details anzeigen:

Formel 1 2021: Neues Gremium soll Schlupflöcher schneller stopfen

geteilte inhalte
kommentare
Formel 1 2021: Neues Gremium soll Schlupflöcher schneller stopfen
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble
07.02.2020, 17:18

Ross Brawn will die Struktur der Formel 1 ändern: Die Macht der Teams soll eingeschränkt werden - Das neue Gremium kann ab 2021 schneller reagieren

Die Macht der Formel-1-Teams bröckelt. Für 2021 sind gravierende Änderungen am Entscheidungsprozess der Königsklasse geplant. Sportchef Ross Brawn sieht darin die Chance, dass bei origineller Regelauslegung schneller reagiert werden kann.

Die Machtstruktur der Serie wird sich grundlegend ändern: Gibt es jetzt mit der Strategiegruppe und der Formel-1-Kommission noch zwei Gremien, die vor dem FIA-Weltrat Regeln beschließen, wird es in Zukunft nur noch eine Kommission geben.

Besonders die Strategiegruppe wurde immer wieder kritisiert. Sie besteht neben Vertretern der FIA und des Formel-1-Managements (FOM) aus den Topteams Mercedes, Ferrari, Red Bull, McLaren und Williams als Traditionsteams plus der bestplatzierten sonstigen Mannschaft. Die vier übrigen Teams haben kein Stimmrecht.

"Ganz neue Philosophie" ab 2021

In dieser elitären Gruppe werden jedoch häufig die Regeln gemacht. Sie erhält Berichte von verschiedenen Arbeitsgruppen und bespricht dann, ob man diese Vorschläge annimmt, überarbeitet oder ablehnt. In der neuen Struktur soll es diese Strategiegruppe nicht mehr geben.

Stattdessen wird nur noch eine Kommission mit je zehn Mitgliedern der FIA, der FOM und allen zehn Teamchefs eingesetzt, das Gremium soll also aus 30 Personen bestehen. Ebenso wichtig sind die Stimmverhältnisse.

Brawn erklärt bei einem Gespräch zu Beginn der Woche in London, bei dem auch 'Motorsport-Total.com' anwesend war: "In der Vergangenheit mussten die Teams allen Veränderungen zustimmen. Das war frustrierend. Jetzt wird es eine Regelfindung geben, wo wir viel kurzfristiger Änderungen vornehmen können."

Denn in Zukunft wird es nur noch große und kleine Mehrheiten brauchen - keine Einstimmigkeit mehr. Die große Mehrheit (28 von 30 Stimmen erforderlich) soll bei kurzfristigen Vorschlägen zum Einsatz kommen. Mit Blick auf 2021 bedeutet das: "Wenn jemand ein Schlupfloch gefunden hat, können wir das bereits beim nächsten Rennen schließen."

Brawn betont, dass das besonders im Hinblick auf das neue Technische Reglement 2021 interessant sein könnte. "Wenn ein Team mit einer Lösung heraussticht, die zuvor nie in Betracht gezogen wurde, und das ganze Prinzip der neuen Regeln damit zunichte macht, dann könnte das mit genügend Rückendeckung der anderen Teams sofort gestoppt werden."

Damit würde in der Formel 1 eine "ganz neue Philosophie" einkehren. "Wenn jemand also ein solches Schlupfloch gefunden hat, dann wird sich dieses Team überlegen müssen: 'Will ich es verwenden und damit riskieren, gestoppt zu werden? Oder sage ich es der FIA, weil es nicht beabsichtigt war?'"

Brawn über Regelauslegung: "Ein schmaler Grat"

Während nun manche behaupten, dass Schlupflöcher einen Teil der technischen Herausforderung ausmachen - Brawn selbst gewann 2009 den WM-Titel auch dank des Doppeldiffusors - und eine Innovation zu unterbinden nicht zum Sport gehört, sieht das der Sportchef anders.

Er glaubt, dass ein Unterschied zwischen einer guten Idee und eines Schlupflochs besteht. "Wir wollen, dass die Teams unter einem verständlichen Reglement das Bestmögliche erreichen. Sie müssen sich auf uns und die FIA verlassen, dass wir keine großartige Idee bestrafen werden."

Eine großartige Idee sei für ihn, unter den gegebenen Umständen das Bestmögliche zu realisieren. "Das ist ein schmaler Grat, aber die Entscheidungsgremien der Formel 1 sind genauso ein entscheidender Teil dieses Prozesses, wie wir auch andere Änderungen vorgenommen haben."

Dieser neue Entscheidungsprozess ist Bestandteil des neuen Concorde-Agreements, das Liberty Media mit den Teams in den vergangenen Wochen ausverhandelt hat. Sollte es zu keiner Unterschrift der Teams kommen, würde das internationale Sportgesetzbuch als Übereinkunft greifen.

Mit Bildmaterial von LAT.

Racing Point gegen Haas-Modell: B-Team-Mentalität "bekämpfen"

Vorheriger Artikel

Racing Point gegen Haas-Modell: B-Team-Mentalität "bekämpfen"

Nächster Artikel

Der VF-20 in der Analyse: Wie viel Ferrari steckt im neuen Haas?

Der VF-20 in der Analyse: Wie viel Ferrari steckt im neuen Haas?
Kommentare laden

Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Urheber Maria Reyer