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Formel-1-Auftakt: Warum Oliver Bearman ein "Worst-Case-Szenario" ahnt

Die Formel-1-Fans warten gespannt auf das erste Rennen der neuen Ära, doch Oliver Bearman warnt: Warum der Auftakt ein "Worst-Case-Szenario" für das Regelwerk ist

Ollie Bearman warnt: Australien-GP als "Worst-Case-Szenario" für neue Regeln?

Oliver Bearman glaubt an einen "chaotischen" Saisonauftakt

Foto: LAT Images

Die Formel 1 richtet ihren Blick gespannt auf den Großen Preis von Australien (hier der Zeitplan) und fragt sich: Wie wird das erste Rennen der neuen Ära verlaufen? Haas-Pilot Oliver Bearman geht dem Auftakt mit einer gesunden Portion Skepsis entgegen, sieht darin aber auch Chancen.

"Definitiv, wo Chaos herrscht, entstehen Chancen, und ich freue mich darauf", sagte der Brite und ergänzt: "Natürlich ist diese Strecke vielleicht nicht der beste Start für diese Regeln, einfach wegen der Beschaffenheit des Kurses. Sie gehört zusammen mit Monza, Österreich und Dschidda zu den anspruchsvolleren Strecken." (So wird das Wetter!)

"Wir haben nicht viel Energie, mit der wir spielen können, einfach weil es nicht viele Bremszonen gibt", erklärt Bearman die Herausforderungen. "Ich denke, es könnte das Worst-Case-Szenario dieser Regeln werden. Ich bleibe offen, ich will nach Australien keine voreiligen Schlüsse ziehen."

Bearman überzeugt: Auftakt "wird chaotisch werden"

Heißt: Selbst wenn das Rennen in Australien zu einem Debakel wird, möchte der Haas-Pilot noch keine voreilige Kritik üben. "Es wird interessant, und das Wichtigste ist, dass es eine lange Meisterschaft ist", betont der Brite. "Am Anfang gibt es viel mehr Möglichkeiten als in fünf oder sechs Rennen, wenn wir alle alles herausgefunden haben."

"Hoffentlich können wir ein sauberes Wochenende haben, uns auf unsere Prioritäten konzentrieren und ein gutes Ergebnis erzielen." Dabei gehe es vor allem darum, ohne Probleme durchs Wochenende zu kommen. "Ich denke schon", meint Bearman.

"Es gibt keinen Überschuss an Energie, wir werden überall immer am unteren Ende des Feldes fahren, und wenn nichts übrig ist, bedeutet das, dass wir bei unserer Effizienz, unseren Strategien und allem anderen voll auf der Höhe sein müssen. Es wird chaotisch werden, aber es ist auch eine großartige Chance, also freue ich mich darauf."

George Russell: "Eine riesige Menge an Unbekannten"

Auch Mercedes-Pilot George Russell erinnert vor dem Saisonauftakt an die grundlegenden Regeländerungen. "Es gibt eine riesige Menge an Unbekannten", sagt der Brite. "Ich denke, es gibt viele Diskussionen über Rennstarts - ein schwieriges Thema. Es gibt viele Hürden."

"Man kann sich durch jeden kleinen Fehler aus dem Tritt bringen lassen. Während eines Rennens, beim Qualifying, bei Boxenstopps - es gibt keine Zeit zum Entspannen", so der Mercedes-Pilot, der als WM-Favorit gilt. "Dinge, die früher recht unkompliziert waren, sind jetzt sehr kompliziert."

"Aber bis zu diesem Punkt denke ich, dass wir die größtmögliche Vorbereitung getroffen haben. Wir fühlen uns gut aufgestellt. Allerdings könnten neue Streckenbedingungen anders sein." Insgesamt seien die Vorbereitungen aber sehr positiv verlaufen, verrät Russell.

Mercedes als WM-Favorit? "Es ändert nichts"

"Wir hatten eine viel bessere Vorsaison als in den letzten vier Jahren", blickt der 28-Jährige auf die Testfahrten in Bahrain zurück. "Am Auto gab es keine Punkte, die uns größere Sorgen bereitet hätten. Alles funktioniert wie erwartet. Die Korrelation stimmt. Die simulierte Korrelation stimmt."

"Und genau das sind Dinge, bei denen wir in den letzten vier Jahren gescheitert sind ... Jetzt läuft alles so, wie wir es uns erhofft haben." Der starke Eindruck katapultierte die Marke mit dem Stern in die Rolle der WM-Favoriten, für Russell jedoch ohne Bedeutung.

"Ja, es ändert nichts. Es gibt viel Gerede über uns, also Mercedes, und wir nehmen es wohl als Kompliment. Aber sobald der Helm auf ist und das Visier runter, geht es einfach nur ums Fahren. An das ganze zusätzliche Geplapper denkt man nicht. Man nimmt Rennen für Rennen."

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