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F1-Quali Barcelona 2020: Bottas verliert Pole in Kurve 12 an Hamilton

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F1-Quali Barcelona 2020: Bottas verliert Pole in Kurve 12 an Hamilton
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Im Qualifying zum Grand Prix von Spanien war Mercedes eine Klasse für sich, aber Max Verstappen rechnet sich Siegchancen aus - Sebastian Vettel erneut schwer geschlagen

Qualifyings in Barcelona sind nicht gerade ein Garant für Abwechslung. Lewis Hamilton fixierte beim Grand Prix von Spanien (Formel 1 2020 live im Ticker!) die achte Mercedes-Pole und den siebten "Front-Row-Lockout" hintereinander. Vorsprung auf Max Verstappen (Red Bull), den ersten Verfolger: 0,708 Sekunden.

Ergebnisse: GP Spanien in Barcelona

Das ist weniger als vor einer Woche in Silverstone - und auch wenn die Top 10 diesmal geschlossen auf dem Soft starten werden, wittert Verstappen eine Siegchance: "Ich hatte bei den Longruns am Freitag ein sehr gutes Gefühl. Morgen ist ein neuer Tag. Ich hoffe, dass ich sie unter Druck setzen kann", sagt er.

Fotos: GP Spanien in Barcelona

Auch Polesetter Hamilton geht nicht von einem Selbstläufer für Mercedes aus: "Es wird sicher nicht leicht für uns, auch wenn ich nicht glaube, dass wir die gleichen Probleme haben werden wie vor einer Woche. Wir haben hier nämlich die härteren Reifenmischungen. Daumen drücken, dass uns das hilft!"

Hamilton steigert sich, was seine Rekorde für die Ewigkeit betrifft, weiter in schwindelerregende Höhen. Barcelona war die 92. Pole-Position seiner Karriere. Da ist er längst an den 68 Poles von Michael Schumacher vorbei. Und bereits zum 150. Mal wird er am Sonntag aus der ersten Reihe starten (Schumacher: 116).

"Überholverbot" in Barcelona: Entscheidet der Start?

Ob es auch zum 88. Sieg reicht (Schumacher: 91), könnte sich bereits auf den ersten Metern entscheiden: "Der Start ist meine beste Chance", weiß Bottas, der sich im Qualifying um 0,059 Sekunden geschlagen geben musste. Er sagt anerkennend: "Lewis hat einfach den besseren Job gemacht." Und das vor allem im dritten Sektor.

Bottas war im ersten Q3-Run im ersten Sektor um 0,090 Sekunden schneller als Hamilton und im zweiten um 0,024 Sekunden. Im dritten Sektor verlor er jedoch 0,173 Sekunden. "Das hat ihn die Chance auf die Pole gekostet", analysiert 'Sky'-Experte Nico Rosberg. Bottas weiß: "In Kurve 12 hatte ich Probleme mit der Balance. Das wurde zwar immer besser. Aber es hat nicht ganz gereicht."

 

Dass Verstappen diesmal keinen Reifenpoker riskiert, liegt schlicht und einfach daran, "dass wir glauben, dass der Soft gut genug ist, um das Rennen damit zu starten", erklärt der Red-Bull-Pilot, der scherzhaft von einem "Abo auf P3" spricht: "Wir haben das Maximum rausgeholt. Wir können uns nicht beschweren. Das Auto wird langsam besser."

Sein Teamkollege Alexander Albon (Stallduell: 0:6) konnte den Rückstand auf Verstappen im letzten Q3-Run von einer Sekunde auf 0,7 Sekunden reduzieren. Das reichte, um sich von P8 auf P6 zu verbessern. "Nicht großartig, aber okay", lautet das Fazit des Thailänders. "Wir hoffen, dass andere Blistering-Probleme bekommen und wir nicht."

Zum Beispiel die beiden Racing Points, die sich im Red-Bull-Sandwich auf den Startpositionen vier und fünf befinden. Sergio Perez schlug Lance Stroll bei der Rückkehr ins Cockpit um 0,107 Sekunden. "Ich schaue nach vorne. Wenn ich einen guten Start hinkriege und vor Max komme, ist einiges möglich", glaubt der Mexikaner.

Perez erklärt: So krass bauen die Reifen ab

Seine Runde sei "gut" gewesen, findet Perez. Allerdings empfindet er es als mühsam, die Pirelli-Reifen bei der Gluthitze selbst im Qualifying mit Samthandschuhen anfassen zu müssen: "Du musst so mit den Reifen haushalten, sogar im Qualifying. Wenn du in einer Kurve zu viel willst, zahlst du in der nächsten die Rechnung dafür", erklärt er.

 

Für Sebastian Vettel kommt es indes weiterhin knüppeldick. Obwohl er sich in der zweiten Q2-Runde steigern konnte und sein Teamkollege Charles Leclerc nicht, verpasste er den Einzug ins Top-10-Finale (Stallduell: 2:4). Bitter: Auf Lando Norris (8./McLaren) fehlten 0,002, auf Albon 0,005 Sekunden.

'ORF'-Experte Alexander Wurz findet den Abstand von zwei Zehntelsekunden zu Leclerc in Q2 "akzeptabel. Das ist ein guter Trend. Man darf auch nicht vergessen, dass seine Einführungsrunde schwer suboptimale war. Ich würde ihm aus Respekt noch Zeit geben. Das soll aber keine Ausrede sein. Er steckt im Formtief und tut sich schwer."

Für Vettel war das Qualifying "eine der besseren Sessions an diesem Wochenende. Trotzdem noch zu weit weg von einem guten Gefühl mit dem Auto", sagt er und meint damit das neue Chassis, mit dem er in Barcelona zum ersten Mal fährt. "Ich drücke jedes Mal den Resetknopf und versuche, das Beste draus zu machen. Mehr kann ich nicht machen."

Vettel: Symbolstarke Szene in Q2

Wie sehr Vettel gerade am Boden liegt, zeigte sich nach der ersten Q2-Runde. Der Deutsche handelte sich - auch wegen eines leichten Fahrfehlers im dritten Sektor - eine halbe Sekunde Rückstand auf Leclerc ein. Der Monegasse fluchte danach aber trotz seines enormen Vorsprungs: "Eine fürchterliche Runde. Wirklich fürchterlich."

 

Leclerc konnte in Q3 seinerseits auch keine Bäume ausreißen. Als er zur zweiten schnellen Runde aus der Box fuhr, meldete er am Funk ein "merkwürdiges Verhalten des Motors". Am Ende wurde er von beiden Mercedes, Red Bulls, Racing Points und McLarens geschlagen. Nur Pierre Gasly (AlphaTauri), der zuvor Vettel aus Q3 gekickt hatte, ließ er um 0,049 Sekunden hinter sich.

Neben Vettel hatte es in Q2 mit Daniel Ricciardo (13./Renault) ein weiteres Kaliber erwischt, das man sicher in den Top 10 erwartet hätte. Sein Teamkollege Esteban Ocon wurde nach einem bizarren Zwischenfall im Abschlusstraining 15. Für Renault nach dem erfreulichen Trend in Silverstone ein kleiner Rückschritt.

Erfreulich für alle Fans von Kimi Räikkönen: Der "Iceman" hat erstmals in der Formel-1-Saison 2020 den Einzug ins Q2 geschafft. Mit seiner letzten Runde gewann er das Duell um P15 in Q1 gegen Kevin Magnussen (Haas) um 0,011 Sekunden - auch, weil Magnussen von Daniil Kwjat (12./AlphaTauri) "big time" aufgehalten wurde, wie er selbst sagt. Das ist jetzt Sache der FIA-Kommissare.

Neben Magnussen erwischte es in Q1 auch Romain Grosjean (17.) im zweiten Haas. Nach dem starken fünften Platz am Freitagnachmittag und der Nachtschicht seiner Mechaniker (Sperrstunden-Joker gezogen wegen Motorwechsel) ist das eine herbe Enttäuschung: "Sorry, Jungs. Nach letzter Nacht wollte ich euch mehr geben."

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