Formel 1 behält in Mexiko neue Regeln für Doppel-Gelb bei

Die Formel 1 hat beim US-GP in Austin neue Regeln für Doppel-Gelb eingeführt: Nicht nur Renndirektor Michael Masi ist damit zufrieden

Formel 1 behält in Mexiko neue Regeln für Doppel-Gelb bei

Die Formel 1 wird auch beim Mexiko-GP an diesem Wochenende die neu eingeführten Regeln für doppelt geschwenkte gelbe Flaggen anwenden. Das hat Renndirektor Michael Masi bestätigt.

"Wir werden das in Mexiko fortsetzen, und wir haben ein paar Prozesse im Hintergrund, um das System zu beschleunigen", kündigt Masi im gleichen Atemzug im Gespräch mit der internationalen Edition von 'Motorsport.com' an.

Beim vergangenen Rennwochenende auf dem Circuit of the Americas in Austin kam erstmals ein System zum Einsatz, bei dem die Rundenzeiten von Fahrern, die unter Doppel-Gelb nicht signifikant verlangsamt haben, automatisch gestrichen wurden.

Masi: Mussten in Austin nur eine Zeit streichen

Die Bilanz fällt aus Sicht von Masi sehr positiv aus. "Es hat auf jeden Fall beim ersten Mal funktioniert. Wir hatten nur diesen einen Fall, bei dem wir einschreiten mussten. Das war Kimi Räikkönen im 3. Freien Training, glaube ich. Nur diesen einen Fall."

Der Schritt wurde nötig, nachdem es rund um Fernando Alonso beim Türkei-GP Diskussionen gab. Alonso leistete sich eben jenes Vergehen, unter Doppel-Gelb nicht genug Tempo rausgenommen zu haben. Eine Strafe gab es dafür jedoch nicht. Die Rennleitung rund um Michael Masi sah sich deshalb für den US-GP in Austin gezwungen, nachzubessern.

In Texas befand sich in den Notizen des Renndirektors erstmals ein Passus, der besagt, dass "jeder Fahrer, der einen doppelt geschwenkten gelben Marshal-Posten durchfährt, die Geschwindigkeit deutlich reduzieren und darauf vorbereitet sein muss, die Richtung zu ändern oder anzuhalten."

F1-Teams begrüßen neue Regeln für Doppel-Gelb

"Damit die Stewards davon überzeugt sind, dass ein solcher Fahrer diese Anforderungen erfüllt hat, muss klar sein, dass er nicht versucht hat, eine aussagekräftige Rundenzeit zu fahren. In der Praxis wird jedem Fahrer, der sich in einem doppelt gelben Sektor befindet, diese Rundenzeit gestrichen."

Leidtragender der neuen Regelung war in Austin neben Kimi Räikkönen allerdings auch Lance Stroll. Der Aston-Martin-Pilot brach eine Q1-Runde nach einem Dreher von Antonio Giovinazzi ab. Später stellte sich heraus, dass die Gelbphase in diesem Streckenabschnitt kurz vor Strolls Durchfahrt wieder aufgehoben wurde. Stroll schied im ersten Qualifying-Abschnitt aus.

Dieser Zwischenfall zeigt, dass das neue System noch Verbesserungspotenzial hat. Dies gilt es, in den kommenden Rennen auszumerzen. Im Übrigen stieß das System nicht nur bei Masi auf Zustimmung: "Alle Fahrer haben es unterstützt, dass es nun so gesehen sehr klar geregelt ist. Wahrscheinlich werden auch die Ingenieure und so weiter nicht mehr versuchen zu diskutieren, was eine aussagekräftige Runde ist und was nicht."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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