Formel-1-Chefs wollen für besseren Rennsport kämpfen

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Formel-1-Chefs wollen für besseren Rennsport kämpfen
Jonathan Noble
Autor: Jonathan Noble , Formula 1 Editor
Übersetzung: Petra Wiesmayer
24.03.2017, 09:13

Ross Brawn erklärt, dass die Chefs der Formel 1 bereit seien, für 2018 um einen besseren Rennsport zu kämpfen, sollten die Regeländerungen in der Saison 2017 nicht das gewünschte Ergebnis bringen.

Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W08
Esteban Ocon, Force India F1
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W08
Max Verstappen, Red Bull Racing RB13; Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W08
Ferrari SF70H: Cockpit-Finne
Fernando Alonso, McLaren
Mercedes AMG F1 W08: T-Flügel
Renault Sport F1 Team: Logo
Ross Brawn, Formel-1-Sportchef, und Sean Bratches, kommerzieller Leiter der Formel 1
Ross Brawn, Formel-1-Sportchef, Liberty Media
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W08
Valtteri Bottas, Mercedes AMG F1 W08
Esteban Ocon, Force India F1

"Wenn wir in diesem Jahr Dinge sehen, von denen wir denken, dass sie den Rennen nicht zuträglich sind, dann werden wir für unsere Sache kämpfen. Und wir werden auf jedem Level kämpfen", sagte Ross Brawn, der Sportchef der Formel 1 vor dem Grand Prix von Australien.

"Sie können sicher sein, dass wir mit den Teams und der FIA zusammenarbeiten, um gute Lösungen zu finden, wenn wir das Gefühl haben, dass die Rennen nicht so gut sind, wie sie sein sollten."

Nach der Einführung der neuen Regeln – breitere Autos mit mehr Abtrieb und breitere Reifen – gibt es Befürchtungen, dass Überholen noch schwieriger wird als bisher und den Rennen somit ein sehr wichtiger Faktor fehlen könnte.

Aerodynamik-Konzept

Brawn glaubt, dass die Formel 1 auf längere Sicht das Aerodynamik-Konzept überdenken muss. Er glaubt, dass es Autos gibt, die sehr viel Abtrieb haben, aber trotzdem näher hintereinander herfahren können.

"Wenn man sich die Aerodynamik-Konfiguration anschaut, die wir haben, haben wir Autos mit sehr komplizierten Chassisstrukturen, die sehr sensible Luftströme um die Strukturen herum schaffen", sagte er. "Das bedeutet, dass sie leiden, sobald sie von einem Auto davor gestört werden."

"Können wir also Regeln entwickeln, bei denen wir immer noch die Aerodynamik nutzen können, um den Speed und das optische Bild der Autos zu bekommen, aber auf eine harmlosere Art, sodass sie näher hintereinander herfahren können, ohne dass das eine Auswirkung hat? Das ist mein Ziel."

"Ich habe gehört, das einige Autos mit guter aerodynamischer Performance recht gut gegeneinander fahren können. Die Sportwagen und IndyCars zum Beispiel leiden nicht so sehr."

"Eine ordentliche Kampagne, eine abgestimmte Kampagne, würde uns in diesem Punkt sicher in die richtige Richtung bringen. Davon bin ich überzeugt."

Sieger aus dem Mittelfeld

Brawn sagte ebenfalls, dass es in der Formel 1 auf längere Sicht mehr Teams geben müsse, die in der Lage sind, um Siege zu kämpfen.

"Wir müssen den Unterschied zwischen der Spitze und dem Ende des Feldes verkleinern, sodass an einem guten Tag und mit einem guten Fahrer Force India oder ein sehr kompetentes, privates, kleineres Team, ein Rennen gewinnen kann. Momentan ist das sehr unwahrscheinlich."

"Wir müssen das Feld ausgleichen und das bedeutet, Wege zu finden, das Potential des Reglements oder die Ressourcen, die den Teams zur Verfügung stehen, zu limitieren."

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Rennserie Formel 1
Urheber Jonathan Noble
Artikelsorte News