Formel-1-Cockpitschutz 2018: Neues Konzept "Shield" präsentiert

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Formel-1-Cockpitschutz 2018: Neues Konzept
Jonathan Noble
Autor: Jonathan Noble
07.04.2017, 13:00

Am Rande des Grand Prix von China wurde den Formel-1-Piloten von der FIA ein neuer Cockpitschutz vorgestellt. Die ersten Reaktionen klingen nicht begeistert.

Sebastian Vettel, Ferrari SF16-H mit Halo-Cockpitschutz
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB12 mit dem Aeroscreen
Aktiver Cockpitschutz von Enrique Scalabroni
Kevin Magnussen, Renault Sport F1 Team RS16, mit Cockpitschutz Halo
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB12 mit dem Aeroscreen
Daniil Kvyat, Scuderia Toro Rosso STR11 mit Halo-Cockpitschutz
Mit Cockpitschutz Halo: Romain Grosjean, Haas F1 Team VF-16; Kimi Räikkönen, Ferrari SF16-H
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB12 mit dem Aeroscreen
Felipe Massa, Williams FW38, mit Cockpitschutz Halo
Kimi Räikkönen, Ferrari SF16-H, mit Cockpitschutz Halo

Für die Formel-1-Saison 2018 hat der Automobil-Weltverband (FIA) die Einführung eines Cockpitschutzes geplant. Welcher das sein wird, ist noch nicht endgültig entschieden. Neben dem bereits umfangreich getesteten Halo, dem nach einem 1. Test am Rande des Grand Prix von Russland 2016 wieder verworfenen Aeroscreen von Red Bull Racing und der Studie eines aktiven Cockpitschutzes von Enrique Scalabroni gibt es nun ein neues Konzept.

Bei der Fahrerbesprechung zum Grand Prix von China in Shanghai wurde den Formel-1-Piloten am Freitag von der FIA das "Shield"-Konzept vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen kanzelähnlichen Cockpitschutz, der sich im Vergleich zu Halo und Aeroscreen deutlich weiter nach vorn erstreckt.

Die ersten Rückmeldungen der Fahrer gab es umgehend. "Ich glaube, die Sicht wird ein großes Problem, vor allem bei Regen", so Haas-Pilot Kevin Magnussen, um anzumerken: "In Brasilien konnten wir im vergangenen Jahr schon ohne Cockpitschutz nichts sehen. Mit einer solchen Lösung wird es sicherlich überhaupt keine Sicht mehr geben."

"Ich weiß nicht so recht. Meiner Meinung nach brauchen wir gar nichts. Ich bin zufrieden mit der Ist-Situation", so Magnussen. Toro-Rosso-Pilot Daniil Kvyat sieht es ähnlich: "Es ist kein Aeroscreen, sondern sogar noch etwas schlimmer, da wir überhaupt nichts mehr sehen können. Ich glaube nicht an das Projekt."

Magnussens Haas-Teamkollege Romain Grosjean drückt sich noch deutlicher aus. "Ich bin gegen Shield, Aeroscreen und Halo. Die Formel 1 ist wieder da, wo sie sein sollte. Die Autos sind wirklich cool und aggressiv. Ich möchte nicht, dass wir das, was wir gerade aufgebaut haben, mit irgendetwas wieder zerstören."

Die Deadline der FIA hinsichtlich eines Cockpitschutzes für die Formel-1-Saison 2018 läuft bereits am 30. April ab. Eine nachträgliche Änderung des Reglements ist allerdings möglich, sofern die Zustimmung aller Teams vorliegt. Unabhängig davon kann die FIA aus Sicherheitsgründen eine Variante durchdrücken. Favorit ist derzeit nach wie vor Halo.

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