Formel-1-Fans jünger und diverser: "Wichtigster Impuls für die Zukunft"

Die globale Formel-1-Fan-Umfrage zeigt, dass die Anhängerschaft jünger und diverser geworden ist - Dieser Trend soll laut F1-CEO Stefano Domenicali forciert werden

Formel-1-Fans jünger und diverser: "Wichtigster Impuls für die Zukunft"

Die jüngste Runde der globalen Formel-1-Fan-Umfrage brachte einige interessante Befunde zum Vorschein - positiv wie negativ. Eine der positiven Erkenntnisse aus der Umfrage ist das Fan-Wachstum in bestimmten Gruppen.

So sank etwa das Durchschnittalter eines Formel-1-Fans von 36 auf 32 Jahre. Der Anteil an weiblichen Fans hat sich seit der letzten Umfrage 2017 fast verdoppelt. Und besonders wichtig in Sachen Wachstum: Auch der Anteil an Fans, die den Sport seit maximal fünf Jahren verfolgen, hat sich erhöht, vor allem in Ländern wie den USA, Mexiko, Indien und China.

Formel-1-CEO Stefano Domenicali bezeichnet dies alles als "ermutigendsten und wichtigsten Impuls, den wir für die Zukunft beibehalten müssen." Und weiter: "Ich denke, dass Vielfalt und ein jüngeres Publikum eine Bereicherung für uns sein werden, da wir so die Aufmerksamkeit von mehr Menschen gewinnen können."

Social-Media-Offensive der Formel 1 zahlt sich aus

In diesem Sinne hat die große Social-Media-Offensive, die die Formel 1 nach der Übernahme durch Liberty Media im Jahr 2017 gestartet hat, gefruchtet. Dass man sich derart mit den Fans vernetzt, sie gezielt anspricht, auch Video-Material öffentlich postet, wie das aktuell der Fall ist, wäre unter der Regentschaft Bernie Ecclestones nur schwer vorstellbar gewesen.

"Sicherlich hatte [auch die Netflix-Doku] 'Drive to Survive' einen großen Einfluss, vor allem auf diejenigen, die nicht so begeisterte Fans der Formel 1 waren", so Domenicali. Gleichzeitig kündigt der Italiener eine weitere Forcierung dieser Strategie an: "Das ist wirklich etwas, das wir in dieser Hinsicht noch stärker vorantreiben werden."

Die jüngsten Veränderungen in der Anhängerschaft zwingt die Formel-1-Chefs und -Veranstalter auch zu einem Umdenken in Sachen Eventprogramm. "Natürlich ist es eine Frage des Preises, aber es geht darum, was wir den Leuten, die hierher kommen, anbieten können", meint Domenicali.

Domenicali hofft daher auch auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie, "damit wir auch wirklich die Action auf der Strecke wieder live erleben können." Und damit auch die gewonnen, jüngeren und diverseren Fan-Gruppen noch zahlreicher den Weg zu den Rennplätzen finden.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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