Formel-1-Hersteller warnen vor zusätzlichem Motorenformat

Bernie Ecclestone und der Automobil-Weltverband (FIA) wünschen sich ein zweites Motorenformat in der Formel 1, doch die Hersteller sprechen sich dagegen aus.

Kein Wunder: Zur Formel-1-Saison 2014 haben sie teure 1,6-Liter-Turbomotoren mit Hybridtechnologie entwickelt.

Nun soll zusätzlich ein 2,2-Liter-Turbomotor von einem unabhängigen Hersteller dazukommen – ohne Hybrid, dafür mit mehr Leistung und vor allem geringeren Einsatzkosten.

Mercedes-Sportchef Toto Wolff wirkt nicht überzeugt. Er sagt im Gespräch mit Motorsport.com: „Der Hybrid ist wichtig, denn das ist relevant für den Straßenverkehr.“

„Wir glauben nicht, dass die Philosophie ‚zurück in die Zukunft‘ jetzt das richtige ist“, meint Wolff in Anspielung auf das neue, vereinfachte Motorenformat.

Wie sollen die Motorenformate balanciert werden?

McLaren-Rennleiter Eric Boullier wirft zudem die Frage auf, wie die Verantwortlichen eine Balance zwischen den unterschiedlichen Antriebssträngen schaffen wollen.

„Ich glaube, das wird ziemlich schwierig“, sagt er. „Es wäre wahrscheinlich besser, Renault und Honda beim Aufholen zu unterstützen statt gleich eine neue Baustelle aufzumachen.“

Man befinde sich zwar noch in einem sehr frühen Stadium, um eine abschließende Betrachtung anzustellen, doch Boullier spricht bereits von einem „Albtraum“, die beiden Motorenformate anzugleichen.

„Es wäre auch nicht notwendigerweise fair, einen günstigeren Motor zu haben, der zudem eine bessere Leistung erbringt als ein Topmotor.“

Ecclestone und der Automobil-Weltverband wollen den Rennställen aber unbedingt eine Alternative zu den bereits engagierten Herstellern bieten, um die Abhängigkeit der Teams von den Großkonzernen zu vermindern.

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