Formel 1 in Sepang: Doppelsieg von Red Bull Racing nach Dramen um Hamilton und Rosberg

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Formel 1 in Sepang: Doppelsieg von Red Bull Racing nach Dramen um Hamilton und Rosberg
Petra Wiesmayer
Autor: Petra Wiesmayer
02.10.2016, 08:45

Red-Bull-Racing-Pilot Daniel Ricciardo trug sich beim Grand Prix von Malaysia als zweiter Nicht-Mercedes-Pilot in die Siegerliste 2016 ein. Ausfälle von Lewis Hamilton und Sebastian Vettel.

Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, W07 Hybrid
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, W07 Hybrid
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, W07 Hybrid
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, W07 Hybrid, Motorschaden
Sebastian Vettel, Ferrari, SF16-H, und Nico Rosberg, Mercedes AMG F1, W07 Hybrid, mit einer Kollision nach dem Start
Sebastian Vettel, Ferrari, SF16-H, Nico Rosberg, Mercedes AMG F1, W07 Hybrid, und Max Verstappen, Re
Max Verstappen, Red Bull Racing, RB12
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing, RB12
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, W07 Hybrid, vor Nico Rosberg, Mercedes AMG F1, W07 Hybrid, und Seba
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, W07 Hybrid, vor Nico Rosberg, Mercedes AMG F1, W07 Hybrid, und Seba
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing, RB12, vor Max Verstappen, Red Bull Racing, RB12
Nico Rosberg, Mercedes AMG F1, W07 Hybrid, nach der Kollision

Bei 33 Grad Luft- und 53 Grad Streckentemperatur überquerte Daniel Ricciardo in Malaysia nach 1:37:12,776 Stunden als Erster die Ziellinie. Zweiter wurde Max Verstappen mit einem Rückstand von 2,443 Sekunden auf seinen Teamkollegen. Für Red Bull Racing bedeutete das den ersten Doppelsieg seit Brasilien 2013 und den ersten für den Australier seit Belgien 2014.

Als Dritter kam Nico Rosberg ins Ziel, obwohl er nach einem Startunfall mit Sebastian Vettel auf Platz 17 zurückgefallen war. Der Deutsche wühlte sich mit dem Messer zwischen den Zähnen aber wieder bis auf Platz 4 nach vorne.

In Runde 38 presste er sich mit aller Gewalt am Ferrari von Kimi Räikkönen vorbei, inklusive einer kleinen Berührung am Kurvenausgang. Und wegen dieser Berührung brummten ihm die Stewards eine 10-Sekunden-Strafe auf. Den 3. Platz konnte er aber behalten, da sein Vorsprung auf den Finnen am Ende mehr als 13 Sekunden betrug.

Durch den 3. Platz baute Rosberg seine Führung in der WM auf 23 Punkte auf Lewis Hamilton aus.

Der sah schon aus wie der sichere Sieger. Dann stand in Runde 41 plötzlich der Motor seines Mercedes in Flammen und Hamiltons Rennen war gelaufen. Mercedes erklärte, der Schaden sei aufgrund eines "unerwarteten mechanischen Defekt des Verbrennungsmotors" aufgetreten. "Es hat keinerlei vorherige Warnsignale gegeben."

Für Sebastian Vettel war das Rennen nach einem Crash mit Nico Rosberg schon in der erste Kurve gelaufen. Der Ferrari-Pilot drängte sich mit Gewalt innen an Max Verstappen vorbei, in der Kurve traf er dann aber Nico Rosberg und drehte ihn um. Die Folge: Eine kaputte linke Vorderradaufhängung am Ferrari, und das Aus für Vettel und Platz 17 für Nico Rosberg, der dem Feld hinterherhetzen musste. Gegen Vettel gibt es wegen des Zwischenfalls nach dem Rennen eine Untersuchung.

"Im Endeffekt bin ich dem Nico reingenfahren und der kann sagen, dass er keine Schuld hatte. Hatte er auch nicht", gab Vettel zu und suchte nach Erklärungen. "Mir ist der Windschatten ein wenig ausgegangen", sagt der Ferrari-Pilot. "Ich habe versucht, mich wieder einzuordnen, und habe mich an Max vorbeigebremst. Wir waren beide spät, aber nicht zu spät, auf der Bremse. In dem Moment habe ich mich voll und ganz auf Max konzentriert."

"Natürlich hat Nico vorne seine Linie ganz normal gewählt, was sein Recht ist. Leider war er doch früher auf der Bremse als wir dahinter. Es ist blöd, dass ich den Unfall nicht vermeiden konnte. Es ist bitter für Nico, weil er gar nichts dafür konnte - und für uns, weil wir nicht weitermachen konnten. Nico kann sagen, dass er unschuldig ist, und das ist er auch. In gewisser Weise war es eine Kettenreaktion."

Sein Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen wurde Vierter, Valtteri Bottas kam auf Platz 5 ins Ziel, Sergio Perez auf Rang 6. Fernando Alonso war nach seiner Startplatzstrafe von 45 Rängen als Letzter ins Rennen gegangen und brachte seinen McLaren auf Platz 7 ins Ziel.

Nico Hülkenberg wurde Achter vor Jenson Button. Der McLaren-Pilot beendete seinen 300. Formel-1-Grand-Prix auf Platz 9. Jolyon Palmer, der sich bereits in der Aufwärmrunde über Leistungsverlust an seinem Renault beschwert hatte komplettierte die Top 10. Pascal Wehrlein wurde 15.

Zu den zahlreichen Ausfällen zählte Romain Grosjean, der in Runde 9 der Auslöser für die zweite virtuelle Safety-Car-Phase sorgte. Der Franzose strandete im Kiesbett, nachdem an seinem Haas eine Bremse gebrochen war. Nachdem auch Esteban Gutierrez in Runde 42 aufgeben musste, kam zum ersten Mal kein Haas-Auto ins Ziel.

Zum Rennergebnis geht es hier.

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