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Zwei Siege für Mercedes - aber Ferrari lauert: In Suzuka entscheidet sich, ob die Dominanz hält oder die Konkurrenz zurückschlägt

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Wer behält in Suzuka im Mercedes-Duell die Oberhand?

Foto: Sutton Images

Die Formel 1 schließt an diesem Wochenende den ersten Teil der Saison 2026 ab. Mit dem Großen Preis von Japan steht der dritte Lauf der Weltmeisterschaft auf dem Programm. Nach den Rennen in Australien und China, die beide von Mercedes gewonnen wurden, scheint das Team mit den Sternen den jüngsten Reglement-Wechsel am besten verkraftet zu haben.

Ob diese Überlegenheit in Suzuka anhält, bleibt abzuwarten. Das Fahrerlager ist nach den ersten zwei Runden voller Diskussionsstoff, zumal Japan das letzte Rennen vor dem Grand Prix in Miami im Mai sein wird. Die ursprünglich geplanten Läufe in Saudi-Arabien und Bahrain wurden aufgrund des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten abgesagt. Hier sind fünf Dinge, auf die man in Suzuka achten sollte.

Wird Antonelli zur echten Gefahr für Russell?

Nach den starken Testfahrten galt George Russell sofort als Favorit auf den Titel 2026. Der 28-Jährige bestreitet seine achte Saison und verfügt über enorme Erfahrung. Sein größter Rivale im Falle einer Mercedes-Dominanz ist sein Teamkollege, der Teenager Kimi Antonelli, der sich in seinem zweiten Formel-1-Jahr befindet.

In Melbourne wurde Russell seiner Favoritenrolle gerecht und siegte von der Poleposition aus. In Shanghai wendete sich jedoch das Blatt: Antonelli feierte seinen ersten Sieg und beeindruckte durch eine abgeklärte Führung von der Spitze aus.

Die Frage in Suzuka wird sein, ob der Italiener diese Konstanz halten kann. Russell hat im Vorjahr bewiesen, dass er bereit für den Titel ist. Nun muss sich zeigen, ob Antonelli die Unbeständigkeit seiner Rookie-Saison abgelegt hat oder ob Russell das teaminterne Duell wieder an sich reißt.

Wie stark kann Ferrari Mercedes fordern?

Trotz zweier Doppelsiege für Mercedes war Ferrari bisher in Schlagdistanz. In Australien übernahm Charles Leclerc am Start die Führung, bevor eine verpasste Boxenstop-Gelegenheit unter dem virtuellen Safety-Car die Scuderia auf die Plätze drei und vier zurückwarf. In China zeigte Lewis Hamilton eine ähnliche Anfangsphase, fiel dann aber zurück.

Die flüssigen, mittelschnellen bis schnellen Kurven in Suzuka könnten dem SF-26 entgegenkommen, der bisher durch hohe Kurvengeschwindigkeiten überzeugt hat. Möglicherweise erleben wir erstmals einen echten Kampf mehrerer Teams um die Poleposition.

Da die neuen, wendigeren Autos mehr Überholmanöver ermöglichen, wird die Verteidigung der Position im Rennen entscheidend sein. Besonders die Effizienz des Mercedes-Antriebs bei der Energierückgewinnung könnte in Suzuka ein entscheidender Vorteil gegenüber Ferrari sein.

Aller guten Dinge drei für Oscar Piastri?

Für den amtierenden Konstrukteursweltmeister McLaren verlief der Saisonstart enttäuschend. Das Team aus Woking belegt mit nur 18 Punkten den dritten Rang in der Tabelle und liegt bereits 80 Punkte hinter Mercedes zurück. Besonders bitter verlief der Start für Oscar Piastri: In Melbourne schied er bereits in der Aufwärmrunde durch einen Unfall aus, in China verhinderte ein Defekt am MCL40 den Start komplett.

Oscar Piastri

Oscar Piastri ist 2026 im Rennen noch keinen Meter gefahren

Foto: Sutton Images

In Suzuka hofft Piastri nun auf seinen ersten Grand-Prix-Start des Jahres. Das Mindestziel für McLaren wird es sein, Lando Norris und Piastri im Bereich um Platz fünf zu etablieren. Für Piastri geht es nach einer langen Durstrecke vor allem darum, den Anschluss an seinen Teamkollegen wiederzufinden und zu zeigen, dass er die Form aus seinem Titeljahr 2025 nicht verloren hat.

Halten die Probleme bei Red Bull und Max Verstappen an?

"Das ganze Wochenende waren wir daneben", sagte Max Verstappen nach einem desaströsen Wochenende in Shanghai. "Das Auto ist völlig unfahrbar. Ich kann nicht einmal einen Referenzpunkt setzen. Jede Runde ist wie ein Überlebenskampf."

Nach einem passablen Saisonstart erlebte Red Bull in China einen herben Rückschlag. Isack Hadjar rettete am Sonntag lediglich vier Punkte, während Verstappen mit Leistungsverlust ausschied. Toto Wolff bezeichnete die aktuelle Situation von Verstappen bereits als "Horrorshow".

Ein zentrales Problem bleibt das Startprozedere unter dem Reglement von 2026. Ohne die MGU-H müssen die Fahrer die Motoren zehn Sekunden lang hochdrehen, um den Turbo auf Touren zu bringen. Beide Red-Bull-Piloten klagten bisher über mangelnde Batterieleistung beim Erlöschen der Ampeln, was Verstappen allein in dieser Saison bereits sechs Positionen in der ersten Runde kostete.

Wie verkraftet Audi den Abschied von Jonathan Wheatley?

Bei Audi herrschte eigentlich Aufbruchstimmung. Das Team zeigte sich beim Debüt konkurrenzfähig und punktete mit Gabriel Bortoleto in Melbourne. Auch in China war das Tempo vorhanden, selbst wenn keine Punkte heraussprangen. Doch nun folgt eine personelle Zäsur: Teamchef Jonathan Wheatley hat seinen Rücktritt erklärt, Mattia Binotto übernimmt die Rolle.

Wheatley galt als Architekt des operativen Aufstiegs, der das Team von nur vier Punkten im Jahr 2024 auf 70 Punkte im Jahr 2025 führte. Sein plötzlicher Abgang reißt eine Lücke in die gerade erst stabilisierte Führungsstruktur. In Suzuka wird sich zeigen, wie das Team diesen Schock verdaut und ob Binotto den Aufwärtstrend des deutschen Herstellers ohne Zeitverlust fortsetzen kann.

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