GP Japan 2018: Hamilton zum Auftakt in Suzuka Schnellster

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GP Japan 2018: Hamilton zum Auftakt in Suzuka Schnellster
Autor: Christian Nimmervoll
05.10.2018, 02:31

Lewis Hamilton erwischt in Suzuka einen Auftakt nach Maß und sichert sich überlegen die Bestzeit, während Sebastian Vettel nicht überzeugt

Lewis Hamilton (Mercedes) hat sich im ersten Freien Training zum Grand Prix von Japan in Suzuka die Bestzeit gesichert. Der WM-Leader erwischte einen starken Start ins 17. Wochenende der Formel-1-Saison 2018 und fuhr eine Bestzeit von 1:28.691 Minuten. Damit distanzierte er seinen Teamkollegen Valtteri Bottas um 0,446 Sekunden auf Platz zwei.

Ergebnis: GP Japan, 1. Training

Sebastian Vettel (Ferrari) wurde Fünfter. Sein Rückstand betrug fast eine Sekunde. Noch dazu auf den weicheren Reifen als Hamilton. Vettel fuhr seine Bestzeit auf Supersoft, der weichsten Mischung aus dem Pirelli-Sortiment. Hamilton seine auf Soft, der mittleren. Aber selbst auf dem härtesten Medium-Reifen war Hamilton um mehr als eine halbe Sekunde schneller als Vettel auf Supersoft.

Mercedes switchte während FT1 die Strategien: Erst fuhr Bottas auf Soft und Hamilton auf Medium, für den zweiten schnellen Run wurde das genau umgedreht. Hamilton war - unabhängig von der Reifenmischung - in beiden Versuchen schneller.

Sebastian Vettel, Ferrari SF71H

Sebastian Vettel, Ferrari SF71H

Foto: Manuel Goria / Sutton Images

Hamilton war jedoch auch in die haarigste Szene der Session involviert, als er mit voller Geschwindigkeit durch 130R kam, beim Anbremsen der Schikane aber plötzlich Pierre Gasly im Toro Rosso im Bummeltempo auf der Ideallinie fuhr. Der Mercedes-Pilot musste mit einer geistesgegenwärtigen Reaktion ausweichen, fuhr durch den Notausgang und konnte so einen Crash verhindern.

Hamilton zeigte Gasly anschließend ein eindeutiges Handzeichen - und wird froh darüber sein, dass der Zwischenfall nach der Session von den FIA-Rennkommissaren untersucht wird. Gasly flog später ab, kam jedoch bei seinem Ausritt in die Botanik ohne Schaden davon. Er wurde mit 2,382 Sekunden Rückstand Elfter.

 

Einen weiteren Abflug gab's bei Fernando Alonso (McLaren) zu beobachten, der gegen Ende der Session relativ ruppig durch ein Kiesbett fuhr, die Session aber aus eigener Kraft fortsetzen konnte. Und auch Daniel Ricciardo (Red Bull) wurde in der Spoon-Kurve einmal neben der Strecke gesehen. Folgenschwer war aber keine dieser Situationen.

Red Bull startete stark in die Session und setzte zunächst die Bestzeiten. Am Ende wurde Ricciardo (+0,682) Dritter und Max Verstappen (+1,150) Sechster. Mit 0,750 Sekunden Vorsprung auf Esteban Ocon (Force India), der "Best oft he Rest" war. Vor Romain Grosjean (Haas/+2,123), Charles Leclerc (+2,238) und Marcus Ericsson (beide Sauber/+2,382). Grosjean meldete gegen Ende der Session ein "merkwürdiges" Bremsverhalten. Mit Verdacht auf ERS-Unregelmäßigkeiten.

Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB14

Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB14

Foto: Jerry Andre / Sutton Images

"Lewis' Bestzeit mit diesen Reifen war schon beeindruckend", sagt Red-Bull-Teamchef Christian Horner. "Wir konzentrieren uns schon darauf, was wir für 2019 lernen können. In der Konstrukteurs-WM sind wir im Niemandsland. Also nutzen wir jede Gelegenheit, Teile zu testen."

Renault und McLaren konnten nicht mit Top-10-Zeiten brillieren, waren aber froh, dass sie im Training überhaupt dabei waren. Wegen Verzögerungen beim Zoll trafen Benzin und Motoröl erst am Freitagmorgen ein. Beide Teams mussten gegen die FIA-"Sperrstunde" verstoßen, waren aber rechtzeitig einsatzbereit.

Nico Hülkenberg (+2,727) belegte im ersten Training den 15. Platz. Alonso wurde 18., war aber um 0,649 Sekunden schneller als McLaren-Junior Lando Norris. Der nahm heute Morgen den Platz von Stoffel Vandoorne ein und wurde 20. und Letzter. So landeten die Williams- und McLaren-Fahrer einmal mehr auf vier der letzten fünf Positionen.

 

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