Größerer Kalender? Liberty will erst bestehende Rennen stärken

Liberty Media schließt eine Vergrößerung des Formel-1-Kalenders weiterhin nicht aus, betont aber auch, zunächst einmal die bestehenden Rennen stärken zu wollen.

Die Formel-1-Saison 2018 wird 21 Rennen umfassen - mehr Grands Prix in einem Jahr gab es noch nie. Doch ist das Ende der Fahnenstange damit erreicht? Der neue Formel-1-Besitzer Liberty Media liebäugelte in der Vergangenheit mehrfach damit, den Kalender noch weiter aufzublasen - sehr zum Leidwesen vieler Betroffener. Red-Bull-Teamchef Christian Horner warnte jüngst erst wieder davor, die Fans der Königsklasse mit zu vielen Rennen zu übersättigen.

Im Gespräch mit 'Sky Sports F1' erklärt Formel-1-Boss Chase Carey nun, dass man den Kalender nicht auf Teufel komm raus vergrößern werde. Zunächst einmal habe es "Priorität", die vorhandenen Rennen zu stärken. "Wir sind stolz auf die Rennen. Aber ich denke, dass wir noch mehr machen können", erklärt Carey, der ein "größeres Spektakel" rund um die Rennen selbst möchte.

"Die Leute sind nicht nur für zwei Stunden hier - sondern für drei Tage", erklärt er. Das Formel-1-Live-Event in London in diesem Jahr ist ein gutes Beispiel dafür, was Liberty in Zukunft planen könnte. Eine weitere Veranstaltung aus dieser Kategorie soll es im kommenden Jahr in Marseille geben. Der Große Preis von Frankreich kehrt 2018 nach einer einer neunjährigen Pause in den Kalender zurück.

Trotzdem schließt Carey nicht aus, dass in Zukunft auch das ein oder andere neue Rennen hinzukommen könnte. Er verrät, dass es aktuell Interesse von vielen Strecken auf der ganzen Welt gibt. Marketingchef Sean Bratches bestätigte im September bereits, dass es zuletzt rund 40 Interessensbekundungen von potenziellen Austragungsorten gegeben gegeben habe.

Als Beispiel nennt Carey in diesem Zusammenhang erneut die USA, wo man neben dem Rennen in Austin gerne noch einen weiteren Grand Prix etablieren würde. Ein Straßenrennen in Miami scheint hier zum Beispiel eine Möglichkeit zu sein. Allerdings betont Carey, dass neue Rennen im Kalender nicht zwangsläufig Straßenkurse sein müssten. Die Formel 1 werde auch weiterhin auf einen "Mix aus Straßen- und Rundkursen" setzen.

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