Formel-1-Kommission: Kein Durchbruch bei Änderungen an Motorenregeln
Die Sitzung der Formel-1-Kommission brachte keine Einigung über Änderungen an den Powerunits - Dafür wurde ein zusätzlicher Tag bei den Wintertests beschlossen
Es ist weiterhin nicht sicher, wie genau das Motorenreglement 2027 aussehen wird
Foto: Getty Getty
Die Sitzung der Formel-1-Kommission am Dienstag hat noch keinen Konsens über die vorgeschlagene 60:40-Aufteilung beim Antrieb für die nächste Saison gebracht. Der Plan ist es, den Verbrennungsmotor wieder etwas stärker in den Vordergrund zu rücken.
Vor dem Großen Preis von Kanada hatte die FIA eine "grundsätzliche Einigung" bezüglich der Motorenänderungen für 2027 verkündet, doch in Montreal wurde deutlich, dass die konkrete Umsetzung hinter den Kulissen politisch komplex ist.
Auf der Chassisseite signalisierten mehrere Teamchefs, dass mögliche Bedenken adressiert werden können - etwa für Teams, die ihr Chassis ins nächste Jahr übernehmen möchten.
Es gibt in diesem Zusammenhang ausreichend Unterstützung dafür, einige Grands Prix um wenige Runden zu verkürzen und gleichzeitig die Anzahl der Runden in die Startaufstellung vor Rennbeginn auf eine pro Fahrer zu begrenzen.
Auf der Seite der Powerunits ist die Lage jedoch deutlich komplizierter. Änderungen am Kraftstoffdurchfluss werfen zunächst die Frage auf, wie der genaue Weg aussehen würde - mit mehreren technischen Optionen.
Zweitens könnten zusätzliche Hardware-Anpassungen erforderlich sein, wobei Honda darauf hinweist, dass einige dieser Änderungen die Zuverlässigkeit betreffen würden.
Das Thema bleibt für mehrere Motorenhersteller aus unterschiedlichen Gründen sensibel.
Ferrari konzentriert sich bereits seit mehreren Wochen hinter den Kulissen stark auf ADUO, während Audi und Honda sich vor allem um die zusätzlichen Investitionen sorgen, die mögliche Anpassungen erfordern würden.
Änderungen benötigen eine Supermehrheit unter den Motorenherstellern. Vier der sechs Hersteller müssen also zustimmen, wobei auch General Motors über Stimmrechte verfügt. Es ist anzunehmen, dass sich der US-Konzern an seinem aktuellen Motorenpartner Ferrari orientieren würde.
Mehrere Beteiligte betonten in Kanada, dass sie so schnell wie möglich Klarheit über mögliche Motorenänderungen wünschen, doch vor dem Großen Preis von Monaco ist noch kein Durchbruch erzielt worden, was die politische Komplexität des Plans zeigt, den mehrere Fahrer öffentlich unterstützt haben, darunter Max Verstappen.
Zusätzlicher Wintertesttag und TPC-Änderungen beschlossen
Die Sitzung der Formel-1-Kommission am Dienstag brachte nur eine Handvoll kleinerer Änderungen hervor, darunter geringfügige Anpassungen an aerodynamischen und Karosseriekomponenten.
Darüber hinaus wurde der Vorschlag angenommen, die Wintertests für die kommende Saison um einen Tag von drei auf vier zu verlängern. Der Austragungsort steht noch nicht fest. Bahrain gilt auf Basis der vergangenen Jahre als wahrscheinlichster Kandidat, auch wenn dies von den Entwicklungen im Nahen Osten abhängen wird.
In diesem Jahr absolvierte die Formel 1 sechs offizielle Wintertesttage in Bahrain, zusätzlich zu einer früheren Shakedown-Woche in Barcelona. Dieses umfangreiche Programm war eine einmalige Maßnahme aufgrund der großen Reglementänderungen.
Abschließend verabschiedete die Kommission Änderungen an den Regeln für das "Testing of Previous Cars" (TPC). Diese stehen im Zusammenhang mit Bedenken, dass einige Teams TPC-Tests nicht nur nutzen könnten, um Nachwuchsfahrern zusätzliche Kilometer zu ermöglichen, sondern auch, um Erkenntnisse zu gewinnen, die künftig von Vorteil sein könnten.
Daher wurde beschlossen, TPC-Tests auf Strecken einzuschränken, die in naher Zukunft einen Grand Prix austragen werden, um sicherzustellen, dass solche Tests nicht für andere Zwecke als zusätzliche Streckenzeit für Nachwuchsfahrer genutzt werden.
Diese Story teilen oder speichern
Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!
Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.