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Formel-1-Leserumfrage: Unverständnis über Racing-Point-Urteil

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Formel-1-Leserumfrage: Unverständnis über Racing-Point-Urteil
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Eine Umfrage unter unseren Lesern hat ergeben: Die Mehrheit empfindet das Urteil im Fall Racing Point als "zu schwach" beziehungsweise versteht das Urteil nicht

15 Punkte weg, 400.000 Euro Strafe und ein paar Verwarnungen: Das sind die Strafen, die die FIA-Sportkommissare im "Copygate"-Fall gegen Racing Point verhängt haben. Und wir haben unsere Leser gefragt, wie sie zu diesem Urteil stehen. Die Verteilung der insgesamt 4.438 abgegebenen Stimmen auf die vier Antwortmöglichkeiten spricht Bände.

Demnach empfinden lediglich 13 Prozent der Leser das Strafmaß als "angemessen". Weitere 18 Prozent nehmen die genaue Gegenposition ein und bewerten es als "zu hart".

Deutlich mehr Leser halten das Urteil der FIA-Sportkommissare allerdings für "zu schwach", nämlich 34 Prozent. Und die mit 35 Prozent größte Gruppierung vertritt den Standpunkt: "Ich verstehe das Urteil nicht".

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Lance Stroll, Racing Point RP20

Lance Stroll, Racing Point RP20
1/5

Foto: Charles Coates / Motorsport Images

Nico Hulkenberg, Racing Point RP20

Nico Hulkenberg, Racing Point RP20
2/5

Foto: Charles Coates / Motorsport Images

Nico Hulkenberg, Racing Point RP20

Nico Hulkenberg, Racing Point RP20
3/5

Foto: Steven Tee / Motorsport Images

Lance Stroll, Racing Point RP20

Lance Stroll, Racing Point RP20
4/5

Foto: Charles Coates / Motorsport Images

Nico Hulkenberg, Racing Point RP20

Nico Hulkenberg, Racing Point RP20
5/5

Foto: Steven Tee / Motorsport Images

Details zur Urteilsbegründung

Letzteres ist vermutlich auf die Urteilsbegründung zurückzuführen. Denn die Sportkommissare haben einen Verstoß gegen das Sportliche Reglement festgestellt, nicht aber gegen das Technische Reglement. Das dürfte manche Beobachter überrascht haben, wo der Renault-Protest doch gegen die Bremsschächte am Racing Point RP20 gerichtet war.

Gegenstand der FIA-Untersuchung war jedoch der Designprozess dieser Bremsschächte. Und dabei befanden die Sportkommissare: Die Hauptarbeit am Design der Bremsschächte an der Hinterachse des RP20 habe nicht Racing Point, sondern Mercedes verrichtet, weil Racing Point Mercedes-Daten verwendet habe. Und das verstoße 2020 in dieser Form gegen das Sportliche Reglement der Formel 1.

Weitere Details gehen aus der insgesamt 14-seitigen Urteilsbegründung hervor. Hintergründe zur FIA-Entscheidung in diesem Fall gibt ferner Nikolas Tombazis in einem Interview.

Der Fall Racing Point könnte allerdings noch einmal neu aufgerollt werden: Mehrere Teams haben bereits angekündigt, Berufung gegen das Urteil einlegen zu wollen. Sollte diese Absicht bestätigt werden, wird das FIA-Berufungsgericht aktiv und bewertet den kompletten Fall noch einmal neu.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Urheber Stefan Ehlen