Formel 1 macht auf Party: DJs sollen jetzt überall kommen

Formel-1-CEO Stefano Domenicali will die Club-Atmosphäre bei den Rennen mit mehr Musik und Party-Elementen weiter stärken, weil "das die Menschen sehen wollen"

Formel 1 macht auf Party: DJs sollen jetzt überall kommen

Obwohl die Idee von DJs an Rennwochenenden nicht neu ist, haben die jüngsten Veranstaltungen gezeigt, dass Musik eine zentrale Rolle dabei spielen kann, die Fans zu begeistern. Formel-1-CEO Stefano Domenicali will diesen Ansatz ausbauen.

"Ich denke, wir sind sehr gut darin, auf der Strecke eine großartige Show abzuliefern", sagt er gegenüber 'Motorsport.com'. "Aber wir müssen jetzt auch dafür sorgen, dass die Menschen nach der Pandemie wieder zusammenfinden und das Leben genießen können. Deshalb haben wir den Ansatz geändert."

Man integriere jetzt mehr Musik und Show auch abseits des eigentlichen Renngeschehens in das Programm, denn "das ist, was die Menschen sehen wollen", glaubt Domenicali. "Und wir sehen auch die positive Reaktion der Fans, die diese Herangehensweise verstehen, die nicht gefälscht sein muss, sondern total echt ist."

Formel-1-CEO zieht begeistertes Fazit von Sao Paulo

Domenicali lobte in dem Zusammenhang auch den neuen Promoter von Interlagos, den ehemaligen Olympioniken Alan Adler, der eine gute Show geboten habe. Pläne, die Formel 1 an einen neuen Austragungsort in Rio zu verlegen, wurden verworfen. Das Rennen soll an seinem traditionellen Austragungsort verbleiben.

"Ich denke, dass wir haben die richtige Richtung eingeschlagen, indem wir das Rennen hierher zurückgebracht haben. Wenn man die Energie sieht, ist das erstaunlich. Insofern haben wir die richtige Entscheidung getroffen, hier in Sao Paulo zu bleiben."

"Wir haben einen neuen Promoter, der sich sehr bemüht hat. Und wir arbeiten bereits daran, dass wir nächstes Jahr noch mehr Tribünen haben werden, damit noch mehr Leute kommen können, denn wir haben das Maximum erreicht. Es war wirklich gut."

Domenicali: Titelduell "bis zum letzten Rennen offen"

Domenicali räumt ein, dass die verbleibenden drei Rennen im Nahen Osten, angefangen mit der Premiere in Katar wahrscheinlich nicht den gleichen Zuschauerandrang haben werden: "Ja, die Atmosphäre wird mit Sicherheit anders sein. Aber ich denke, dass es sportlich spannend sein wird, weil dort noch nie ein Rennen gefahren wurde."

"Es gibt also viele neue Dinge, die entdeckt werden müssen. Der Kampf wird immer noch sehr, sehr, sehr heiß sein", spricht der Formel-1-CEO das Titelduell zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton an. "Für die Meisterschaft ist das Ergebnis von Sao Paulo beeindruckend. Es ist das, was sich jeder erhofft hat."

"Das wird die Tür bis zum letzten Rennen offen halten, es sei denn, es gibt einen Ausfall oder Ähnliches. Das ist also wirklich großartig. Es wird eine Menge Spannung geben." Vor der letzten drei Saisonrennen liegt Verstappen 14 Punkte vor Hamilton.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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