Registrieren

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Motorsport Prime

Premium-Inhalte entdecken
Registrieren

Edition

Deutschland
Trainingsbericht

Formel 1 Monza 2019: Ferrari und Mercedes Kopf an Kopf

Charles Leclerc fährt Freitagsbestzeit beim Grand Prix von Italien, doch Lewis Hamilton, Max Verstappen & Co. sind dem Spa-Sieger dicht auf den Fersen

Das ist ganz nach dem Geschmack der Tifosi: Spa-Sieger Charles Leclerc (Ferrari) hat sich beim Grand Prix von Italien in Monza die Freitagsbestzeit gesichert. Nachdem er sich schon in FT1 an die Spitze des Klassements gesetzt hatte, schaffte er dies auch in FT2, und zwar mit einer Bestzeit von 1:20.978 Minuten. Damit verwies er Lewis Hamilton (Mercedes) hauchdünn auf Platz zwei.

Zum kompletten Ergebnis des zweiten Trainings!

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hatte aber schon nach FT1 den Verdacht geäußert, dass man die heutigen Trainingszeiten besser ignorieren sollte: "Niemand gibt wirklich Gas. Die Ferraris fahren mit einem Formel-3-Motor durch die Gegend", sagte er zu Mittag im Interview mit dem 'ORF'.

Tatsächlich war der Vorsprung der Scuderia bei ihrem Heimspiel zumindest mal am Freitag nicht so groß wie zuletzt in Spa-Francorchamps. Die Top 5 (zwei Ferraris, zwei Mercedes, Max Verstappen) lagen am Ende innerhalb von 0,4 Sekunden. Und bei den Longrun-Tests am Ende der Session lagen die drei Topteams ebenfalls Kopf an Kopf, im hohen 1:24er- und niedrigen 1:25er-Bereich.

Mercedes hofft auf Schadensbegrenzung

"Wir wissen, dass diese zwei Strecken (Spa und Monza; Anm. d. Red.) für unser Aero- und Motorenkonzept nicht so günstig sind. Wir hoffen, dass wir hier Schadensbegrenzung machen können. Die nächsten Rennen sind dann wieder unsere", analysiert Wolff den Auftakt in Monza.

Übrigens lagen nur die drei Topteams innerhalb von einer Sekunde. Nummer 6 im Bunde war Alexander Albon. Der Red-Bull-Pilot verlor gut zwei Zehntelsekunden auf Verstappen. Verstappen allerdings arbeitet nicht auf das Qualifying hin, weil er wegen einer Grid-Strafe sowieso von ganz hinten starten wird - mit dem brandneuen Honda-Motor.

 

"Die Spec-4-Version liefert das, was versprochen wurde", freut sich Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko. "Von der Abstimmung und den Flügeln, die wir gefahren sind, schaut es ganz gut aus. Für Monza-Verhältnisse sind wir zufrieden." Wie groß der Fortschritt auf Honda-Seite sei, möchte er nicht beziffern. Nur so viel: Er sei "spürbar".

Markos Hoffnung: Wenn es am Sonntag wie vorhergesagt regnet, kann Verstappen aus der Boxengasse starten und auf ein Regen-Set-up umbauen. Dann sei alles möglich: "Ferrari wird im Quali-Trimm sehr weit vorne sein", spekuliert er. "Aber im Renntrimm, das hat man in Spa gesehen, war das Tempo bei weitem nicht so überlegen."

Gasly auf P7 "Best of the Rest"

Verstappen selbst ist jedenfalls voll darauf eingestellt, dass im Rennen eher seine Stunde schlagen wird als im Qualifying: "Das Auto hat wirklich gut funktioniert, auch in Sachen Motor. Ich freue mich auf Sonntag. Denn morgen im Qualifying wird es schwierig."

Überraschend: Eine halbe Sekunde hinter seinem Vorgänger Albon belegte Pierre Gasly im Toro Rosso den siebten Platz und war damit "Best of the Rest". Hinter Gasly ging's ziemlich eng zu: Innerhalb von gut zwei Zehntelsekunden belegten Romain Grosjean (Haas), Daniel Ricciardo (Renault), Daniil Kwjat (Toro Rosso) und Nico Hülkenberg (Renault) die Plätze acht bis elf.

 

Kimi Räikkönen (Alfa Romeo) und Sergio Perez (Racing Point) erholten sich von ihren Unfällen und fuhren auf P14 beziehungsweise P16. Beide Teams waren aber nicht so konkurrenzfähig, wie sie sich das auf dieser Highspeed-Strecke vielleicht ausgerechnet hatten.

Nach drei roten Flaggen in der ersten Session gab es in der zweiten nur noch eine einzige. Als wegen Regens ohnehin niemand auf der Strecke war, wurde kurzzeitig unterbrochen, weil Kevin Magnussen (13./Haas/+1,533) jede Menge Kies auf die Fahrbahn geschleudert hatte. Dafür musste ein Kehrfahrzeug eingesetzt werden.

Ölleck bei Norris: Nur 16 Runden gefahren

Die wenigsten Runden, nämlich 16, wurden bei Lando Norris (McLaren) registriert. Er stand wegen eines Öl-Lecks lange an der Garage. Wegen eines Motorwechsels startet er am Sonntag ohnehin von ganz hinten. Und von der FIA wurde er auch noch ermahnt, weil er sich in der Parabolica mehrmals zu weit nach außen hatte treiben lassen.

"Es ist nicht ideal, ein Öl-Leck zu haben und die Runden zu verlieren. Mit dem Schaden in Spa hatte das nichts zu tun", sagt McLaren-Teamchef Andreas Seidl. "Aber in Sachen Tempo haben wir im Vergleich zu Spa glaube ich Fortschritte gemacht", spielt er auf P2/3 im ersten Freien Training an.

 

Langsamer als Norris waren nur die beiden Williams-Piloten. Interessant: Robert Kubica nahm George Russel in Monza zunächst sechs Zehntelsekunden ab. Doch unter normalen Umständen fehlt Williams rund eine Sekunde auf den Rest der Welt.

Für das Qualifying wird nun ein spannender Team-Dreikampf mit guten Pole-Chancen für Ferrari erwartet. Aber das Wetter stellt einen Unsicherheitsfaktor dar. Darauf hofft der Mercedes-Teamchef: "Alles, was das System beunruhigt, ist gut für uns. Auf dem Papier können wir hier nicht gewinnen. Wenn's regnet, ist das für uns eine Chance", meint Wolff.

Weitere Artikel zum Italien-GP:

Mit Bildmaterial von LAT.

Vorheriger Artikel Formel-1-Technik: Detailfotos beim GP Italien
Nächster Artikel "Eine gute Möglichkeit": Alonso stellt Comeback 2021 in Aussicht

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Motorsport Prime

Premium-Inhalte entdecken
Registrieren

Edition

Deutschland