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Ford-Performance-Direktor Mark Rushbrook verrät, dass das US-Unternehmen eine Rückkehr zu V8-Motoren in der Formel 1 begrüßen würde

Formel-1-Motoren: Warum Ford die V8-Idee "liebt"

Ford kehrte in diesem Jahr mit Red Bull in die Formel 1 zurück

Foto: Red Bull Content Pool

Obwohl 2026 erst das erste Jahr des aktuellen Reglement-Zyklus ist, finden hinter den Kulissen bereits Diskussionen über die zukünftigen Motorenregeln der Formel 1 statt. Für das aktuelle Regelwerk wurden zuletzt einige Anpassungen vereinbart.

Im nächsten Jahr wird sich das Verhältnis bei der Powerunit auf 60:40 zugunsten des Verbrennungsmotors verschieben, und langfristig zeigt sich das Fahrerlager zunehmend offen für größere Veränderungen.

Das wurde deutlich, als Formel-1-Boss Stefano Domenicali während der April-Pause mit Motorsport.com sprach. Der Italiener erklärte, dass die FIA und die Formel 1 den Herstellern im aktuellen Zyklus zu viel Einfluss eingeräumt hätten.

Er fügte hinzu, dass die Zukunft wahrscheinlich anders aussehen werde - möglicherweise mit einem V8, der mit nachhaltigen Kraftstoffen betrieben wird, und einem kleineren elektrischen Anteil.

FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem ging in Miami noch einen Schritt weiter und erklärte, die Rückkehr eines V8 sei "nur eine Frage der Zeit". Laut ihm strebt die FIA an, unabhängig davon bis 2031 in diese Richtung zu gehen, wobei auch Möglichkeiten geprüft werden, die Einführung um ein Jahr vorzuziehen.

Ford flexibel dank "Bibliothek" an Antrieben

Die logische Anschlussfrage ist, wie groß die Unterstützung unter den Herstellern für einen solchen Schritt ist. Während Toto Wolff angedeutet hat, dass Mercedes grundsätzlich offen für die Idee wäre, vorausgesetzt, sie erfolgt in "strukturierter" Weise und behält weiterhin eine elektrische Komponente, zeigt sich auch Ford positiv.

"Für die Zukunft, das nächste Regelwerk, denke ich, dass der Sport den richtigen Ansatz gewählt hat, indem er die relevanten Akteure einbindet, um zu klären, was wichtig ist und was auf dem Spiel steht", sagt Ford-Performance-Direktor Mark Rushbrook in einem exklusiven Interview mit der globalen Edition von Motorsport.com.

"Alles, woran wir beteiligt waren und was wir hier sehen, stimmt uns zuversichtlich", so Rushbrook, der betont: "Der Dialog findet statt, und wir glauben, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Und nichts davon wird unser Engagement hier verändern."

Das gilt auch konkret für einen V8, der mit nachhaltigen Kraftstoffen betrieben wird und einen geringeren Anteil elektrischer Leistung hat. "Es würde [uns ansprechen]", betont Rushbrook.

"Was wir in der Art und Weise sehen, wie Ford an seine Fahrzeuge herangeht, insbesondere in den letzten Jahren, in denen die Standards und Anforderungen für Pkw deutlich regionaler geworden sind, ist, dass wir reine Verbrennungsmotoren, Hybride mit unterschiedlichen Architekturen, verschiedene Verhältnisse zwischen Verbrenner und Elektro sowie vollelektrische Antriebe haben."

"Wir müssen darauf vorbereitet sein, diese in verschiedenen Märkten weltweit anzubieten, daher verfügen wir über eine umfassende Bibliothek solcher Lösungen", erklärt er.

Rushbrook sagte zuvor, dass Ford ursprünglich geplant hatte, die Produktion von reinen Verbrenner-Fahrzeugen einzustellen, diese Entscheidung später jedoch rückgängig machte. Dadurch sei das US-Unternehmen bei den Verhandlungen über den nächsten Formel-1-Zyklus flexibel.

"Das gibt uns viele verschiedene Möglichkeiten, wenn wir in unterschiedlichen Rennserien antreten, einschließlich der Formel 1. Wir können den Motorsport weiterhin relevant für das machen, was wir entwickeln, produzieren und an unsere Kunden verkaufen", erklärt Rushbrook.

"Wir lieben die V8-Idee, weil wir viele V8-Motoren verkaufen. Wir schätzen auch einen Elektrifizierungsanteil, weil wir viele Hybridfahrzeuge haben", ergänzt er, "und egal, ob es 50:50, 60:40 oder 90:10 ist - wir werden weiterhin lernen, wie sich Verbrennungs- und Elektrotechnologie integrieren lassen."

"Wir sind dafür sehr offen, auch um den Rennsport auf der Strecke zu unterstützen. Und nochmals: Es würde weder unseren Ansatz noch unser Engagement verändern. Wir sind zufrieden mit den Gesprächen über die Zukunft."

Formel-1-Engagement bringt Ford bereits "mehr als erwartet"

Rushbrook fügt jedoch hinzu, dass das aktuelle kommerzielle Gesamtbild der Formel 1 - trotz aller Kritik an den technischen Regeln - für Ford bereits weitgehend positiv sei.

"Wir waren zufrieden mit den Regeln, die wir jetzt haben, und auch mit den Anpassungen. Wir ziehen weiterhin großen Nutzen daraus. Aber wie gesagt: Mit unserem Portfolio an Antrieben haben wir die Möglichkeit, viele verschiedene Konzepte für uns sinnvoll zu gestalten."

Sowohl in Bezug auf den kommerziellen Wert als auch auf die technologische Relevanz habe Fords Engagement in der Formel 1 bislang die Erwartungen erfüllt.

"Und wahrscheinlich sogar mehr als das. Wir haben davon mehr profitiert, als wir uns je vorgestellt hätten, als wir vor dreieinhalb Jahren begonnen haben. Und wir ziehen weiterhin großen Nutzen daraus", so Rushbrook.

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