Formel 1: Neues System erkennt abgewürgte Autos in Startaufstellung

Dank einer technischen Neuerungen soll sich die Konfusion, die es beim Start zum Grand Prix von Malaysia um Carlos Sainz Jr. gab, nicht wiederholen.

2. Oktober, Sepang: Die 22 Formel-1-Piloten kommen gerade aus der Einführungsrunde zurück, um den Grand Prix von Malaysia 2016 unter die Räder zu nehmen. Doch als die Ampelanlage mit ihren 5 roten Lichtern aktiviert wird, gibt Toro-Rosso-Pilot Carlos Sainz Jr. Handzeichen. Am Streckenrand leuchten die gelben Warnsignale auf. Der Start wird aber nicht abgebrochen.

Grund für Sainz' Handzeichen war die Tatsache, dass der Ferrari-Motor im Heck seines Boliden abgestorben war. Über die MGU-K gelang es dem Spanier aber, den Motor wieder zum Leben zu erwecken und normal ins Rennen zu starten. Dennoch waren einige Fahrer irritiert und haben beim Losfahren wertvolle Zehntelsekunden verschenkt.

Ein Startunfall, wie es ihn etwa beim tragischen Grand Prix von San Marino 1994 in Imola zwischen J.J. Lehto und Pedro Lamy gegeben hatte, blieb vor wenigen Wochen in Sepang aus. Dennoch soll sich eine solche Konfusion wie um Sainz nicht mehr wiederholen. Aus diesem Grund hat die FIA eine technische Neuerung implementiert.

Da die Telemetriedaten aller Formel-1-Autos abgegriffen werden können, werden diese ab sofort Rennleiter Charlie Whiting zugespielt. Würgt ein Fahrer sein Auto ab, erhält Whiting automatisch ein Signal und kann daraufhin den Start abbrechen. Eine weitere Einführungsrunde wird absolviert. Der betreffende Fahrer muss nach dieser von ganz hinten starten.

Mit Informationen von Adam Cooper

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Tags absterben, abwürgen, f1, motor, start, startaufstellung, technik, whiting