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Formel-1-Präsentationen: Welche Design-Änderungen die Teams vornehmen

Die Präsentationen der neuen Formel-1-Autos sind eine spannende Zeit: Diese Änderungen müssen die Teams für die Saison 2023 berücksichtigen

Formel-1-Präsentationen: Welche Design-Änderungen die Teams vornehmen

Die Formel-1-Präsentationen vor einer neuen Saison sind meist ein zweischneidiges Schwert. Fans freuen sich darauf, die neuen Autos zu Gesicht zu bekommen, doch was sie dort zu sehen kriegen, hat meist wenig mit dem zu tun, was am Ende auch auf die Strecke gehen wird.

Auch der neue Red Bull RB19, der am Freitag in New York präsentiert wurde, dürfte eher eine Hybridvariante aus dem Auto von 2022 und dem Design für 2023 sein - aber immerhin noch besser als im Vorjahr, als man einfach das Formel-1-Showcar mit seiner Lackierung versehen hatte und dies als neues Modell verkaufen wollte.

Doch 2022 gab es in der Formel 1 auch ein komplett neues Reglement, und die Teams wollten ihre Geheimnisse nicht früh preisgeben. Für 2023 ist das Reglement stabil geblieben, abgesehen von einigen Anpassungen am Unterboden, die in die Designs mit einfließen werden.

Der Auslöser dafür war das Porpoising, das die FIA für 2023 in den Griff bekommen wollte. Zunächst gab es vor dem Großen Preis von Kanada die Technische Richtlinie TD-039, später wurde die sogenannte "Aerodynamic Oscillation Metric" eingeführt, die verhindern sollte, dass Teams ihre Autos zu niedrig einstellen.

Die Teams sind nun verpflichtet, einen speziellen Beschleunigungsmesser eines von der FIA benannten Zulieferers zu montieren, damit dies kontrolliert werden kann.

Vergleich 2022 vs. 2023

Für die Teams gelten 2023 neue Vorgaben

Foto: Giorgio Piola

Zusätzlich zu den Maßnahmen, die die FIA bereits im vergangenen Jahr ergriffen hat, wurden einige Änderungen am Reglement vorgenommen, um das Problem noch weiter einzudämmen. Die Teams müssen den äußersten Teil des Bodens um weitere 15 Millimeter anheben, und die Belastungstests werden nun an sechs verschiedenen Punkten entlang des Bodens durchgeführt.

Auch wenn man davon ausgeht, dass dadurch zwei bis drei Zehntelsekunden an Rundenzeit verloren gehen, ist es unwahrscheinlich, dass die Teams über den Winter nicht genug Zeit herausholen, um diese Lücke zu schließen.

Die Teams sehen diese Änderungen stets als Chance, ihre Rivalen zu übertrumpfen, anstatt sich über die Einbußen zu ärgern.

Die Sache mit dem Gewicht

Auch das Fahrzeuggewicht soll für 2023 reduziert werden, nachdem das ursprüngliche Ziel von 790 Kilogramm weit übertroffen wurde und man sich stattdessen auf 798 Kilogramm geeinigt hat.

Der Großteil des Starterfeldes hatte das Mindestgewicht Anfang 2022 immer noch nicht erreicht. Sie lagen mehr als zehn Kilogramm über dem Mindestgewicht, bevor sie ein reglementiertes Abnehmprogramm absolvierten, um das Defizit zu verringern.

Nicholas Latifi

Williams sparte große Teile seiner Lackierung ein

Foto: Motorsport Images

Die Teams verzichteten sogar auf einen Großteil der Lackierung, um jedes Gramm einzusparen. Dies war vor allem bei Williams zu beobachten, die im Laufe der Saison ihr Konzept grundlegend änderten.

Wie hoch die Gewichtsreduktion in diesem Jahr letztlich ausfallen wird, steht noch nicht fest: Das ursprüngliche Reglement für 2023 sah einen Wert von 796 Kilogramm vor, aber es wird vermutet, dass es in letzter Zeit ein Hin und Her mit der FIA über den genauen Wert gegeben hat, da die Auswirkungen der 2023-Reifen und der Standard-Elektronikkomponenten berücksichtigt werden müssen.

Es scheint, dass man sich auf eine höhere Zahl geeinigt hat, aber die genaue Zahl ist noch nicht bestätigt. Sie wird möglicherweise erst nach der nächsten Sitzung der Formel-1-Kommission am Vorabend des Formel-1-Tests in Bahrain endgültig festgelegt.

Neue Tests für mehr Sicherheit

Auch der spektakuläre Unfall von Guanyu Zhou in Silverstone in der vergangenen Saison, bei dem sich die Hauptüberrollstruktur vom Chassis löste, führte zu einer Änderung des Reglements.

Formel-1-Belastungstest

Die Autos müssen größeren Belastungstests standhalten

Foto: Giorgio Piola

Neue Dimensionskriterien müssen von den Konstrukteuren erfüllt werden und auch die Belastungstests wurden überarbeitet: Eine Last von 80kN ersetzt die 70kN und 80kN in Quer- und Längsrichtung, denen die Struktur bisher standhalten musste. Eine Belastung von 140kN ersetzt die bisherigen 105kN.

Apropos Sicherheit: Die FIA hat das Reglement in Bezug auf die Rückspiegel überarbeitet und deren Größe vergrößert, um den Fahrern eine bessere Sicht zu ermöglichen - eine willkommene Neuerung angesichts der zunehmenden Rad-an-Rad-Action in den letzten Jahren.

Formel-1-Rückspiegel

Die Rückspiegel werden 2023 größer ausfallen

Foto: Giorgio Piola

Die Teams hatten die Möglichkeit, im Jahr 2022 an einem Test teilzunehmen. Red Bull und Mercedes taten dies in Ungarn beziehungsweise Belgien, während für den Großen Preis der Niederlande ein Gruppentest für alle Teams geplant war.

Die FIA entschied sich schließlich dafür, die reflektierende Fläche des Spiegels auf 200 Millimeter zu vergrößern, nachdem sie zuvor 150 Millimeter betragen hatte.

Mercedes-Frontflügel

Der Frontflügel von Mercedes wurde verboten

Foto: Giorgio Piola

Für zwei der interessantesten Innovationen, die 2022 auf den Markt kommen sollten, ist der Vorhang bereits gefallen, denn die FIA hat diese Lösungen verboten, um zu verhindern, dass andere Teams die Stafette übernehmen und zu weit gehen.

Diese beiden Lösungen gelten auch für die beiden Enden des Autos, wobei die Frontflügel von Mercedes und die "Scroll"-Heckflügel von Aston Martin für die Zukunft ausgeschlossen sind.

Mit Bildmaterial von Red Bull Content Pool.

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