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Formel-1-Renndirektor Whiting pocht auf die Einhaltung der Streckenlimits

Formel-1-Renndirektor Charlie Whiting hat den Vorstoß der Formel-1-Strategiegruppe, die Überschreitungen der Streckenbegrenzungen nicht zu bestrafen, abgewehrt.

Nico Hülkenberg, Sahara Force India
Charlie Whiting, FIA Delegate
Charlie Whiting, FIA Delegate mit Jenson Button, McLaren
Sebastian Vettel, Ferrari SF16-H
Nico Rosberg
Nico Rosberg, Mercedes AMG F1 W07 Hybrid
Christian Horner, Red Bull Racing, Teamchef
Max Verstappen, Red Bull Racing RB12
Max Verstappen, Red Bull Racing RB12
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB12

Die Gruppe sprach sich dafür aus, die Fahrer für die Missachtung der Streckenlimits nicht zu bestrafen, weil die Entscheidungen der Rennleitung bei den Zuschauern sehr unpopulär seien.

Whiting möchte hingegen die Einhaltung der Regel beibehalten, denn es gäbe immer weniger Kurven, in denen sich die Fahrer einen Vorteil verschaffen könnten.

„Einige haben den Vorschlag gemacht, dass wir die Übertretungen der Streckenbegrenzungen ignorieren sollten“, sagte Whiting. „Für mich, war dies nicht hinzunehmen. Ich denke, wir sollten genauso weitermachen, wie bisher.“

„Mein Hauptziel ist es, die Strecken so zu verändern, dass die Streckenbegrenzungen eingehalten werden müssen. Es gibt nur noch wenige Kurven, die Probleme bereiten und auch die werden wir noch los.“

„Wenn wir erlauben, dass die Fahrer die weißen Linien ignorieren dürfen, haben wir eine komplett neue Strecke. Sie würde schneller werden und weniger Auslaufzonen haben. Deshalb ist es nicht möglich, die Idee umzusetzen.“

Red-Bull-Chef Christian Horner sprach sich für den Vorschlag der Gruppe aus: „Die meisten Probleme haben wir mit Strecken, auf denen die Formel 1 und MotoGP fahren. Was für die Formel 1 gut ist, kann schlecht für die MotoGP sein und umgekehrt.“

„Wir sollten den Fahrern Freiheiten lassen. Es gibt einen Punkt, ab dem sie langsamer werden, wenn sie sich zu weit raus tragen lassen. Lass sie den Platz nutzen, der ihnen zur Verfügung steht. Zudem wäre es sehr unterhaltsam.“

Bildergalerie: Der Große Preis von Deuschland

„Es sollte dafür keine Strafen geben. Auf das Gras zu fahren, um die Kurve zu schneiden und somit jemanden zu überholen, ist viel schlimmer.“

Whiting setzt klare Regeln

Für den Großen Preis von Deutschland hat Whiting klare Vorgaben für die Missachtung der Streckenbegrenzungen formuliert.

In einer Notiz an die Teams heißt es: „Während des ersten Freien Trainings gaben sich viele Fahrer keinerlei Mühe, nach Kurve 1 auf der Strecke zu bleiben. Ein Fahrer verließ die Strecke sogar 14 Mal.“

„Deshalb gilt für das zweite und dritte Training die Regel, dass ein Fahrer beim dritten Überfahren der Streckenlimits den Sportwarten gemeldet wird. Sollte er sich weiterhin nicht bemühen, die Begrenzungen zu beachten, wird er in der Trainingseinheit nicht gewertet.“

 

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