Formel-1-Chef: Es gibt viele Interessenten für neue F1-Rennen

F1-Geschäftsführer Chase Carey sagt, er könne eine "ganze Seite" mit Interessenten füllen, die in Zukunft ein Formel-1-Rennen veranstalten wollen. Diese Möglichkeiten werden nun seitens Liberty Media überprüft.

Der Kalender im kommenden Jahr besteht bereits aus 21 Rennen. Während in Malaysia kein Grand Prix mehr stattfinden wird, kehren Frankreich und Deutschland in die Formel 1 zurück. Diese Deals wurden noch vom ehemaligen F1-Chef Bernie Ecclestone geschlossen.

In der Zukunft will Carey den Kalender sogar noch weiter ausbauen. Ihm sei jedoch bewusst, dass er dafür die Zustimmung der Teams benötige, die sicher auf die logistischen Schwierigkeiten aufmerksam machen werden.

"Unser Fokus liegt darauf, die 21 Rennen der Saison 2018 so stark wie möglich zu gestalten", sagte Carey. "Die Rennen sollen an Größe gewinnen und Dinge wie die Bewirtung sollen maximiert werden. Die high-end Gäste sind für die Events sehr wichtig. Daher werden wir uns auf sie konzentrieren."

"Wir haben uns für die Zukunft auf keine Anzahl an Grands Prix festgelegt. Wir wissen aber, dass es eine Möglichkeit gibt, weitere Rennen zum Kalender hinzuzufügen. Wir wollen enger mit den Teams zusammenarbeiten bevor wir in die Details gehen."

"Ich könnte eine ganze Seite voller Interessenten aushändigen, die wissen, was es heißt, ein Formel-1-Rennen auszutragen. Sie wollen Gespräche mit uns führen, um die Möglichkeit, ein F1-Grand-Prix auszutragen, zu diskutieren."

"Das spricht natürlich für uns und wir müssen den Vorteil nutzen, denn die Interessenten sind hungrig auf diesen Sport und die spannenden Events. Wenn wir die Rennen noch spannender gestalten und die Events verbessern, wird es diese Initiativen sogar noch befeuern."

Carey stellte jedoch auch klar, dass neue Rennen im Sinne der F1 sein müssten. Sein Liberty-Media-Kollege, Greg Maffei, hatte in der Vergangenheit bereits die Sinnhaftigkeit des Grand Prix in Aserbaidschan in Frage gestellt.

"Wir versuchen, mit so vielen Interessenten wie möglich in Kontakt zu treten, um sie anschließend zu bewerten. Wir blicken dabei auf beide Märkte: Europa, ein eher traditioneller Markt, sowie Asien und Amerika."

"Wir wollen verstehen, was die Möglichkeiten uns in der Zukunft bringen könnten. Unsere Priorität ist aber zunächst, im kommenden Jahr 21 erfolgreiche Events zu veranstalten."

Singapur soll bleiben

Während Malaysia im Jahr 2018 aus dem Kalender ausscheidet, glaubt Carey, dass Singapur auch über die kommende Saison hinaus ein Teil des F1-Kalenders bleibt.

"Wir arbeiten hart daran, um mit Singapur zu verlängern. Ich glaube nicht, dass das Rennen gestrichen wird. Wir müssen zu einer Einigung kommen. Wir wollen weiterhin in Singapur fahren."

Bildergalerie: Das F1-Rennen in Singapur aus dem Jahr 2016

"Asien und Amerika sind 2 wichtige Märkte für uns, da sie Wachstum generieren. Das Rennen in Singapur war in der Vergangenheit sehr erfolgreich. Die Saison startete in dieser Saison in Asien. In Australien und China waren die Zuschauerzahlen wirklich beeindruckend."

"Wir haben gerade ein gewisses Momentum und Asien ist einer der Märkte, in dem wir uns in der Zukunft viel Wachstum erhoffen."

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