Formel-1-Rookie Lindblad: Ich war seit Januar nicht mehr zu Hause
Arvid Lindblad muss die Balance zwischen Arbeit und Freizeit noch in den Griff bekommen: Er freut sich auf die Auszeit nach monatelanger Abwesenheit
Arvid Lindblad ist seit Monaten auf Achse und war nicht zuhause
Foto: NurPhoto NurPhoto
Dass das Leben eines Formel-1-Rennfahrers nicht immer leicht ist, muss Arvid Lindblad derzeit erfahren. Der Brite erfüllt sich 2026 seinen Traum vom Formel-1-Cockpit, doch der geht mit einer Menge Entbehrungen einher. Vor allem das Privatleben leidet unter dem hektischen Terminkalender und den Reisen um die ganze Welt.
"Leider konnte ich seit etlichen Monaten nicht mehr wirklich nach Hause", verrät der 18-Jährige. Zunächst waren die Testfahrten ab Ende Januar in Spanien und Bahrain, dann der Saisonauftakt in Australien und anschließend die Rennen in China und nun Japan. "Ich bin im Grunde seit den Testfahrten durchgehend unterwegs", schildert der Rookie.
Während die Formel-1-Elite natürlich daran gewöhnt ist, ist das für einen 18-Jährigen schon eine harte Zeit. "Es ist nicht leicht für mich, genau zu wissen, wie ich das managen soll, weil es meine erste Saison in der Formel 1 ist", gibt er zu.
Er weiß, dass er die richtige Balance finden muss zwischen dem Training sowie dem Aufarbeiten der Rennen und dem Ausgleich, auch einmal abzuschalten. "Denn wenn du das permanent mit Vollgas durchziehst, bist du bei Rennen zehn schon völlig am Ende mit deiner Energie, und so geht es nicht", weiß er.
Nach dem letzten Rennen in China nahm er sich einen Tag frei, danach saß der Racing-Bulls-Pilot aber sofort wieder bei seinem Team im Simulator, um sich auf Suzuka vorzubereiten. "Ich bin die Dinge aus China durchgegangen: was wir besser machen könnten und worauf hier der Fokus liegt", sagt er.
Gerade weil die Autos brandneu sind, lassen sich viele Erkenntnisse aus den Vorjahren nicht mehr eins zu eins übertragen. "Man muss sich also auch gezielt auf das kommende Wochenende vorbereiten", sagt Lindblad. Und das bringt eben wieder Mehrarbeit mit sich.
Zum Ausgleich nahm er sich vor dem aktuellen Wochenende aber noch einmal ein paar Tage frei - die verbrachte der Teenager aber nicht zu Hause, sondern in Tokio, wo er sich schon einmal auf die Ortszeit einstellen konnte.
Doch es gibt Licht am Horizont für Lindblad: Da die Grands Prix in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt wurden, steht den Formel-1-Piloten ein freier Monat April bevor. "Nach diesem Wochenende werde ich glücklicherweise endlich mal wieder nach Hause können", strahlt er.
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