Formel 1 sagt rassistischen Fans nach Attacken gegen Hamilton: Raus hier!

Lewis Hamilton wurde nach der Kollision mit Max Verstappen in Silverstone von tausenden Formel-1-Fans scharf kritisiert und von vielen auch rassistisch beleidigt

Formel 1 sagt rassistischen Fans nach Attacken gegen Hamilton: Raus hier!

So euphorisch Lewis Hamilton am Sonntagabend in Silverstone von der Mehrheit der 140.000 Zuschauer vor Ort gefeiert wurde, so aggressiv wurde der Mercedes-Fahrer in der Diskussion des Unfalls mit Max Verstappen auf Social Media angegriffen.

Viele Fans diskutierten das Thema leidenschaftlich, aber mit Respekt. Einige formulierten ihre Attacken jedoch a) unter der Gürtellinie und/oder b) mit einem rassistischen Unterton. Das hat jetzt ein Nachspiel. Denn die Formel 1 steht in dieser Situation entschlossen zusammen und macht Fans, die sich eines solchen Vokabulars bedienen, klar, dass sie in diesem Sport nicht länger erwünscht sind.

In einer gemeinsam formulierten und veröffentlichten Stellungnahme schreiben die Formel 1, der Automobil-Weltverband FIA und das Mercedes-Team: "Während und nach einer Kollision beim gestrigen Grand Prix von Großbritannien war Lewis Hamilton das Ziel gehäufter rassistischer Angriffe auf Social Media. Wir verurteilen dieses Verhalten aufs Schärfste."

 

"Diese Menschen haben keinen Platz in unserem Sport, und wir fordern dazu auf, dass diejenigen, die dafür verantwortlich sind, für ihre Handlungen zur Rechenschaft gezogen werden. Die Formel 1, die FIA und die Fahrer und Teams arbeiten daran, einen diverseren und inklusiveren Sport zu errichten, und solche inakzeptablen Beispiele von Online-Beschimpfungen müssen thematisiert und eliminiert werden."

Auf ihrem Twitter-Account fügt die Formel 1 an: "Meinung und Rivalität sind zentral für unseren Sport. Aber es gibt bei uns keinen Platz für Rassismus und Beschimpfungen. Wir werden daran arbeiten, jeden, der solche Äußerungen tätigt, zur Rechenschaft zu ziehen, und fordern die Menschen dazu auf, sich an die Grundregeln des Respekts und der Menschlichkeit zu halten und jeden Verstoß dagegen zu melden."

Auch Red Bull reagierte, trotz der emotionsgeladenen Meinungsverschiedenheiten mit dem Mercedes-Lager, was die Kollision betrifft, mit einem unterstützenden Statement: "Wir sind zwar auf der Strecke Rivalen, aber beim Thema Rassismus stehen wir alle zusammen." Man sei "angewidert" und "traurig" über viele der Nachrichten, die auf Social Media über Hamilton abgesetzt wurden.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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