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F1 Silverstone: Verstappen tobt, Hülkenberg brilliert

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F1 Silverstone: Verstappen tobt, Hülkenberg brilliert
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Nico Hülkenberg überrascht mit P4 im Abschlusstraining beim Jubiläums-Grand-Prix, Max Verstappen flucht über Lance Stroll und, ach ja, Mercedes dominiert ...

Auf Twitter prophezeien einige Kommentatoren nach dem dritten Freien Training in Silverstone schon das womöglich spannendste Qualifying der Saison. Grundlage dafür kann aber nicht das Abschlusstraining zum Jubiläums-Grand-Prix sein. Denn da herrschten klare Verhältnisse: Mercedes-Doppelführung, 0,6 Sekunden Vorsprung auf den Rest der Welt. Business as usual in der Formel 1 beim fünften Saisonrennen.

Zum kompletten FT3-Ergebnis!

Auch wenn man festhalten muss: Max Verstappen (Red Bull), der stärkste Mercedes-Herausforderer, konnte seine Karten nicht aufdecken. Er lief auf seiner schnellen Runde mit frischen Reifen in der Becketts-Passage auf den Racing Point von Lance Stroll auf und musste daher abbrechen.

"Unglaublich", fluchte der 23-Jährige am Boxenfunk, der von der Regie großteils überpiept werden musste. Eine Reaktion, die 'Sky'-Experte Ralf Schumacher verstehen kann: "Das ist aber auch zum Kotzen, wenn du es wissen willst und dir dann so ein Hornochse im Weg ist!"

 

Sorgen müssen sich die Verstappen-Fans nicht machen. "Seine Runde war nicht repräsentativ. Max ist sicher gut dabei und wird um den dritten Platz kämpfen", prognostiziert 'Sky'-Experte Paul di Resta im Hinblick auf das Qualifying.

Auch die Runde vor dem eigentlichen Qualifying-Schuss reichte Verstappen, um seinen Teamkollegen Alexander Albon hinter sich zu lassen. Mit jeweils gut acht Zehntelsekunden Rückstand belegten die beiden die Positionen sieben und acht.

Norris dreht im McLaren auf - Hülkenberg stark

In FT3 gab es aber auch zwei Überraschungen. Erstens, dass Lando Norris (McLaren/+0,581) erster Mercedes-Verfolger war - und das noch dazu auf den härteren Medium-Reifen! McLaren ließ die beiden Fahrer als einziges Team auf unterschiedlichen Reifen testen, und der robustere Medium scheint eine schnelle Qualifying-Runde zumindest bei Norris besser zu überstehen als der Soft.

Die zweite Überraschung war Nico Hülkenberg. "Tolle Leistung", lobt 'Sky'-Experte Jenson Button. "Er ist jetzt beim Feintuning angekommen und fühlt sich immer wohler im Auto." Wohlfühlen bedeutet in Zahlen: P4, 0,635 Sekunden hinter Hamilton, aber 0,007 Sekunden vor Teamkollege Stroll.

 

Foto: Charles Coates / Motorsport Images

Damit nicht genug: Hülkenberg fuhr zuerst 1:27.256 Minuten und schob sich damit auf P4. Danach war er einer der wenigen Fahrer, die nach einer langsamen Runde noch einmal richtig Tempo bolzen konnten. Mit dem gebrauchten Soft schaffte er 1:27.309 Minuten. Auch das hätte zu P5 gereicht.

Hinter Mercedes bildet sich eine Front aus McLaren, Racing Point und Charles Leclerc, die um die zweite Startreihe kämpft. Leclerc (6./+0,707) ist weiterhin Ferraris einsame Speerspitze. Sebastian Vettel (13./+1,190) tut sich schwer, auf Tempo zu kommen. Am Ende der Session berichtete er zudem, dass seine Reifen am Ende seien.

Renault doch nicht im vorderen Mittelfeld?

Und was ist mit Renault? Nach der starken Leistung am Freitag blieben Esteban Ocon (9./+0,875) und Daniel Ricciardo (14./+1,194) unter ferner liefen. Ricciardo musste allerdings seine schnelle Runde abbrechen und dann noch eine einlegen, mit der nicht viel mehr möglich war. Dass das auch besser geht, hat jedoch Hülkenberg bewiesen.

Phasenweise blitzte auch das Potenzial von Pierre Gasly (AlphaTauri) auf, der zwischendurch sogar in Führung lag und am Ende Elfter wurde. Und von Nicholas Latifi, der ausnahmsweise um zwei Zehntelsekunden schneller war als Williams-Teamkollege George Russell. Die beiden sicherten sich vor drei Ferrari-Kundenautos P16/17.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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