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Formel-1-Sportchef befürchtet teures Wettrüsten 2017

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Formel-1-Sportchef befürchtet teures Wettrüsten 2017
Jonathan Noble
Autor: Jonathan Noble
Übersetzung: Stefan Ehlen
22.02.2017, 09:55

Cyril Abiteboul von Renault glaubt, die neuen Regeln der Formel-1-Saison 2017 könnten zu einem finanziellen Wettrüsten führen, dem vor allem kleine Teams nicht (mehr) gewachsen sind.

Renault RS17
Nico Hülkenberg, Jolyon Palmer, Cyril Abiteboul, Sergey Sirotkin und der Renault RS17
Renault RS17: Motorhaube
Cyril Abiteboul, Renault-Sportchef
Renault RS17: Frontflügel
Die Renault-Fahrer 2017 mit der Teamführung, Sponsoren und Partnern
Nico Hülkenberg, Renault Sport F1 Team; Jolyon Palmer, Renault Sport F1 Team
Präsentation: Renault RS17
Präsentation: Renault RS17
Renault RS17: Seitenkasten
Renault RS17: Frontpartie

Denn mit der Entwicklung von Fahrzeugen für das neue Reglement ist es nicht getan: Wer in der Formel-1-Saison 2017 konkurrenzfähig sein will, muss sein Auto kontinuierlich weiterentwickeln. Und das kostet sehr viel Geld.

"Ich denke, wir sehen ein Wettrüsten", sagte Renault-Sportchef Abiteboul am Rande der Präsentation des neuen RS17 in London.

"Die Teams, die zu wenige Ressourcen haben, tun mir jetzt schon leid."

"Unser Auto, wie wir es vorgestellt haben, wird in dieser Form nicht in die Testfahrten von Barcelona gehen. Und das Auto in Barcelona wird schon beim Auftakt der Formel-1-Saison 2017 in Melbourne erneut ganz anders aussehen. Wir werden ständig neue Teile einführen."

Kein Geld für Weiterentwicklung

Er selbst habe bei Caterham gesehen, wie schwierig die finanzielle Lage eines kleinen Formel-1-Rennstalls sei. Deshalb prophezeit er den Nicht-Werksteams der Formel 1 eine "sehr schwierige Zeit".

"Ich könnte mir denken, dass das Autobudget von Force India schon jetzt aufgebraucht ist – nur dafür, dass sie die neuen Regeln in die Tat umsetzen konnten."

Sein Renault-Werksteam wiederum, meint Abiteboul, könne hingegen aus dem Vollen schöpfen. Und alleine schon deswegen ausgehend von Platz 9 in der Formel-1-Saison 2016 den Sprung ins vordere Mittelfeld schaffen.

"Bedenkt man unsere Ressourcen, dann sollten wir leicht dazu in der Lage sein, Teams wie Haas oder Force India und dergleichen hinter uns zu lassen." Die Kluft zwischen Werksteam und privaten Rennställen würde angesichts der neuen Formel-1-Regeln weiter wachsen, zugunsten der Branchenriesen.

Zu viel Personal bei den Formel-1-Topteams?

So positiv diese Entwicklung für die Renault-Erfolgschancen in der Formel 1 sein mögen, so kritisch sieht Abiteboul die Situation für die Zukunft der Rennserie.

"Wir werden in diesem Jahr auf einen Personalstand von etwa 650 Mitarbeiter kommen. Red Bull und Mercedes beschäftigen aber schon jetzt 750 bis 800 Personen."

"Ich glaube nicht, dass das ein sehr nachhaltiges Konzept ist, so viele Angestellte für nur 2 Autos zu haben", sagt der Renault-Sportchef.

"Vielleicht müssen wir da etwas an den Regeln machen und eine Grenze einführen."

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