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Formel-1-Teamchef: Strategiegruppe erfüllt ihren Zweck nicht

Der stellvertretende Teamchef von Force India, Bob Fernley, findet, dass die Formel-1-Strategiegruppe ihrer Aufgabe nicht gewachsen sei.

Petra Wiesmayer

Petra Wiesmayer

Bearbeitet: 15.12.2016, 11:12

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Nico Hülkenberg, Sahara Force India F1 VJM09 vor  Sergio Perez, Sahara Force India F1 VJM09

Robert Fernley, Sahara Force India F1, Stellvertretender Teamchef; Mike O'Driscoll, Williams, Geschä

Robert Fernley, Sahara Force India F1, Stellvertretender Teamchef

Pascal Wehrlein, Manor Racing MRT05

Nico Hülkenberg, Sahara Force India F1 VJM09 beim Start zum Rennen und Max Verstappen, Red Bull Raci

Esteban Ocon, Manor Racing MRT05

Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W07 Hybrid führt beim Start zum Rennen

Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W07 Hybrid führt beim Start zum Rennen

Jolyon Palmer, Renault Sport F1 Team RS16 beim Start zum Rennen

Esteban Ocon, Manor Racing MRT05

Nico Hülkenberg, Sahara Force India F1 VJM09 beim Start zum Rennen

Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W07 Hybrid führt beim Start zum Rennen

Sergio Perez, Sahara Force India F1 VJM07; Romain Grosjean, Lotus F1 E22

Grund für die Aussage Fernleys ist, dass die Gruppe im vergangenen Monat den Vorschlag seines Teams abgelehnt hat, beim Design der Autos künftig mehr auf Computerberechnungen (CFD) zu vertrauen – wenn Teams das wünschten – und weniger Zeit im Windkanal zu verbringen.

Die Strategiegruppe, bestehend aus Vertretern von Ferrari, Mercedes, Red Bull Racing, McLaren, Williams und Force India, lehnte diesen Vorschlag jedoch mehrheitlich ab.

"Ich denke, das zeigt die Schwachstellen der Gruppe", sagte Fernley gegenüber Motorsport.com. "Ein Programm, das vorgeschlagen wurde, um der gesamten Formel 1 zu helfen und das die Technologie in der Formel 1 voranbringen könnte, sodass wir eine führende Rolle bei dieser Technologie einnehmen, wurde aus reinem Eigeninteresse abgelehnt."

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"Und dieses Eigeninteresse zeigt, wie schlecht das Konzept der Strategiegruppe ist. Das bestätigt nur das, was ich immer gesagt habe, sie erfüllt ihren Zweck nicht. Wir sind darin vertreten, aber alles, was das bringt ist, dass wir miterleben, wie unfair sie ist."

Force India hatte sich dafür stark gemacht, dass Teams, die keinen eigenen Windkanal haben und sich Zeit in den Windkanälen anderer Team teuer kaufen müssen, mehr Teraflops für die CFD-Arbeit zugestanden bekommen. Sowohl die Zeit im Windkanal als auch die CFD-Menge ist von der FIA begrenzt.

"Der Vorschlag war sehr detailliert und wir glauben, dass er seine Vorzüge hatte. Das Konzept hätte es ermöglicht, sich mehr auf CFD zu konzentrieren, wenn man es will, und jeder hätte es tun können", erklärte Fernley. "Der einzige Grund, wieso die Teams dagegen gestimmt haben ist, dass sie ihren Vorteil verteidigen wollen, den sie heute haben."

So wäre auch ein Fortschritt in der Formel 1 bezüglich Technologie und Kosteneinsparungen blockiert worden, betonte er. "Wir wissen, dass einem die CFD-Technologie zur Zeit nicht das Ergebnis ermöglicht, das man im Windkanal erzielen kann. Wenn man aber bei CFD bis zu dem Punkt weiterkommen will, an dem es das tut, dann muss man die Leine etwas lockerer lassen."

Für die Teams ohne eigenen Windkanal, die das Risiko gerne eingehen und diesen Weg beschreiten würden, wäre das eine Chance gewesen, sagte Fernley weiter. "Wir haben mit unserem Vorschlag versucht, der Formel 1 die Möglichkeit zu geben, mit Simulationstechnologie weiterzumachen, die a) sehr viel kosteneffektiver ist und b) für die Zukunft relevanter als Windkanäle, die mit der Zeit veraltet sein werden. Dieser Prozess wurde jetzt verschoben."

"Man darf nicht vergessen, dass die Werksteams die finanziellen Mittel haben, ihre Windkanäle zu modernisieren. Sie haben Millionen ausgegeben, die Effizienz zu verbessern, sodass sie diese Effizienz dazu nutzen können, unter den aktuellen Regeln mehr CFD-Zeit zu bekommen. Dadurch erlangen sie dann einen Vorteil."

Rob Fernley:

"Ein Team wie Manor hat keine Stimme"

Die Strategiegruppe hat gleichzeitig auch dem Vorschlag von Manor eine Absage erteilt, den Teams mehr Zeit im Windkanal zuzugestehen, die die etwas billigeren, aber dafür auch ungenaueren 50%-Windkanäle nutzen anstatt der normalen 60%-Kanäle.

"Ein Team wie Manor hat keine Stimme", bedauerte Fernley, der die Idee unterstützt hatte, den Teams beispielsweise 10 Prozent mehr Zeit im Windkanal zu erlauben. "Das wäre nur fair gewesen und hätte Teams wie Manor geholfen, sich weiterzuentwickeln."

Die kleinen Teams könnten zwar Vorschläge machen, aber "dann stimmen fünf Teams dagegen und andere schützen, aus welchen Gründen auch immer, nur ihre eigenen Interessen. Es gibt Zeiten, zu denen man etwas flexibler sein muss und ich denke, dass das kein unvernünftiger Vorschlag war."

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