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Formel-1-Technik mit Giorgio Piola
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Formel-1-Technik mit Giorgio Piola

Formel-1-Technik 2018: So verzweifelt baute McLaren sein Auto ständig um

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Formel-1-Technik 2018: So verzweifelt baute McLaren sein Auto ständig um
Autor:
Übersetzung: Dominik Sharaf
25.12.2018, 14:37

Die Entwicklung des MCL33 in Bildern und Zeichnungen: Warum kein Abweiser auf dem anderen blieb, McLaren aber dennoch ständig Schiffbruch erlitt

Vom Regen in die Traufe – besser lässt sich McLarens Wechsel von Honda- zu Renault-Antrieben in abgelaufenen Formel-1-Saison kaum beschreiben. Nach einer späten Entscheidung für die Zäsur im Herbst 2017 litt der MCL33 ständig unter den Spätfolgen des Zeitdrucks, mit dem er entwickelt worden war.

Es zeigte sich, dass das Chassis nicht so umwerfend war wie es das Team zuvor häufig versprochen hatte, als es Hondas Leistungs- und Zuverlässigkeitsprobleme an den Pranger stellte.

Fotostrecke
Liste

McLaren, Ferrari and Mercedes rear wing comparison

McLaren, Ferrari and Mercedes rear wing comparison
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Foto: Giorgio Piola

Einer der wenigen Lichtblicke: McLarens Heckflügel mit Schlitzen, der schon 2017 getestet wurde, behauptete sich. Das Team entwickelte das Auto fortan um das Bauteil herum. Sogar Mercedes und Ferrari schauten sich etwas ab.

McLaren MCL32 Halo cockpit

McLaren MCL32 Halo cockpit
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Foto: Giorgio Piola

Ein Halo mit Aerodynamik-Elementen probierte McLaren bereits beim Saisonabschlusstest 2017 in Abu Dhabi.

McLaren MCL33 halo detail

McLaren MCL33 halo detail
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Foto: Mark Sutton

Ein dreifacher Windabweiser seitlich des Bügels funktionierte und wurde fortan beibehalten.

McLaren MCL33 steering wheel

McLaren MCL33 steering wheel
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Foto: Mark Sutton / Motorsport Images

Beim Lenkrad wurde infolge des Wechsels von Honda zu Renault nachgebessert. Die zahlreichen Schalter und Drehknöpfe wurden für den neuen Antrieb modifiziert.

McLaren MCL33 front brake and wheel hub detail

McLaren MCL33 front brake and wheel hub detail
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Foto: Mark Sutton

McLaren setzte auch auf eine angeströmte Hinterachse wie hier am beim Frankreich-Grand-Prix verwendeten Bremssystem zu erkennen. Der Luftstrom wird dabei durch eine große Öffnung in einen Hohlraum in der Achse geführt und tritt am Achsstummel wieder aus.

McLaren MCL33 sidepod detail

McLaren MCL33 sidepod detail
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Foto: Mark Sutton

Auf dem Seitenkasten des MCL33 befanden sich sechs Abweiser, um den Luftstrom systematisch zu verwirbeln. Alle anderen Teams hatten sich zu einem frühen Zeitpunkt der Entwicklung entschieden, ähnliche Konzepte aufzugeben, doch McLaren machte weiter, um später auf eine abgeänderte Variante des Designs zu wechseln.

McLaren MCL33 rear brake duct detail

McLaren MCL33 rear brake duct detail
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Foto: Mark Sutton

Auffällig: McLaren investierte viel Liebe zum Detail in seine Abweiser auf den hinteren Bremsschächten ...

McLaren MCL33

McLaren MCL33
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Foto: Mark Sutton

… blieb bei den Barge-Boards aber zunächst seinem minimalistischen Ansatz von 2017 treu.

McLaren MCL33 rear

McLaren MCL33 rear
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Foto: Giorgio Piola

Aus der Vogelperspektive wird deutlich: Der obere Querlenker wurde dazu eingesetzt, den Luftstrom zwischen Seitenkasten und Heckflügel zu glätten und für eine konstantere Anströmung zu sorgen.

McLaren MCL33 rear detail

McLaren MCL33 rear detail
10/25

Foto: Mark Sutton

Ganz simpel: der T-Flügel des MCL33, hier beim China-Grand-Prix zu sehen.

McLaren MCL33 deflector comparsion

McLaren MCL33 deflector comparsion
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Foto: Mark Sutton

Die Vorflügel vor den Seitenkästen wurden bereits beim Bahrain-Grand-Prix modifiziert und durch nach vorne gerichtete Abweiser ersetzt.

McLaren MCL33 bargeboard detail

McLaren MCL33 bargeboard detail
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Foto: Mark Sutton

Die Vorderkante des Unterbodens war unter anderem beim Aserbaidschan-Grand-Prix mit einer Art Stachel ausgestattet, doch in diesem Bereich baute McLaren 2018 ständig um.

McLaren MCL33 front wing Spanish GP

McLaren MCL33 front wing Spanish GP
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Foto: Giorgio Piola

Im Rahmen eines großen Updates in Spanien kam eine neue Nase an das Auto – mit einer Luftführung durch die Karosserie (von Punkt 4 hin zu 1 und 2) hindurch entlang einer Bodenplatte vor der Vorderachse (5) bis zu einem Splitter (4). Auf das Konzepten hatten zuvor schon Mercedes und Williams gesetzt.

McLaren MCL33 front wing Spanish GP

McLaren MCL33 front wing Spanish GP
14/25

Foto: Giorgio Piola

Aus der Vorderperspektive wird klar, wie die drei Einlässe die Nase mit Luft fütterten. Die Lösung erinnerte an Konzepte von Red Bull und Sauber.

McLaren MCL33 sidepod deflectors

McLaren MCL33 sidepod deflectors
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Foto: Mark Sutton

Um den Luftstrom in der Vertikalen zu teilen, setzte McLaren auf einen speziellen Abweiser am Seitenkasten. Das Ziel war es, die Luft um den Seitenkasten herumzuführen und zu verhindern, dass Verwirbelungen aus dem Bereich der Vorderräder negativen Einfluss nehmen.

McLaren MCL33 floor comparison

McLaren MCL33 floor comparison
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Foto: Mark Sutton

Der Unterboden wurde vor den Hinterrädern ebenfalls modifiziert – mit einer kleinen Wulst.

McLaren MCL33 front wing Monaco GP

McLaren MCL33 front wing Monaco GP
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Foto: Giorgio Piola

Ein neuer Frontflügel beim Monaco-Grand-Prix kam mitsamt eines eckigeren Profils der seitlichen Aufbauten (1) daher. Den oberen Teil der Endplatte ließen die Designer mit dem hinteren Teil der seitlichen Flügel verschmelzen (2).

McLaren MCL33 front wing Austrian GP

McLaren MCL33 front wing Austrian GP
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Foto: Giorgio Piola

Ein weiterer experimenteller Flügel, der beim Österreich-Grand-Prix getestet wurde, wartete mit einer größeren Bodenplatte auf (blauer Pfeil). Offenbar bereits eine Vorbereitung auf die Regeländerungen 2019. Dazu gab es nach oben gezogene seitliche Elemente (roter Pfeil), die an Red Bulls Design erinnerten.

McLaren MCL33 with aero paint on halo

McLaren MCL33 with aero paint on halo
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Foto: Mark Sutton

Ab dem Großbritannien-Grand-Prix war der dreifache auf dem Hale Geschichte.

McLaren MCL33 front brake duct with aero paint

McLaren MCL33 front brake duct with aero paint
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Foto: Rubio / Motorsport Images

Auch an den Bremsschächten an der Vorderachse wurde Hand angelegt, um den Luftstrom besser auf den großen Einlass zu lenken.

McLaren MCL33 side

McLaren MCL33 side
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Foto: Giorgio Piola

Beim Russland-Grand-Prix kam ein dreigeteiltes Barge-Board zum Einsatz, um die Verwirbelungen der Vorderräder besser von den Seitenkästen fernzuhalten.

McLaren MCL33 vs MCL32 rear wing endplates

McLaren MCL33 vs MCL32 rear wing endplates
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Foto: Giorgio Piola

Dazu feierte in Sotschi eine vereinfachte Endplatte am Frontflügel ihr Debüt – wohl mit dem Ziel, den Abtrieb zu reduzieren und sich einen ersten Eindruck von den Auswirkungen des 2019er-Reglements zu verschaffen.

McLaren MCL33 front wing with camera

McLaren MCL33 front wing with camera
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Foto: Giorgio Piola

Zu diesem Zweck wurden zusätzliche Sensoren moniert.

McLaren MCL33 nose, United States GP

McLaren MCL33 nose, United States GP
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Foto: Giorgio Piola

Beim US-Grand-Prix rückte McLaren erneut mit einem aggressiven Nasendesign, mit dem die Fehler des Spanien-Updates korrigiert werden sollten. Offenbar versprachen sich die Designer, durch das Weglassen von Luftführungen an den Seiten die Aerodynamik insgesamt zu beruhigen.

McLaren MCL33 side detail

McLaren MCL33 side detail
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Foto: Giorgio Piola

Beim Brasilien-Grand-Prix wurde nochmals deutlich, dass die Barge-Boards 2018 eine Dauerbaustelle bei McLaren waren. Von den zu Beginn simpel gehaltenen Abweisern war zwei Rennen vor Schluss kaum noch etwas übrig. Vielmehr zeigten sich viele Schlitze und eine verwinkelte Bodenplatte.

Der MCL33 kränkelte aerodynamisch wegen der Einführung des Kopfschutzbügels Halo und Korrelationsproblemen bei Windkanaltests. Viele verschiedene Lösungen schafften es in den (Renn-) Einsatz, doch letztlich mangelte es den Ingenieuren an Kreativität bei der Lösung der Probleme. Ein Rückblick auf unsere Technikanalysen zeigt, wie McLaren von Sackgasse und Sackgasse schlitterte.

Mit Zeichnungen und technischer Expertise von Giorgio Piola und Matt Somerfield.

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Urheber Dominik Sharaf