Formel-1-Technik mit Giorgio Piola
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Formel-1-Technik 2019: Wie Ferrari das Abtriebs-Defizit angeht

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Formel-1-Technik 2019: Wie Ferrari das Abtriebs-Defizit angeht
Autor:
Co-Autor: Jake Boxall-Legge
28.06.2019, 14:35

Ferrari wartet beim Großen Preis von Österreich 2019 mit neuen Turning Vanes auf, um Abtrieb zu gewinnen - Red Bull vollzieht derweil eine Rolle rückwärts

Ferrari probierte im Training zum Großen Preis von Österreich neue Turning Vanes aus, um seiner anhaltenden Sieglosigkeit zu begegnen. Die Scuderia ist mit zwei verschiedenen Konfigurationen an den Red Bull Ring gereist.

Ferrari unterstützt den neuen Frontflügel vom Großen Preis von Frankreich mit neuen Turning Vanes an der Unterseite der Nase. Giorgio Piolas Bild zeigt das neue Design: Die Turning Vanes wurden nach vorne verlegt.

Ferrari SF90, Technik, Turning Vanes

Die veränderten Turning Vanes und das neue Element

Foto: Giorgio Piola

Zusammen mit einem weiteren, neuen Element sorgen sie für zusätzliche Kontrolle über den Luftstrom in diesem Bereich des Fahrzeugs.

Die Frontflügelenden produzieren Wirbel, die von dem neuen Element und den Turning Vanes aufgegriffen werden. Diese glätten die Luft und leitet sie zu den Bargeboards weiter.

Ferrari SF90, Frontpartie, Technik

Ein Blick auf die neuen Elemente von vorn

Foto: Giorgio Piola

Ferrari versucht so, das Abtriebsniveau des Ferraris in einem Bereich zu verbessern, in dem man die gesamte Saison 2019 über Probleme hatte.

Zusätzlich wurden die Pylonen der Flügelaufhängung ebenfalls überarbeitet. Sie haben am unteren Ende eine messerscharfe Kante erhalten. Das hilft dabei, mehr Luftstrom unter die Nase zu bekommen. So liegt der Luftstrom weiter hinten am Fahrzeug besser an.

Red Bulls Nasenloch kehrt zurück

Nachdem die Öffnung in der Crashstruktur der Nase beim Großen Preis von Monaco verschwunden ist, wartet Red Bull in Österreich mit dieser Lösung wieder auf.

Red Bull RB15, Nase, Frontflügel, Technik

Der "Staubsauger" ist zurück: Red Bull hat den RB15 zurückgerüstet

Foto: Giorgio Piola

Vermutlich hat Red Bull bei den vergangenen Rennen versucht, den Abtrieb an der Vorderachse mit einer konventionelleren Lösung zu verbessern. Nach drei Rennen wurde diese nun wieder verworfen.

Zwar hat die verstopfte Öffnung zu einem höheren Druck auf der Oberseite der Nase geführt, brachte aber auch einen höheren Luftwiderstand mit sich. Das verschlechtert die Performance des Fahrzeugs auf der Geraden.

Die Rolle rückwärts zeigt, dass Red Bull versucht, die Performance auf der Geraden zu verbessern. Dabei hilft auch die Ausbaustufe des Honda-Motors.

Red Bull RB15, Nase, Frontflügel, Technik

Die neue, alte Lösung soll den Topspeed des RB15 verbessern

Foto: Giorgio Piola

Durch das Loch wird der Luftstrom unter die Nase gelenkt und bereinigt dort Hochdruckbereiche, die von der Flügelaufhängung hervorgerufen werden.

Mit Bildmaterial von Giorgio Piola.

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