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Formel-1-Technik mit Giorgio Piola
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Formel-1-Technik mit Giorgio Piola

Formel-1-Technik 2020: Red Bulls Frontflügel-Trick enthüllt

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Formel-1-Technik 2020: Red Bulls Frontflügel-Trick enthüllt
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Co-Autor: Matt Somerfield
Übersetzung: Heiko Stritzke

Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit hat ausgereicht, um spannende Details über den Frontflügel von Red Bull preiszugeben - Fährt man mit hohler Endplatte?

Aufgrund der Rennen hinter verschlossenen Türen ist es dieses Jahr sehr schwer geworden, den technischen Geheimnissen der einzelnen Teams in der Formel 1 auf die Schliche zu kommen.

Doch früher oder später kommen die Geheimnisse ans Licht, wie beispielsweise bei Sebastian Vettels Qualifying-Crash in Russland. Und auch der Nicht-Fahrbetrieb am ersten Tag des Eifel-Grand-Prix hat es uns ermöglicht, die Teams in ihren Garagen genauer zu verfolgen.

Auf diese Weise konnten wir interessante Einblicke in die Philosophie rund um den Frontflügel am Red Bull RB16 gewinnen. Zwar sind die Mechaniker sehr vorsichtig im Umgang mit dem Flügel, um ihn nicht aus einem für sie ungünstigen (und für uns umso günstigeren) Winkel zu zeigen. Die inneren Geheimnisse des Flügels sollen immer vor den Kameras verborgen bleiben.

Red Bull RB16, Frontflügel

Diese zwei Auslasslöcher deuten auf eine hohle Endplatte hin

Foto: Motorsport Images

Doch das klappt nicht immer, wie das Beispiel am Nürburgring zeigt. Für einen Moment zeigte das Team versehentlich die Unterseite des Flügels. Zeit genug für unseren Fotografen, abzudrücken.

Der Einblick ist interessant, denn er ermöglicht einen Blick auf eine Furche an der Unterseite der Endplatte (roter Pfeil). Ihre Funktion ist nicht ganz klar. Der Einschnitt könnte einfach dazu dienen, den Druck richtig zu verteilen.

Ferrari SF1000, Frontflügel

Mit diesem Ausschnitt versuchen andere Teams, den "Outwash" zu verstärken

Foto: Motorsport Images

Mehr "Outwash" für mehr Konstanz?

Es könnte sich aber auch um ein größeres System handeln, mit dem der sogenannte "Outwash"-Effekt verstärkt werden soll. Dabei handelt es sich um den Luftstrom, der außen am Vorderreifen vorbeigeleitet wird (im Gegensatz zum "Inwash", der innen am Vorderreifen über die Radaufhängung geleitet wird). Auch dient der Outwash der Glättung der Turbulenzen durch den Vorderreifen.

Das verschachtelte Design des Flügels deutet auf Letzteres hin. Es könnte auch bedeuten, dass Red Bull eine hohle Endplatte entwickelt hat. Dafür sprechen zwei kleine Ausgangsröhrchen am hinteren Ende der Endplatte.

Red Bull Racing RB16 front wing end plate detail

Red Bull Racing RB16 front wing end plate detail

Foto: Giorgio Piola

Das könnte dabei helfen, einen Effekt zu simulieren, den andere Teams bislang darüber erreicht haben, am oberen hinteren Ende der Endplatte ein kleines Stück herauszuschneiden. Diese Lösung wurde von vielen Teams vergangenes Jahr verfolgt, als die Frontflügel-Regularien neu waren.

Egal, wozu diese Lösung dient: So zeigt, dass Adrian Newey und Red Bull erneut versuchen, die Grenzen bei der aerodynamischen Entwicklung zu verschieben, um ihren Rückstand auf Mercedes zu reduzieren.

Der RB16 hat sich als schwer zu fahrendes Auto erwiesen, das hier und da aerodynamisch im Ungleichgewicht ist. Das Team hat hart daran gearbeitet, die aerodynamische Effizienz konstanter zu erzielen. Die Gestaltung des Frontflügels zu meistern, dürfte bei diesem Fokus geholfen haben.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Event Nürburgring
Subevent Technik
Teams Aston Martin Red Bull Racing
Urheber Giorgio Piola