Formel-1-Technik mit Giorgio Piola
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Formel-1-Technik mit Giorgio Piola

Formel-1-Technik: Der heimliche Star der Saison 1989

Warum der Ferrari 640 aus der Saison 1989 in vielerlei Hinsicht ein absoluter Vorreiter war und die Formel 1 bis heute von dessen Innovationen profitiert

Formel-1-Technik: Der heimliche Star der Saison 1989

John Barnard hat viele gute Ideen. Beim Ferrari 640 für die Formel-1-Saison 1989 kann er einige davon umsetzen. Das Konzept hat auf der Rennstrecke zwar nicht den erhofften Erfolg, denn erweist sich das Dienstauto von Gerhard Berger und Nigel Mansell als ein technisch sehr großer Wurf: Der Ferrari 640 wird zum Trendsetter in der Formel 1.

Was aber ist so besonders an dem Fahrzeug, mit dem Ferrari in 16 Saisonrennen satte fünf Komplettausfälle zu verzeichnen hat? Einerseits sicherlich die ausgeklügelte Aerodynamik, die das Auto "schön" erscheinen lässt. Andererseits aber vor allem die Qualitäten unter der Motorhaube, weil die Formel 1 im Jahr 1989 noch nichts Vergleichbares kennt.

Denn der Ferrari 640 ist der erste Grand-Prix-Rennwagen mit Schaltwippen am Lenkrad statt Schaltknüppel im Cockpit. Ironischerweise aber hat nicht Barnard die zündende Idee, wie die Fahrer idealerweise den Gangwechsel anstoßen sollen, sondern ein Sohn von Ferrari-Gründer Enzo Ferrari.

Das alleine reicht 1989 aber noch nicht aus, um McLaren von der Spitze zu verdrängen. Mansell gewinnt zwar den Saisonauftakt, aber die britische Konkurrenz überlegen die WM-Titel der Formel 1. Immerhin: Wenn die Ferrari 640 gewertet werden, dann in den Top 3 eines Rennens. Der große 640-Mythos aber entstammt nicht den Resultaten.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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