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Formel-1-Technik mit Giorgio Piola
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Formel-1-Technik mit Giorgio Piola

Formel-1-Technik: Mit diesen Änderungen am Motor will Ferrari 2021 aufholen

Ferrari hatte im Bereich der Power-Unit 2020 einen großen Rückstand - Mit mehreren Änderungen will die Scuderia dafür sorgen, die Lücke 2021 wieder zu schließen

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Formel-1-Technik: Mit diesen Änderungen am Motor will Ferrari 2021 aufholen

Dass Ferrari in der Formel-1-Saison 2020 in der WM mit Rang sechs so schlecht abschnitt wie seit 40 Jahren nicht mehr, das hatte unter anderem mit dem Motor des SF1000 zu tun. Nachdem es zu Beginn des vergangenen Jahres eine mysteriöse Einigung mit der FIA gegeben hatte, verlor die Scuderia in diesem Bereich deutlich an Performance.

Teamchef Mattia Binotto kündigte daraufhin bereits im vergangenen Herbst an, für die Saison 2021 einen komplett neuen Motor zu bringen. Im Verlauf der Saison 2020 waren keine großen Verbesserungen möglich, weil die Entwicklung der Antriebe eingefroren wurde. Für dieses Jahr darf man in Maranello nun allerdings nachrüsten.

Doch wie wird die neue Power-Unit der Scuderia aussehen? Es ist zu hören, dass Ferrari für die neue Formel-1-Saison nicht auf ein komplett revolutionäres Design setzten wird. Vielmehr plant man schrittweise Veränderungen in allen Bereichen der Kühlung und am elektrischen Teil des Antriebsstrangs.

Mercedes-Motor

Bereits seit 2014 setzt Mercedes beim Motor auf eine geschickte Aufteilung

Foto: Giorgio Piola

Zudem soll man geprüft haben, beim Konzept des Turbos in die Richtung von Mercedes zu gehen und die Turbine und den Kompressor zu trennen und jeweils an eine Seite des Verbrennungsmotors zu verlegen. Diese Möglichkeit steht für die Zukunft zwar weiter im Raum, wird unmittelbar aber erst einmal nicht umgesetzt.

Die größte Änderung ist dafür ein neuer Zylinderkopf, mit dessen Einführung eigentlich erst für 2022 gerechnet wurde. Das neue Design soll eine bessere Benzinzerstäubung und einen höheren Druck in der Verbrennungskammer ermöglichen. Auch Kolbenboden und die Durchlassgitter an der Nockenwelle werden ein neues Design erhalten.

Zudem soll man bei Ferrari über neue Legierungen nachgedacht haben. Diese sollen dafür sorgen, dass die Zuverlässigkeit nicht unter der verbesserten Performance leidet. Das Wastegate, das in der Saison 2021 nicht länger vorgeschrieben ist, soll aus aerodynamischen Gründen beibehalten werden.

Auch die Kühlsysteme wurden überarbeitet. Diese hatten 2020 dafür gesorgt, dass der SF1000 im Bereich der Seitenkästen zu viel Luftwiderstand produzierte, wodurch auf den Geraden noch mehr Geschwindigkeit verloren ging. Außerdem soll die neue Power-Unit eine etwas kleinere Turbine haben. So will man das elektrische Aufladen verbessern.

Man erhofft sich ein effizienteres ERS, damit man die Leistung der MGU-K von 160 PS auf einer Runde über einen längeren Zeitraum abrufen kann. Das wird wichtig sein, um den Rückstand auf Klassenprimus Mercedes wieder zu verkleinern.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Urheber Ruben Zimmermann