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Bei den Formel-1-Launches vor einer neuen Saison stellen die Teams der Weltöffentlichkeit ihr Autos vor, tun gleichzeitig aber auch alles, um ihre Ideen so gut wie möglich zu verstecken.

Deshalb sahen wir in diesem Jahr auf den Bildern von McLaren verschiedene Unterböden, und Red Bull versuchte, die Einlässe an den Seitenkästen seines RB20 zu verstecken, um die neugierigen Blicke der Konkurrenz noch eine Weile fernzuhalten.

Manchmal gehen die Teams jedoch noch einen Schritt weiter, indem sie nicht nur verschleiern, was sie wirklich tun, sondern auch absichtlich davon ablenken - so zum Beispiel Alfa Romeo mit einem Fake-Unterboden vor zwölf Monaten.

In diesem Jahr hat sich auch Mercedes einen Spaß erlaubt, denn ein genauerer Blick auf die Renderings des W15 zeigt etwas ziemlich Ungewöhnliches. Auf den Bildern ist zu sehen, dass das Auto einen zusätzlichen Querlenker an der Vorderseite des Fahrzeugs aufweist.

Offensichtlich handelte es sich dabei um eine Art Scherz von Mercedes, der jedoch am Tag der Präsentation nicht viel Aufmerksamkeit erregte, da sich alle mehr auf die wirklichen Änderungen konzentrierten, die das Team vorgenommen hatte.

Doch während der doppelte Querlenker in der aktuellen Formel-1-Startaufstellung ein ziemlicher Hingucker wäre, hat ein anderes Team vor einigen Jahren tatsächlich etwas Ähnliches versucht.

Warum so ein Design gar nicht legal wäre

Hier muss man auf das Jahr 2019 zurückblicken, als Williams einen ähnlichen Versuch unternommen hat und eine separate Verkleidung verwendete, die scheinbar eine der Radbefestigungen des FW42 umschloss.

Der offensichtliche Grund für eine solche Lösung war die Aerodynamik, aber Williams geriet sofort in Konflikt mit der FIA, die anordnete, das Halteseil in der Verkleidung des unteren hinteren Schenkels des Querlenkers unterzubringen, wie es normalerweise der Fall ist.

Die Vorderradaufhängung am Williams FW42

2019 wollte Williams beim FW42 einen ähnlichen Trick tatsächlich umsetzen

Foto: Giorgio Piola

Denn die Vorschriften geben unter anderem vor, dass jeder Aufhängungspfosten mit der gefederten Masse durch sechs Aufhängungselemente verbunden sein muss. Redundante Aufhängungselemente sind nicht zulässig.

An der Vorderachse muss zudem ein Aufhängungselement pro Rad mit der Lenkanlage verbunden sein. Im Hinblick auf die Mercedes-Bilder aus diesem Jahr hätte es diese Idee im wirklichen Leben so also niemals geben können.

Aber inmitten der Neugier über den radikalen Frontflügeltrick war es vielleicht ein Versuch, die Aufmerksamkeit der Konkurrenten abzulenken und möglicherweise etwas von ihrer Zeit damit zu verschwenden, darüber nachzudenken, ob es ernst oder als Scherz gemeint war.

Mit Bildmaterial von Mercedes.

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