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Formel-1-Technik mit Giorgio Piola
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Formel-1-Technik mit Giorgio Piola

Formel-1-Technik: Neuerungen beim Grand Prix von Japan

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Formel-1-Technik: Neuerungen beim Grand Prix von Japan
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Co-Autor: Matt Somerfield
Übersetzung: Mario Fritzsche
11.10.2016, 13:01

Welche technischen Updates die Teams für das Formel-1-Rennen in Suzuka im Gepäck haben, erklären Giorgio Piola und Matt Somerfield hier!

Fotostrecke
Liste

Ferrari SF16-H: Nase mit Bat-Wing

Ferrari SF16-H: Nase mit Bat-Wing
1/9

Foto: Giorgio Piola

Ferrari macht in Japan in Sachen technischer Entwicklung dort weiter, wo man in Malaysia angefangen hat. So werden erneut die Luftleitelemente am Chassis, der sogenannte Bat-Wing an der Nase (linker Pfeil) und auch eine Veränderung an den Stützen für den Frontflügel (rechter Pfeil) getestet. Dabei muss es nicht zwangsläufig darum gehen, den aktuellen SF16-H zu verbessern. Vielmehr könnten die Teile ein Vorgeschmack auf die Saison 2017 sein.

Ferrari SF16-H: Frontflügel und Nase

Ferrari SF16-H: Frontflügel und Nase
2/9

Foto: Giorgio Piola

Ferraris neue Stützen für den Frontflügel, hier dargestellt am Auto von Kimi Räikkönen, sind etwas länger als es bei der Vorgängerversion der Fall war. Dadurch verändert sich der Luftstrom unter dem Auto.

Ferrari SF16-H: Luftleitelemente am Chassis

Ferrari SF16-H: Luftleitelemente am Chassis
3/9

Foto: Giorgio Piola

Die Luftleitelemente am Chassis bestehen nun aus 3 statt aus 2 Teilen. Neu ist auch die Grundplatte in Form eines L. Dadurch wird einmal mehr der Luftstrom verändert. Da dieser Bereich im Hinblick auf die Saison 2017 besonders interessant ist, liegt der Verdacht nahe, dass Ferrari bereits Teile für das nächstjährige Auto testet. Die Länge der Fahrzeugnase wächst in der Saison 2017 von aktuell 850 auf 1.050 Millimeter. Somit haben die Teams künftig mehr Platz für aerodynamische Anbauteile.

Ferrari SF16-H: Frontflügel, Vergleich

Ferrari SF16-H: Frontflügel, Vergleich
4/9

Foto: Giorgio Piola

Was den Frontflügel betrifft, so hat Ferrari in Suzuka 2 Spezifikationen dabei, die auf den 1. Blick identisch wirken. Sieht man sich die beiden Flügel aber im direkten Vergleich an, stellt man fest, dass der Einschnitt oberhalb des sogenannten "Tunnels" (gelb markiert) bei der Variante im rechten Bild kürzer ausfällt. Diese minimale Veränderung wirkt sich auf den Luftfluss rund um die Vorderreifen aus.

McLaren MP4-31: Frontflügel, Vergleich

McLaren MP4-31: Frontflügel, Vergleich
5/9

Foto: Giorgio Piola

McLaren hat den Frontflügel des MP4-31 über die Saison gesehen konsequent weiterentwickelt. Die aktuelle Variante (groß im Bild) ist zwar schon seit Singapur im Einsatz. Ein genauerer Blick lohnt sich trotzdem. Einer der Kernbereiche der Entwicklung sind die Flaps, die beim aktuellen Flügel eingeschnitten sind (Pfeile). Damit wird die Anzahl der Elemente, die den Luftstrom beeinflussen, verdoppelt. Dabei ist man inzwischen aggressiver vorgegangen als es bei der vorherigen Variante (im Kreis) der Fall war. Zudem ist das untere Flügelprofil innerhalb der äußeren Endplatte im Saisonverlauf breiter geworden (blau markiert).

Haas VF-16: Frontflügel

Haas VF-16: Frontflügel
6/9

Foto: Giorgio Piola

Auch Haas hatte den aktuell im Einsatz befindlichen Frontflügel bereits beim Grand Prix von Singapur dabei. Dieser zeichnet sich aus durch einen über die gesamte Breite gehenden Einschnitt (gelb markiert), zahlreiche Stützelemente (hellblau markiert), eine 'c'-Kaskade anstatt der vorherigen 'r'-Kaskade (rot markiert), ein neues Luftleitelement auf der Hauptkaskade (violett markiert) sowie einen Einschnitt im oberen Flap (grün markiert).

Renault RS16: Unterboden

Renault RS16: Unterboden
7/9

Foto: Giorgio Piola

Renault hat am RS16 für den Grand Prix von Japan den Bereich vor den Hinterrädern verfeinert. Das innere der beiden vertikalen Luftleitelemente ist durch 2 Elemente ersetzt worden (großes Bild, mit der vorherigen Variante im Kreis). Das vordere der nun 2 Luftleitelemente ist deutlich weiter nach vorn gezogen. Damit wird die rund um die Seitenkästen strömende Luft nun noch früher kanalisiert. Dank der neuen Luftleitelemente soll in Kombination mit den weiteren Teilen und Einschnitten in diesem Bereich die Performance der Hinterreifen verbessert werden.

Sauber C35: Splitter

Sauber C35: Splitter
8/9

Foto: Giorgio Piola

Sauber hat beim Großen Preis von Japan einen modifizierten Splitter am C35. Dabei lehnt sich das Team an bereits existierende Lösungen von anderen Rennställen an. Zu erkennen sind vertikale Finnen an den äußeren Kanten des Splitters. Damit wird versucht, den Luftstrom zu lenken, sodass er bessere auf weitere aerodynamische Bauteile im hinteren Bereich des Fahrzeugs trifft.

Sauber C35: Windabweiser und Unterboden

Sauber C35: Windabweiser und Unterboden
9/9

Foto: Giorgio Piola

Die seitlichen Windabweiser hat Sauber komplett neu gestaltet. Das Team hat die Form verändert und auch den Einschnitt vergrößert und diesen nach hinten versetzt. Zudem sind die Windabweiser nun in einem anderen Winkel angeordnet (gelbe Markierung). Erkennbar ist darüber hinaus eine Modifizierung am Unterboden (roter Pfeil), der an den Seiten auf der Höhe der Seitenkästen leicht angehoben wurde und so eine kleine Finne bildet.

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