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Formel-1-Technik: So gelang Ferrari ein Durchbruch beim SF-23

Ferrari gelangen am Rennwochenende in Barcelona endlich wichtige Fortschritte - In Spielberg brachte man nun Updates für den SF-23, um sich weiter zu verbessern

Formel-1-Technik: So gelang Ferrari ein Durchbruch beim SF-23

Formel-1-Technik mit Giorgio Piola

Giorgio Piola analysiert und erklärt die Technik in der Formel 1!

Beim Großen Preis von Österreich setzte Ferrari zuletzt seine Entwicklungsarbeit in der Formel-1-Saison 2023 mit einer kompletten Überarbeitung des Frontflügels und einer Änderung des Unterbodens fort.

Die Optimierungen hätten Charles Leclerc am Freitag beinahe zur Poleposition verholfen, doch der Monegasse verpasste diese gegen Max Verstappen letztendlich hauchdünn.

Die Tatsache, dass er überhaupt so nah der Spitze dran war, ist jedoch ein sicheres Zeichen für die Fortschritte, die Ferrari seit dem Update der Seitenkästen in Spanien und der Entschlüsselung einiger wichtiger Fragen zum optimalen Set-up des SF-23 gemacht hat.

In der Tat scheint es, dass die Erkenntnisse, die Ferrari sowohl aus dem Spanien-Wochenende als auch aus dem Pirelli-Test nach dem dortigen Rennen gewonnen hat, dem Team geholfen haben, einen Durchbruch zu erzielen und zu wissen, in welche Richtung man bei der Entwicklung des Autos gehen muss.

Ferrari-Ingenieur Jock Clear, dessen offizielle Jobbezeichnung Fahrertrainer von Charles Leclerc lautet, hat die Barcelona-Woche als Moment für das Team ausgemacht, in dem man wichtigste Erkenntnisse erlangt hat.

"Ich denke, der Schlüssel hierbei ist, dass Barcelona eine außergewöhnlich gute Strecke ist, um zu erkennen, was das eigene Auto macht", erklärt Clear. "Man kann sich in Barcelona nicht vor einem schlechten Auto verstecken. Wenn man aber ein gutes Auto hat, wird man in Barcelona schnell sein."

"Der Barcelona-Test war ein Pirelli-Test, und mehr Runden auf der Strecke sind immer wertvoll. Aber eigentlich war das Barcelona-Wochenende, wenn man die relative Leistung hat, wahrscheinlich der Schlüssel, da wir dort eine Menge Daten von einer Strecke hatten, die wir absolut und solide verstehen", so Clear.

"Ich denke, das war das Wochenende, an dem wir erkannt haben: 'Okay, das ist es, was mit dem Auto passiert.' Und wir können uns darauf verlassen, dass das unsere Schwäche ist."

"Ich denke, dass wir von da an Fortschritte gemacht haben, sowohl bei den Entwicklungen, obwohl sie natürlich schon in der Pipeline waren, als auch bei der Art und Weise, wie wir das Auto eingestellt haben", betont Clear.

Diese Fortschritte haben sich sowohl in Kanada als auch in Österreich in einer besseren Konstanz im Rennen niedergeschlagen, wobei die jüngsten Updates darauf abzielen, das Auto milder zu machen. Der Leistungsrückstand gegenüber Red Bull ist immer noch vorhanden, aber die ersten Schritte, um ihn aufzuholen, scheinen gemacht zu sein.

Das steckt hinter den Upgrades in Spielberg

Zu den Änderungen am Frontflügel gehört ein neues Flapdesign für die beiden oberen Elemente, wobei die Sehnenhöhe über den beweglichen Teil ihrer Spannweite vergrößert wurde. Dadurch kann sich der äußerste Teil des Flügels mehr auf das Strömungsmanagement konzentrieren.

Diese Änderung des Ansatzes hat auch dazu geführt, dass der Gurney-Flap vom inneren Ende des Flaps zum äußeren Teil verlagert wurde, wenn er verwendet wird, je nachdem, wie viel Balance von vorne nach hinten erforderlich ist.

An der Endplatte wurden umfangreiche Änderungen vorgenommen, damit der Flügel die richtige Menge an Outwash erzeugen kann, wobei die gesamte Struktur überarbeitet wurde, ebenso wie die gebogene Flap-Verbindungsstelle.

Der neue Ferrari-Frontflügel in Spielberg

Das äußere Winglet am Flügel ("Dive Plane") wurde ebenfalls überarbeitet

Foto: Filip Cleeren

Die Endplatte ist nun an der Vorderkante gekrümmt (gestrichelte Linie in der obersten Abbildung) und nicht mehr dreieckig wie beim Vorgängermodell, während die gesamte Oberfläche aktiver von der Mittellinie abgewinkelt ist, anstatt eine schikanenartige Biegung aufzuweisen.

Die angebrachten Elemente wurden ebenfalls überarbeitet, wobei das S-förmige "Dive Plane" gegen eine Lösung mit einer sanfteren Kurve ausgetauscht wurde und zudem von der Vorderkante der Endplatte zurückgesetzt wurde.

Das Gehäuse, in dem sich die Infrarotkamera zur Überwachung der Reifen befindet, wurde ebenfalls versetzt, da die Form der Endplatte geändert wurde. Ferrari hat sich von einigen seiner Konkurrenten inspirieren lassen und ein Winglet in die untere innere hintere Ecke eingebaut, um den Wirbel zu kontrollieren, der sich in diesem Bereich unweigerlich bildet.

Der neue Ferrari-Unterboden in Spielberg

Auch am Unterboden des SF-23 gab es in Spielberg Änderungen

Foto: Giorgio Piola

Dieser wird auch durch die Änderungen an der Form und der Position der Flaps an der Verbindung mit der Endplatte beeinflusst. Der zuvor in der unteren hinteren Ecke der Endplatte verwendete Ausschnitt nach hinten wurde ebenfalls geändert, um den Eigenschaften der umgebenden Elemente zu entsprechen.

Eine subtile Änderung wurde auch an der Nase vorgenommen. Die Frontschürze ist nun etwas von der Vorderkante des zweiten Elements am Frontflügel zurückversetzt, was auch zu einer zugespitzteren Spitzenpartie führt.

Außerdem wurden beim SF-23 Änderungen am vorderen Teil des Bodens vorgenommen, wo an der Oberkante des äußersten Luftleitblechs eine einzige Stufe anstelle von zwei verwendet wurde.

Der neue Ferrari-Unterboden in Spielberg

Die Änderungen zogen sich bis in den hinteren Bereich des Autos

Foto: Motorsport Network

Die inneren Luftleitbleche wurden derweil neu gestaltet, da sie nun viel weiter als zuvor herausragen und eine gekrümmte Vorderkante zur Schaffung der gewünschten Strömungs- und Druckverhältnisse beitragen.

Weitere Änderungen gab es am hinteren Teil des Unterbodens, wo sowohl der Flügel an der Kante als auch der Bereich vor den Hinterreifen modifiziert wurden.

Dazu wurden nicht nur einige Änderungen an der Oberfläche des Bodens selbst vorgenommen, sondern auch an der Art und Weise, wie sie miteinander verbunden sind, denn der Hufeisenbügel, der den Flügel mit dem hinteren Teil des Bodens verbindet, wurde entfernt und der Bügel für den Stützholm überspannt nun beide Teile.

Um die Vorteile dieser Änderungen zu nutzen, berichtet Ferrari auch von Änderungen an der Seitenwand des Diffusors, während es zweifellos auch Überarbeitungen am Design des Unterbodens gab, obwohl diese leider nicht zu sehen sind.

Weitere Co-Autoren: Giorgio Piola. Mit Bildmaterial von Giorgio Piola.

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