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Formel 1 Hungaroring

Fünf Änderungen! So will Red Bull in der F1 2023 noch mehr dominieren

Red Bull bringt das erste größere Update für den RB19 zum Hungaroring - Wird Max Verstappens Dominanz jetzt noch erdrückender?

Formel-1-Technik: Was hinter den neuen Red-Bull-Seitenkästen steckt

Formel-1-Technik mit Giorgio Piola

Giorgio Piola analysiert und erklärt die Technik in der Formel 1!

Mit Spannung wurde das Update von Red Bull zum Grand Prix von Ungarn erwartet. Die Bullen mit Max Verstappen dominieren die Formel-1-Saison 2023 bisher nach Belieben. Dementsprechend gab es bisher keine großen Updates, sondern eher konstant kleine. Bis jetzt.

Beim Grand Prix von Ungarn treten Max Verstappen und Sergio Perez mit einem runderneuerten RB19 an. An fünf Stellen wurde der Bolide überarbeitet:

- Eine vergrößerte Bremsbelüftung (im Bild die Metallkonstruktion weiter unten), um der geringeren Durchschnittsgeschwindigkeit auf dem Hungaroring mit seinen immer noch harten Bremszonen gerecht zu werden

 

- Ebenfalls vergrößerte Öffnungen an den hinteren Bremsen, die mit zusätzlichen Winglets versehen sind, um mehr Abtrieb auf der Strecke mit hohem Abtrieb zu erzeugen

Red Bull RB19, Bremse

Größere Entlüftung (Metallkonstruktion unten) für den Hungaroring am RB19

Foto: Giorgio Piola

- Eine länglichere Öffnung zu den Kühlelementen im Seitenkasten mit veränderten Druckverhältnissen am Einlass für eine effizientere Kühlleistung

- Ein verlängerter Seitenkasten, der sich bis zu den nach vorn gerichteten Querlenkern der Hinterradaufhängung erstreckt, um die Effekte am Kühleinlass weiter vorn zu kompensieren

- Eine veränderte Trennlinie an der Grenze zwischen Unterbodenausbau und Seitenkasten, um den Luftstrom weiter oben besser zu leiten (Titelbild)

Seitenkasteneinlass im Fokus

Während die Vergrößerungen der Bremsbelüftungen selbsterklärend sind, lohnt sich ein genauerer Blick auf den neuen Seitenkasten. Denn hier hat Red Bull nicht zum ersten Mal Hand angelegt.

Bereits beim Grand Prix von Aserbaidschan präsentierte Red Bull eine flachere und schmalere Version des Lufteinlasses. Die jetzt für Budapest vorgestellte Version geht noch einen Schritt weiter, der Einlass ist noch breiter und flacher.

Auch die Unterlippe des Einlasses wurde entsprechend modifiziert, denn durch den breiteren Einlass ist auch ein breiterer Bereich des Seitenkastens den Verwirbelungen des Einlasses ausgesetzt.

Um dem entgegenzuwirken, wurde sie weiter nach vorne gezogen und ihre Kanten deutlich abgerundet. Sie fällt zudem nach hinten ab, um mehr Luft in den Ansaugtrakt zu leiten. Dadurch wirkt die Öffnung aus bestimmten Blickwinkeln sogar deutlich kleiner, was natürlich nur ein optischer Effekt ist.

Die älteren Lösungen für den Lufteinlass am Red Bull RB19

Die älteren Lösungen für den Lufteinlass am Red Bull RB19

Foto: Giorgio Piola

Eine kleinere Änderung betrifft das Gehäuse des Rückspiegels, das nun auf der Innenseite am Übergang zum Querträger eine Vertiefung aufweist.

Keine Extrem-Rutsche wie bei Aston Martin

Mit Spannung wurde erwartet, ob Red Bull eine "Rutsche" nach dem Vorbild von Alpine und Aston Martin auf der Oberseite des Seitenkastens einführen würde. Derartige Erwartungen wurden enttäuscht, Red Bull bleibt bei einer konservativeren Lösung, die lediglich Weiterentwicklungen der bisherigen Konturen unter Beibehaltung der "Downwash"-Rampe beinhaltet.

Neben der größeren Bremskühlung (siehe oben) wurden weitere Kühlmaßnahmen für die langsame Charakteristik des Hungarorings getroffen, die besondere Anforderungen an die Kühlung stellt.

So wurden zusätzliche Öffnungen in der Karosserie für Entlüftungsschlitze geschaffen, unter anderem auf dem Seitenkasten. Auch seitlich an der Motorhaube sind zusätzliche Kiemen zu sehen. Ein größerer, nach unten gerichteter Auslass vor dem oberen Querlenker der Hinterachse rundet das Entlüftungsbild ab.

Auch die Haifischflosse - oder das, was davon übrig ist - hat sich in Größe und Form verändert. Sie wurde in Verbindung mit dem Kühlluftauslass neu gestaltet, der nun weiter nach unten zeigt.

Vor dem Großen Preis von Ungarn zeigte sich WM-Leader Max Verstappen optimistisch, dass die Änderungen Verbesserungen mit sich bringen werden.

"Wir haben an diesem Wochenende einige Upgrades", sagt er. "Hoffentlich machen sie das, was wir von ihnen erwarten, damit wir für die kommenden Rennen zusätzliche Performance finden können."

Größerer Ausschnitt zwischen Heckflügel-Hauptblatt und -Endplatte am Mercedes W14

Größerer Ausschnitt zwischen Heckflügel-Hauptblatt und -Endplatte am Mercedes W14

Foto: Giorgio Piola

Auch Mercedes mit Änderungen

Red Bull ist nicht das einzige Team, das Updates bringt, auch Mercedes hat einige Änderungen an seinem Auto vorgenommen. Auch hier zählt jeder Abtriebspunkt.

Der W14 hat eine optimierte Frontflügel-Endplatte erhalten, um den Luftstrom um den Vorderreifen zu erhöhen, was zu einer besseren Anströmung des Hecks beiträgt.

Die innere Vorderradaufhängung weist einen reduzierten Sturz auf, um den Luftstrom entlang des Chassis und an der Vorderseite des Unterbodens zu verbessern und so den Abtrieb zu erhöhen.

Schließlich wurde auch der Einschnitt am Heckflügel vergrößert, um mehr Luft an die Unterseite des Hauptblatts zu leiten. Auch das soll den Abtrieb erhöhen.

Weitere Co-Autoren: Giorgio Piola. Mit Bildmaterial von Giorgio Piola.

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