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Formel-1-Technik: Was könnte hinter Red Bulls Randstein-Problemen stecken?

Red Bull hatte in Monaco starke Probleme mit der unebenen Strecke: Wir versuchen zu schauen, wo die Schwierigkeiten plötzlich herkommen könnten

Formel-1-Technik: Was könnte hinter Red Bulls Randstein-Problemen stecken?

Formel-1-Technik mit Giorgio Piola

Giorgio Piola analysiert und erklärt die Technik in der Formel 1!

Die Performance-Probleme von Red Bull beim Formel-1-Grand-Prix von Monaco offenbarten einige grundlegende Schwierigkeiten des RB20 auf Strecken mit Randsteinen und Bodenwellen.

Max Verstappen gab am Samstag zu, dass in Monaco einige charakteristische Schwächen aufgedeckt wurden, jetzt wo Red Bull nicht mehr einen so komfortablen Vorsprung hat wie noch im vergangenen Jahr.

Auf die Frage, was die Probleme von Red Bull ausgelöst hatte, gab es keine unmittelbare Antwort. Das Team war auch deshalb verwirrt, weil die Probleme umso schlimmer wurden, je weicher das Auto in Monaco war.

 

Es war jedoch interessant zu hören, wie Red Bulls Teamchef Christian Horner nach dem Rennen erklärt, dass eine für dieses Jahr geänderte Aufhängung die Ursache sein könnte.

"Das VCARB-Auto (Racing Bulls; Anm. d. Red.) fährt mit unserer letztjährigen Aufhängung und scheint nicht die gleichen Probleme zu haben", sagt er. "Wir müssen also herausfinden, ob es etwas ist, das wir eingeführt haben."

Obwohl Yuki Tsunoda und Daniel Ricciardo in Monaco besser zurechtkamen, gibt Horner zu, dass das Problem nicht plötzlich in dieser Saison aufgetreten ist: "Wir haben es auch letztes Jahr in Singapur gesehen", sagt er. "Wir hatten also ein weiteres Beispiel dafür. Wir wissen, dass dies ein Bereich des Autos ist, an dem wir arbeiten müssen."

Woran könnten die Probleme also liegen?

Verfeinerung des Designs

Seit der Reglementänderung 2022 verwendet Red Bull ein Pullrod-Design an der Vorder- und ein Pushrod-Design an der Hinterachse. Trotzdem hat das Team sein Design natürlich weiter optimiert.

Doch genau diese Optimierungen könnten die Antwort auf die Frage sein, was passiert ist. Denn während sich die Verbesserungen auf eine bessere kinematischen Performance der Aufhängung beschränkten, gab es Möglichkeiten, diesen Teil des Autos im Hinblick auf aerodynamische Vorteile zu verfeinern.

Und es könnte sein, dass das Streben nach aerodynamischen Verbesserungen, um den RB20 an der Spitze des Feldes zu halten, einige der Fahreigenschaften des Autos zu sehr beeinträchtigt hat.

Letztlich geht es darum, Verluste in einem Bereich (Fahrverhalten) durch Gewinne in einem anderen (Aerodynamik) auszugleichen. Wenn es einen Kompromiss gäbe, bei dem sich der Arbeitsbereich der Aufhängung nur geringfügig verschlechtern würde, um im Gegenzug einen größeren aerodynamischen Vorteil zu erzielen, wäre ein Team wahrscheinlich bereit, diesen Kompromiss einzugehen.

Und wenn sich dieser mechanische Kompromiss nur an einem Ende des Spektrums bemerkbar macht, zum Beispiel auf anspruchsvollen Randsteinen und Bodenwellen, dann könnte es sich lohnen, ihn im Austausch für die Vorteile in Kauf zu nehmen, die er auf ebenen Strecken bringt, auf denen die Aerodynamik im Vordergrund steht.

Dieser potenzielle Nachteil wäre auch weniger problematisch, wenn die Konkurrenz viel weiter weg wäre, aber es ist eine andere Sache, wenn die Gegner so nah sind wie jetzt.

Was Red Bull verändert hat

Was die Entwicklung von Red Bull während des Regelzyklus betrifft, so hat das Team eindeutig Änderungen an der Vorderradaufhängung vorgenommen, um die Performance zu verbessern.

Die Anordnung der Komponenten ist jedoch weitgehend gleich geblieben, wobei Red Bull für den oberen Querlenker sein neues, hoch montiertes Monoarm-Design verwendet.

Der hintere Querlenker ist niedriger montiert, um ein Eintauchen zu verhindern, und aerodynamisch besser positioniert (gelbe Markierung, Einschub).

Red Bull

Gelb sind die Veränderungen beim Red Bull hervorgehoben

Foto: Giorgio Piola

Verfolgt man die Entwicklung des Chassis und des Bulkheads bei Red Bull in den drei Jahren, in denen dieses Reglement in Kraft war, so fällt auf, dass das Team nach und nach einen größeren Teil des Kiels entfernt hat, um die Strömungsverhältnisse unter diesem Bereich zu verbessern (unten, roter Pfeil).

Dementsprechend wurde in diesem Zeitraum auch die innere Position der unteren Aufhängungselemente und der Lenkung nach verlagert.

Gleichzeitig wurde in dieser Zeit auch der Radstand verändert, um eine bessere mechanische und aerodynamische Balance zwischen Vorder- und Hinterachse zu erreichen.

Red-Bull-Bulkhead-Vergleich

So hat sich der Bulkhead bei Red Bull verändert

Foto: Giorgio Piola

Die Probleme von Red Bull scheinen eher in der Kombination eines Aero-Pakets mit höherem Abtrieb zu liegen, das auf holprigen Straßenkursen bei niedrigen Geschwindigkeiten zum Einsatz kommt.

Diese Eigenschaften, gepaart mit der Notwendigkeit, die Aufhängung weicher zu gestalten und wahrscheinlich auch die Fahrzeughöhe zu erhöhen, um den unebenen Belag auszugleichen und das Überfahren der Randsteine zu ermöglichen, führen dann zu einer mangelnden Reaktion auf die Eingaben des Fahrers und zu Schwierigkeiten, aus den Kurven herauszubeschleunigen.

Doch obwohl sich Monaco als unangenehmes Terrain erwies, weiß das Team, dass diese Performance nicht aussagekräftig dafür ist, wie sich das Auto in dieser Saison überall schlagen wird.

Und das nächste Rennen in Kanada könnte besonders spannend werden, denn dort kann das Fahren auf den Randsteinen wichtig sein, aber durch die Asphaltierungsarbeiten dürften einige der früheren Unebenheiten beseitigt worden sein.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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