Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Für Dich empfohlen

Ein Jahr macht den Unterschied: Warum Antonelli jetzt so gut ist

Formel 1
Ein Jahr macht den Unterschied: Warum Antonelli jetzt so gut ist

Hyperpole 24h Le Mans 2026: Caddy-Zeiten gestrichen, BMW auf Pole!

24h Le Mans
24h Le Mans
Hyperpole 24h Le Mans 2026: Caddy-Zeiten gestrichen, BMW auf Pole!

Regeländerungen 2027/28 "mildern Probleme, aber beheben sie nicht"

Formel 1
Regeländerungen 2027/28 "mildern Probleme, aber beheben sie nicht"

Warum Lewis Hamilton in diesem Jahr der bessere Ferrari-Fahrer ist

Formel 1
Warum Lewis Hamilton in diesem Jahr der bessere Ferrari-Fahrer ist

Instinkt: Wie sich George Russell aus dem WM-Tief kämpfen will

Formel 1
Instinkt: Wie sich George Russell aus dem WM-Tief kämpfen will

ADUO-Überraschung: Warum die neue Formel-1-Regel nach hinten losgeht

Formel 1
ADUO-Überraschung: Warum die neue Formel-1-Regel nach hinten losgeht

Klausel gezogen: Formel-1-Vertrag mit Pirelli verlängert sich

Formel 1
Klausel gezogen: Formel-1-Vertrag mit Pirelli verlängert sich

24h Le Mans 2026 FT3: Jetzt ist BMW mit Bestzeit dran

24h Le Mans
24h Le Mans
24h Le Mans 2026 FT3: Jetzt ist BMW mit Bestzeit dran
Analyse

Formel-1-Technik: Was steckt hinter dem neuen Red-Bull-Seitenkasten?

Red Bull hat am vergangenen Wochenende in Miami unter anderem ein neues Seitenkasten-Design eingeführt - Was die Rückkehr der "Wasserrutsche" bedeutet

Formel-1-Technik: Was steckt hinter dem neuen Red-Bull-Seitenkasten?

Der RB22 hat in Miami unter anderem neue Seitenkästen bekommen

Foto: Stuart Stuart

Red Bulls eigene Interpretation des "Macarena-Flügels" hat im Zusammenhang mit dem umfangreichen Update-Paket des Teams für den Großen Preis von Miami am vergangenen Wochenende wohl den Großteil der Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Doch auch die Karosserie des RB22 wurde deutlich überarbeitet, mit der Wiedereinführung der "Wasserrutsche" am Seitenkasten, die im vorherigen Reglement von mehreren Teams verwendet wurde.

Um dies umzusetzen, sitzt die äußere Kante der Seitenkästen exakt am Rand der vorgegebenen Referenzvolumina, die die Karosserie begrenzen, wodurch sich der vertiefte Kanal auf der Oberseite verbreitert.

Diese Neuerung arbeitet mit dem ebenfalls neuen Unterboden des Teams zusammen sowie mit einer aktualisierten Version der Einlässe an den Seitenkästen, die bereits in Japan eingeführt wurden.

Intern verändert sich die Strömung um die Kühler - insbesondere, da die bisherigen Seitenkästen schmaler waren und die Kühler nun wahrscheinlich weiter vom Fahrzeugzentrum weg positioniert sind.

Die Hinterkante der Seitenkästen, die in einer spitzen Spitze endet und mit dem Unterboden verschmilzt, zieht sich nur leicht zur Fahrzeugmittellinie hin, um die erlaubten Abmessungen einzuhalten.

Teams testen unterschiedliche Lösungen

Die Updates von Red Bull haben bei einigen Teams Aufmerksamkeit erregt. McLaren-Teamchef Andrea Stella deutete beispielsweise an, dass sein Rennstall ein ähnliches Design in Betracht ziehen könnte.

"Ich denke, für diejenigen, die technisch interessiert sind, befinden wir uns in einer sehr spannenden Phase", erklärt Stella und ergänzt: "Es ist eine sehr interessante Phase, denn wenn man sich das Seitenkasten-Konzept ansieht, das Red Bull eingeführt hat, ist das ziemlich anders als das Konzept, das beispielsweise Mercedes und Ferrari verfolgen."

"Und der McLaren-Ansatz unterscheidet sich wiederum davon", so Stella, der betont: "Ich denke, es wird irgendwann eine Stabilisierung geben, eine Konvergenz. Aber wir scheinen noch ziemlich weit davon entfernt zu sein."

Red Bull RB22

Der RB22 hat in Miami unter anderem neue Seitenkästen bekommen

Foto: Stuart Codling (Motorsport Network)

"Daher wird es einen Prozess geben, bei dem man sich gegenseitig beobachtet und Dinge testet. Sicherlich wird jedes Team das Red-Bull-Konzept analysieren und die Vorteile untersuchen", kündigt Stella an.

"Sie waren auch ziemlich clever und innovativ darin, wie sie bestimmte Spielräume im Reglement genutzt haben, um eine solche Geometrie einzuführen. Ich denke daher, dass das Gesamtdesign der Autos noch weit von einer Konvergenz entfernt ist."

"Das bedeutet nicht, dass sich nicht bereits einige Trends abzeichnen, in die sich alle bewegen. Aber die Autos von 2025 sahen sich nach einigen Jahren unter diesem Reglement sehr ähnlich. Ich denke, davon sind wir noch weit entfernt", so Stella.

Mehr Abtrieb und bessere Balance?

Stellas Hinweis auf "Spielräume im Reglement" scheint sich auf den hinteren Bereich der Wasserrutsche zu beziehen, der eine interessante Geometrie aufweist. Statt unter den Abschnitt "Seitenkasten" der technischen Regeln zu fallen, gehört dieser Bereich tatsächlich zu den Begrenzungsvolumen der Motorabdeckung (Artikel C3.8.2).

Dort heißt es konkret, dass die Karosserie "keinen konvexen Krümmungsradius von weniger als 75 Millimeter" und "keinen konkaven Krümmungsradius von weniger als 50 Millimeter" aufweisen darf.

Betrachtet man, wie die konvexe Außenkarosserie an dieser hinteren Spitze zusammenläuft, wirkt sie kleiner und geht dann in eine flach wirkende Kante innenliegend im konkaven Profil der Rutsche über. Möglicherweise wurde hier eine clevere Auslegung der Formulierungen gefunden.

In jedem Fall haben die Wasserrutschen-Seitenkästen den klaren Vorteil, dass sich der Strömungsweg über die Oberseite der Seitenkästen hin zum Unterboden verkürzt. In diesem Szenario verliert die über den Unterboden strömende Luft weniger Energie durch Reibung in der Grenzschicht der Karosserie.

Abhängig von der Form der Rutsche sollte es zudem möglich sein, eine gewisse Rotationsströmung zu erzeugen, um die Strömung über die Oberseite des Diffusors anliegen zu lassen.

Durch eine stabile Strömung kann die Druckdifferenz zwischen Ober- und Unterseite nicht nur groß bleiben (was Abtrieb erzeugt), sondern auch konstanter sein, was die Balance in Kurven verbessert.

Vorheriger Artikel Piastri im Visier von Red Bull: Was steckt dahinter?
Nächster Artikel Esteban Ocon: Überschläge sind die letzte große Gefahr in der Formel 1

Aktuelle News