Formel-1-Technik mit Giorgio Piola
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Formel-1-Technik: Wie Ferrari zu Red Bull Racing aufgeschlossen hat

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Formel-1-Technik: Wie Ferrari zu Red Bull Racing aufgeschlossen hat
Giorgio Piola
Autor: Giorgio Piola
Co-Autor: Matt Somerfield
Übersetzung: Stefan Ehlen
11.10.2016, 09:50

Ferrari hat zum Großen Preis von Japan in Suzuka die meisten Entwicklungsteile mitgebracht und das eigene Fahrzeug stark verbessert.

Das war auch bitter nötig, denn Red Bull Racing hat dem italienischen Traditionsteam im Verlauf der Formel-1-Saison 2016 den Rang als 2. Kraft hinter Mercedes abgelaufen. Und so legte Ferrari bei der Entwicklung des aktuellen Autos noch einmal kräftig nach.

Wie unsere Formel-1-Technikexperten Giorgio Piola und Matt Somerfield erläutern, stellen die jüngsten Updates von Ferrari aber keine Revolution dar. Es handelt sich vielmehr um eine Evolution bereits bekannter Konzepte, die das Team für die letzte Saisonphase 2016 noch einmal weiterentwickelt hat.

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Frontflügel

Frontflügel
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Foto: : Giorgio Piola

In Suzuka setzte Ferrari wieder einmal auf einen modifizierten Frontflügel. An dessen Rand wurde eine Öffnung geschlossen, sodass die Luft nicht wie bei der älteren Version (im Kreis) unter den Flügel strömt, sondern darüber hinweggelenkt wird. Dadurch erhöht sich der Abtrieb, den der Spoiler generiert.

Frontpartie

Frontpartie
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Foto: : Giorgio Piola

Außerdem hat Ferrari die Aufhängung des Frontflügels verändert. Die neuen Haltestreben sind nun weiter nach hinten gezogen. Zum Vergleich: die bisherige Variante (im Kreis). Die neue Form hilft, die Luft besser unter der Nase und hin zu den aerodynamisch wichtigen Bereichen am Unterboden zu leiten.

Luftleitbleche

Luftleitbleche
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Foto: : Giorgio Piola

Ferrari hat in Malaysia erstmals überarbeitete Luftleitbleche unterhalb der Frontpartie getestet und in Japan schließlich auch im Rennen eingesetzt. Die Elemente sind nun deutlich komplexer als bisher. Es handelt sich um L-förmige Luftleitbleche mit 2 senkrechten Schlitzen, die nun auch über eine waagrechte Abschlussleiste verfügen (linker Pfeil) und nach hinten leicht ansteigen. So wird die Luft besser auf den sogenannten Bat-Wing (rechter Pfeil) geleitet. Ein solches Winglet hatte Ferrari bereits 2015 eingesetzt.

Bat-Wing

Bat-Wing
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Foto: : Giorgio Piola

Der sogenannte Bat-Wing besteht aus 2 kleinen Winglets, die links und rechts des Fahrhöhen-Sensors unterhalb des Chassis angebracht sind. Der Flügel verdankt seinen Namen der Ähnlichkeit zu Fledermäusen (zu Englisch: Bat).

Luftleitbleche und Bat-Wing

Luftleitbleche und Bat-Wing
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Foto: : Giorgio Piola

Im direkten Vergleich ist zu sehen, wie sehr sich die Luftleitbleche und der Bat-Wing in Japan im Vergleich zu der Version aus Malaysia verändert haben. Nicht nur die Position ist eine ganz andere, auch die Ausrichtung der Elemente ist neu. Davon verspricht sich Ferrari eine optimierte Anströmung der weiteren aerodynamischen Komponenten unterhalb des Chassis.

Splitter

Splitter
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Foto: : Giorgio Piola

Veränderungen waren in Japan auch am Splitter zu sehen. Die kleine senkrechte Platte am äußeren Ende der Vorrichtung wurde im Vergleich zur bisherigen Variante (im Kreis) verlängert, um den Luftstrom noch besser zu lenken und die Leistung des Unterbodens insgesamt zu verbessern.

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