Formel-1-Technik: Wie Mercedes den W07 noch schneller macht

Der Mercedes W07 Hybrid ist das schnellste Auto der Formel 1. Doch der Silberpfeil wird immer noch besser. Wir beleuchten die Entwicklung des Rennwagens in der Formel-1-Saison 2016!

Frontflügel

Frontflügel
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Ganz vorn am W07 hat Mercedes zuletzt verstärkt Feinheiten verändert. In diesem Fall handelt es sich um kleine Finnen, die zur Optimierung des Luftstroms über den Frontflügel dienen. Denn die Luft, die an dieser Stelle vorbeiströmt, strömt anschließend das Vorderrad an.

Frontflügel

Frontflügel
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Mercedes hat 2016 schon intensiv mit den Endplatten experimentiert. Hier ist ein Zwischenstand zu sehen, womit das Team den Luftstrom zum Vorderrad optimieren wollte.

Bremskühlung

Bremskühlung
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Auch an der Bremskühlung hat Mercedes intensiv gearbeitet. Beim Großen Preis von Kanada kam jedoch erstmals keine neue Lösung zum Einsatz, sondern die Variante, die schon beim Spanien-Rennen verwendet worden war – mit kleinen Modifizierungen beim Lufteinlass. Ganz identisch waren die Bauteile also doch nicht.

Frontpartie

Frontpartie
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Die unteren Luftleitbleche (unterer Pfeil) wurden in Spanien umfangreich verändert und weisen nun diverse Einschnitte und Schlitze auf, die ihre Funktion optimieren. Ähnlich verhält es sich übrigens mit den Windabweisern vor den Seitenkästen (im Kreis), die inzwischen überaus kleinteilig sind. Auch hier dreht sich alles um die Luftströmung am hinteren Teil des Fahrzeugs. Ganz vorn hat Mercedes, ebenfalls in Spanien, bereits eine neue Version seiner Nase eingeführt. Dazu passt auch eine größere Austrittsöffnung des S-Schachts an der Nasenoberfläche (oberer Pfeil), dessen Leistung so verbessert wird.

Frontpartie

Frontpartie
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Hier noch ein Bild der Frontpartie, wie sie in Spanien eingeführt wurde.

Frontpartie

Frontpartie
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Wie sehr sich die Frontpartie am Silberpfeil von Rennen zu Rennen verändert, dokumentiert diese Collage. Einfach mal die Unterschiede zählen!

Bremskühlung 2

Bremskühlung 2
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Um die Hinterradbremsen herunterzukühlen und einem möglichen Versagen der MGU-H-Einheit vorzubeugen hat Mercedes die hinteren Bremstrommeln mit Löchern versehen. So kann die beim Bremsen entstehende Hitze besser abgeführt werden, womit die Lebensleistung der Bremsen vergrößert wird. Positiver Nebeneffekt: Die austretende Hitze hilft auch dabei, die Reifenleistung zu optimieren.

Monkey-Seat, Mercedes W07 beim GP von Kanada

Monkey-Seat, Mercedes W07 beim GP von Kanada
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Beim Stadtrennen in Baku setzt Mercedes einen stark gewölbten Heckflügel ein. Ein ähnliches Modell war bereits vergangenes Jahr in Spa-Francorchamps zu sehen gewesen. Damit soll vor allem mittig viel Abtrieb generiert werden, wohingegen an den seitlichen Enden ein anderer Effekt erzielt wird – alles, um den Luftwiderstand des Heckflügels zu reduzieren, aber trotzdem genug Anpressdruck zu haben.

Heckflügel und Monkey-Seat

Heckflügel und Monkey-Seat
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Zum Vergleich: Heckflügel und Monkey-Seat in Spa-Francorchamps 2015.

Heckflügel und Monkey-Seat

Heckflügel und Monkey-Seat
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Zudem wurden die Heckflügel-Profile in dieser Saison bereits mehrfach mit kleinen Einschnitten an den äußeren Kanten ausgestattet. Damit wird der Strömungsabriss am Heckflügel verändert, was eine Auswirkung auf dessen Gesamtleistung hat. Ebenfalls modifiziert wurde der sogenannte Monkey-Seat, der inzwischen eine gewölbte Form mit Einschnitt aufweist, wo früher ein gerades Flügelchen angebracht war. Dies dient vor allem der Steuerung des Abgasluftstroms.

Heckflügel und Monkey-Seat

Heckflügel und Monkey-Seat
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Und nochmals eine frühere Variante: So sah der Heckbereich beim Europa-Auftakt in Barcelona aus. Da hatte der Monkey-Seat bereits einen Einschnitt.

Monkey-Seat

Monkey-Seat
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In Monaco kam eine Sonderform des Monkey-Seats mit noch mehr Einschnitten zum Einsatz. Das Ziel: Abtrieb generieren! Deshalb war das Bauteil auch größer als sonst.

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Tags design, giorgio piola, mercedes, technik